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Saisonvorbereitung beim RB Leipzig

Viel zitiert wird ja für die kommende Saison die Phrase „Jahr der Entscheidung“. Dies geschieht auch so beim RB Leipzig, Leipzigs Musterknabe in Sachen Fußball. Und im Hinblick auf den Verein treffe ich auch in den folgenden Monaten eine Entscheidung. Interessiert mich der RB weiter? Fühle ich mich veralbert? Können die Spieler und Verantwortlichen langsam überzeugen?

Am vergangenen Freitag fand nun das erste Testspiel in der Saisonvorbereitung statt. Was es dazu zu sagen gibt, wurde schon an der einen oder anderen Stelle geschrieben. Aber welche Aspekte zählen noch?

Lange hielt sich ja das Gerücht, dass die rotweißen Bullen ein Testspiel gegen den FCB (FC Bayern München) bestreiten werden. Leider hatte sich dies zerschlagen. Die Anhänger von Lok und Chemie Leipzig führen als Hauptgrund an, dass sich die Bayern nicht „zu so einem Kunstprodukt“ gesellen möchten. Ich vermute, dass die Intention ganz klar in die Richtung geht: Mehr als ein Jahr in Folge ohne Titel ist für die Bayern nicht drin. Aber das zählt für die Anhänger der traditionellen und leicht verworrenen Vereine leider nicht.

Also musste Ersatz her. Statt des FCB war der Ersatz der SVB. Nein, nicht der SV (Werder) Bremen. Sondern der bekannte und geschätzte Verein SV Braunsbedra. Die luden nämlich den RB zur Hundertjahrfeier. Es kam zu einem standesgemäßen 3:12 für den RB Leipzig. Soweit nichts neues. Es wurde zahlreiche neue Spieler eingesetzt, die soweit als „OK“ einzustufen sind. Aber es kam auch ein gewisser Krzysztof Krol zu einem Testeinsatz, der nach einer Blutgrätsche mit 40 Metern Anlauf und nach 20 Minuten beendet war. Herrn Krol werden wir wohl in Leipzig nicht mehr sehen. Bei einem Testspiel derartige Geschütze aufzufahren, ist nicht hinnehmbar. Der RB Leipzig spielte einen recht coolen Ball, war aber – wie so oft in der vergangenen Saison – von Gegenangriffen überrascht.

Ausführlicher hat der Rotebrauseblogger das Spiel kommentiert.

So bleibt für Bullendompteur Peter Pacult die Erkenntnis: Er hat eine mindestens Drittliga taugliche Truppe. Aber er hat eben Leute in der Mannschaft, von denen man sich mehr erwartet. So war es eben ein Spiel, dass als „OK“ durchgeht, aber keineswegs einen Wow-Effekt erzeugt hatte.

Die weiteren Testspiele finden gegen folgende Gegner statt: Flota Świnoujście (1. polnische Liga), FSV Budissa Bautzen, TSV 1860 München II, VfB Auerbach, FC Grimma (Benefizspiel), Grazer AK (Österreichische Bundesliga), SV Krapfenberg II und FC Gratkorn. Dass mit Braunsbedra, Bautzen, Auerbach und Grimma Vereine aus der Region die Gegner sind, wird im Allgemeinen als positiv gesehen. Durch die Verwicklungen der letzten 20 Jahre beim 1. FC Lokomotive Leipzig und bei BSG Chemie Leipzig sind die Fußballinteressierten doch sehr argwöhnisch geworden. Viele wollen mehr als nur Dynamo Dresden aus Sachsen mindestens 2. Bundesliga spielen sehen.

Was gibt es noch neues? Die Saisonvorbereitung wird auch getragen durch 2 Trainingslager. Im ersten weilt die Mannschaft derzeit, und zwar im österreichischen Thalgau. In der zweiten Julihälfte folgt dann das Trainingslager in Bad Radkersburg, an das sich dann das DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg anschließen wird.

Ach ja, und in relativer Nähe zur Red Bull Arena wird derzeit ein neues Trainingszentrum gebaut. Argwöhnisch beäugt wird dies seit der Bekanntgabe. Kritiker sehen dieses Trainingszentrum leider gleich als Schiebung zwischen der Stadtverwaltung und dem „Dosenclub“. Ich sehe dieses Trainingszentrum als wertvollen Bestandteil für die gesamte Fußballentwicklung im Raum Leipzig.

Leipzig giert jedenfalls weiterhin nach höherklassigem Fußball. Da weder Lok Leipzig (Umbruch in der Vereinsführung) noch alles, was sich grünweiß nennt (Es sind mindestens zwei), hier nennenswert mit eingreifen können, wird der RB Leipzig wohl weiterhin seine Unterstützer finden. Ich hoffe nur, dass diese Unterstützung auch durch gutes Spiel mit viel Engagement und durch eine tadellose Vereinsführung und Nähe zu den Fans zurückgezahlt wird. Bislang habe ich da meine Zweifel, aber die Zeit wird entscheiden.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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