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SG Leipzig-Leutzsch: Die große Unbekannte im Leipziger Fußball

Zum 30.06. diesen Jahres stellte ja der FC Sachsen Leipzig den Spielbetrieb ein. Zum 01.07., also einen Tag später, wurde die Gründung der SG Leipzig-Leutzsch verkündet. Diese ist nun Hauptmieter im ehemaligen Heimstadion des FC Sachsen, dem Alfred-Kunze-Sportpark, die parallel existierende und früher vom FC Sachsen abgespaltene BSG Chemie Leipzig Untermieter.

Das ist alles soweit bekannt. Was aber ist die SG Leipzig-Leutzsch? Es handelt sich immernoch um eine große Unbekannte.

Am 20.07.2011 bestritt die SG Leipzig-Leutzsch ihr erstes Spiel, und zwar gegen den SV Fortuna Leipzig. Das Spiel wurde 8:0 gewonnen. Was man sah, waren engagierte Spieler in grünweiß gestreiften Leibchen ohne Trikotsponsor. Sofort kam die Frage auf: Wenn der Verein über einen Etat von 400.000 € verfügt, wer ist denn da Hauptsponsor? Sofort kam wieder das Gerücht auf, dass der RB Leipzig diesen Verein als „Farmclub“, also als Ausbildungsverein für sich hochgezogen hat.

Schaut man auf die mittlerweile aktive Vereinswebseite, findet man Werbebanner von Joma Sport, einem spanischen Hersteller von Sportartikeln aus der Region Toledo. Dieses Unternehmen bietet auch eine Webseite an. Mit großem Tamtam kommt ein Flash-Filmchen daher, die Seite an sich ist in Spanisch und Englisch aufgebaut. Sollte es sich tatsächlich um den Hauptsponsor handeln, wäre dies ein ziemlich großer Fisch für einen so neuen und relativ kleinen Verein.

Wie sind nun die Meinungen über den neuen Verein? Sie gehen weit auseinander, von „Ich wünsche sowohl der BSG Chemie als auch der SG Leipzig-Leutzsch alles Gute“ über „Ich hoffe, dass die Vernunft und Langatmigkeit siegt – zusammen“ bis zu „Leute, das ist alles wirklich lächerlich“ und „Keinen Fußbreit den Verrätern“ ist alles zu finden.

Dabei sollte eigentlich klar sein, dass sich der Stadtteil Leipzig-Leutzsch dauerhaft keine zwei Vereine leisten kann, dass aufgrund der wirtschaftlichen Lage maximal einer der beiden Vereine überleben wird. Ich vermute, dass die Negativ-Kommentare über die SG Leipzig-Leutzsch dem Umstand geschuldet sind, dass lange Zeit so gut wie nichts über den Verein bekannt war, aber ein verhältnismäßig großer Hype darum entstand.

Kommende Saison werden sich beide grünweiße Vereine in der Wernesgrüner Sachsenliga messen. Es ist hierbei in keinster Weise möglich, eine Prognose zu stellen. Eins ist sicher, die bevorstehende Saison entscheidet über den Fußball in grünweiß.

Hier noch kurz einige Vereinsinformationen: Der Kader besteht aus nur zwei ehemaligen Spielern des FC Sachsen II, 7 Spielern vom 1. FC Lokomotive Leipzig, 8 A-Nachwuchsspielern des 1. FC Lokomotive Leipzig und einigen Spielern des ehemaligen FC Sachsen Leipzig. Im Vorstand sitzt u.a. Jamal Engel, ehemaliges zentrales Führungsorgan des FC Sachsen Leipzig. Gespielt wird im Alfred-Kunze-Sportpark.

Wir lassen uns jetzt überraschen, was nun aus dem Leutzscher Fußball wird. Ich persönlich glaube nicht daran, dass viel nennenswertes herauskommt. Sportlich vielleicht schon, aber das reicht ja bekanntlich nicht aus, um einen erfolgreichen Verein zu haben.

 

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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