Und dann kommt Khedira zum RB Leipzig

Wie wäre es denn, wenn Khedira in Leipzig spielen würde? Bei dem angeblich so unglaublich verhassten Verein RB Leipzig. Wie wäre es, wenn der Mann mit dem berühmten Namen vom VfB Stuttgart nach Sachsen wechseln würde? Das kann ich Ihnen sagen: Das wäre ziemlich gelungen. Und es wäre auch gar nicht so ungewöhnlich von der Strategie des Vereins her. Rani Khedira passt scheinbar recht gut ins Mannschaftsgefüge. Wer? Ja, der kleine Bruder von Sami Khedira. Katze aus dem Sack, Artikel fertig, oder?

Der 20-jährige Schwabe tunesischer Abstammung kam in der abgelaufenen Saison zu mehreren Einsätzen in der Bundesliga und hat bislang ab der U-15 alle Stationen der Fußball-Nationalmannschaft mitgenommen. Er spielt wie sein Bruder im Mittelfeld und gilt als eins der größten Talente. Es wird im Allgemeinen gesagt, dass er einer von den jungen Wilden ist, er soll hungrig und zielstrebig sein. Und er soll voll in der Entwicklung stehen. Und so ein Spieler passt wunderbar zur Ausrichtung und Strategie von RB-Trainer Alexander Zorniger und Sportchef Ralf Rangnick.

Laut Guido Schäfer bei der Leipziger Volkszeitung hat Khedira zwar noch einen Vertrag beim VfB Stuttgart, aber beide Clubs haben sich bereits auf eine Ablösesumme verständigt. Damit eilt der Mittelfeldspieler seinem Entdecker und familiären Freund Frieder Schrof nach. Ob Schrof allerdings bei der Verpflichtung mit dabei war, ist jetzt nicht bekannt. Und der RB Leipzig äußert sich im Moment nicht zu der Personalie. Aber es heißt, dass Khedira bereits heute seinen Vertrag bei RB Leipzig unterschreiben soll.

In Sack und Tüten ist derweil ein anderer Wechsel. Und das ist ein Wechsel, bei dem die Traditionalisten wohl oder übel schimpfen und diskutieren werden. Es geht um Stefan Hierländer. Der 23-jährige Österreicher wechselt vom FC Red Bull Salzburg nach Leipzig. Ich höre schon die ganzen Kritiker, die da schimpfen werden, dass es um eine Mauschelei „innerhalb des Red Bull Konzerns“ geht. Aber dem ist ja wohl nicht so. Das kann ja auch gar nicht. Dazu handelt es sich um zwei administrativ getrennte Vereine. Nach 50 Spielen für den FK Austria Kärnten und 70 Spielen für Red Bull Salzburg kommt also ein erfahrener Spieler für die Offensive.

Derweil erledigt hat sich wohl eine weitere Personalie, die in den letzten Tagen immer wieder durch die Medien geisterte. Man wollte ursprünglich auch den 23-jährigen, in Bremen geborenen Deutsch-Amerikaner Terrence Boyd vom SK Rapid Wien verpflichten. Ich habe so etwas gelesen, das darauf hindeutete, dass einige Clubs – auch große Namen – an dem Stürmer der US-amerikanischen Nationalmannschaft interessiert waren. Aber Sport-Manager Andreas Müller lässt Boyd nirgendwo hin ziehen. Damit wäre die Personalie also vom Tisch.

Naja, es kursieren ja noch einige Namen. RB Leipzig wird aber nicht zum großen Rundumschlag ausholen. Die sportliche Leitung verfügt – entgegen aller Gerüchte, die immer gestreut werden – ja doch nicht über unbegrenzte Mittel und wird auch nicht jeden verpflichten, der gerade mal „in“ ist. So ist auch zu erklären, dass Lukas Teodorczyk definitiv nicht nach Leipzig wechselt. Man will ihn hier eben nicht mehr.

In Leipzig wird man Khedira und Hierländer jedenfalls begrüßen. Beide scheinen sehr gut ins Konzept zu passen. Und sie deuten das an, was Zorniger und Rangnick immer verkündet haben: Man wird sich verstärken, aber eben ausschließlich punktuell.

Bildquelle: Altes Logo von RB Leipzig – (C) RB Leipzig e.V.

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