Ein Kotau ist ein Kniefall. Aber nicht so ein Kniefall, wie ihn Willy Brandt Anfang Dezember 1970 in Warschau mit der Bitte um Vergebnung für die nationalsozialistischen Greueltaten tat. Kotau kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „Kopf stoßen“. Man fällt auf die Knie, um ehrerbietend einen „Gebieter“ zu grüßen. Dabei berührt man in gebührendem Abstand den Boden mit dem Kopf. Sie haben das sicherlich alle schon einmal in irgendeinem Film, der sich mit dem Kaiserreich China beschäftigt, gesehen.
Derzeit vollführen Regierungen einen politischen Kotau vor den Konzernen dieser Welt. Regierungschefs grüßen unterwürfig Konzernchefs. Die Politik ist der Wirtschaft zu Willen. Was da seit 1990 immer wieder versucht wird, ist die völlige Ebnung der Welt zum Wohle der Wirtschaft. Ich glaube, man muss sich bald sehr warm anziehen, wenn die Versuche weitergehen und auch nur halbwegs in eine für die Wirtschaft positive Richtung gehen.
Das transatlantische Freihandelsabkommen ist der Kotau der Politik vor Wirtschaftsinteressen. Wehe, wenn das wirklich kommt. Ich schreibe hier mal auf, was mir alles so untergekommen ist, als ich ein wenig danach gesucht habe.
Es kam, wie es kommen musste: Das Jahr 2013 neigt sich ganz gewaltig zur Seite und schielt schon mal um die Ecke in Richtung 2014, und schon kommt alle Welt daher und fragt, was wohl das kommende Jahr bringen wird. Nein, das wird jetzt kein Jahresrückblickvorschauvergleich oder so etwas in der Art. Ich schreibe einfach mal auf, was ich erwarte und befürchte, was kommendes Jahr auf mich zukommen könnte.