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Bauen wir eine Kirche in Pakistan!

Oh, Mann! Was habe ich mir in letzter Zeit an den Kopf gegriffen. Das Thema ist der Bau der unscheinbaren Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde im Leipziger Stadtteil Gohlis.

Nein, ich schreibe nicht noch einmal so einen riesigen Artikel wie die letzten Male, als ich mich zu dem Thema geäußert habe. Nur ein paar Worte zu dem Streitthema Nummer 1 in Leipzig.

Wenn man sich so in Leipzig, in mehr oder weniger mit Leipzig verbundenen Medien und Blogs umsieht oder durch die sozialen Netzwerke stöbert, dann stößt man auf zwei Lager: Die einen meinen, dass sie nichts dagegen haben, dass die Moschee kommt, und sie würden es sogar begrüßen. Zu dem Lager zähle ich auch die, die zumindest den Bau nicht verteufeln.

Und dann gibt es solche Meinungen, in denen man hört und liest, dass die Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde das personifizierte Böse sind. Und zu dem Lager zähle ich auch diejenigen, die tatsächlich Äpfel mit Birnen vergleichen und sagen: DIE würden es auch nicht zulassen, dass man in Pakistan oder dem Iran eine christliche Kirche baut.

Klar, man vergleicht eine multikulturelle Demokratie wie Deutschland (schon allein durch das Föderale des deutschen Ursprungs ist Deutschland Multikulti) mit einem totalitären Staat wie dem Iran. Mich wundert es eigentlich, dass man nicht gleich einen islamistischen Gottesstaat ins Feld geführt hat. Ich glaube, der Jemen würde sich dafür anbieten.

Ich glaube, wenn es einen multikulturellen föderalen Staat mit islamischer Staatsreligion gibt, dann würde der Bau einer christlichen Kirche sicherlich kein Problem sein. War es nicht so, dass Istanbul in der Türkei einen islamischen und einen christlichen Teil hat? Laut Wikipedia beherbergt Istanbul den Islam, das Christentum und das Judentum. Na und?

Man sieht also, dass es geht. Gut, Istanbul ist ein seltsamer Vergleich. Ich meine ja eigentlich nur, dass in einem Land mit dem Islam als – nun ja – Hauptreligion das Christentum durchaus seinen festen Platz hat. Insofern sollten wir die Kirche im Dorf lassen, die Moschee aber vielleicht auch.

Bildquelle: Hagia Sophia – By Gryffindor (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Bauen wir eine Kirche in Pakistan!”

  1. „Die“ sofern damit die Mitglieder der Gemeinde gemeint sind würden sicher einen Kirchenbau zulassen, wenn sie dort politische Macht hätten statt Verfolgung ausgesetzt zu sein. Der Neubau von Kirchen ist selbst im angeblich so laizistischem Türkenstaat nicht ohne Hürden möglich, in den Großstädten und in Gebieten wo die Minderheiten besondere Aufmerksamkeit aus dem Ausland erhalten dort geht es inzwischen – nachdem Erdogan Druck bekommen hat. Wie ironisch das ausgerechnet die in Dtl. unter Beobachtung stehende PKK mit ihrem politisch-demokratischen Arm in der Hauptstadt Kurdistans eine Kirche aufs feinste renoviert hat, auch die Synagoge ohne das nur ein Jude dort wohnt.

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