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PEGIDA und die Medien

Der Islam ist böse, und wir werden alle an ihm sterben. Wenn man sich derzeit so umschaut, könnte man denken, dass Massenproteste ablaufen, das halbe Land in Aufruhr ist und die Medien einfach mal gar nicht hinschauen. PEGIDA ist so ein Beispiel. Ich muss gestehen, dass mir dieser Begriff heute zum ersten Mal richtig auffiel. Aber das muss ja nichts schlechtes bedeuten. Denn die Medien scheinen das wirklich nicht großartig zu würdigen. Es muss ja dafür einen Grund geben, oder?

Es gibt eigentlich überall im Land Mahnwachen, die auch gern mal als „Wahnmachen“ bezeichnet werden. Auch sind landesweit Montagsdemos ausgebrochen. Plötzlich haben wir es dann auch mit HoGeSa zu tun, bei denen angeblich Hooligans gegen gewaltbereite Salafisten demonstrieren. Und seit einigen Wochen gibt es in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden „PEGIDA“. Und irgendwie sieht es so aus, als ob die Dresdner Sache völlig an den Medien vorbeigeht.

PEGIDA steht irgendwie für „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“. Angeblich würden wohl friedliche Bürger gegen – wie nennt man das – Überfremdung auf die Straße gehen. Wobei ich ja „Islamisierung des Abendlandes“ reichlich eigenwillig finde. Wenn ich so bei „Indymedia“ lese, dann ist das wohl alles von Leuten aus dem AFD-Umfeld organisiert. Irgendwie scheinen Wutbürger und derartige Leute mit dabei zu sein. Und irgendwie geht es mit unverhohlenem Rassismus zur Sache.

Bei „Journalistenwatch“ wird festgestellt, dass sich die Medien mit Informationen über solche Sachen wie PEGIDA lauthals leise geben. Immerhin sollen bei der PEGIDA-Geschichte rund 7000 Leute teilgenommen haben. Das muss ja irgendwem aufgefallen sein. Ja, ein paar Berichte gibt es darüber. Aber es ist trotzdem so, als tun die Medien fast so, als wären solche Veranstaltungen so etwas wie Ansammlungen von putzigen Leutchen. Und das stimmt nicht. Es sieht da immermal danach aus, als ob da auch gehörig nach rechts geschwenkt wird.

Ich habe ja nichts dagegen, dass man seine Meinung äußert. Das darf auch ruhig lauter sein. Natürlich gibt es handfeste Gründe für solche Dinge wie HoGeSa oder PEGIDA oder wie sie alle heißen. Aber man muss sich ja wenigstens seine Meinung bilden können. Und da gehört es sich einfach, dass die Medien da mitarbeiten.

Ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin, der noch nichts von PEGIDA gehört hat. Hier ist irgendwas in der Berichterstattung schief gegangen. Oder haben Sie von den Aufmärschen gehört oder gelesen? Also außerhalb von „Sonstiges“ und dergleichen, was man bestenfalls überfliegt?

Bildquelle: PEGIDADemonstration am Neustädter Markt in Dresden – (C) linksunten.indymedia.org

 

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 thoughts to “PEGIDA und die Medien”

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