Streik im Öffentlichen Dienst – morgen in Leipzig

Ich kann ja verstehen, dass die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst mehr Geld haben wollen. Schließlich wird ja auch alles mögliche teurer. Aber welche Auswirkungen das wieder hat. In Leipzig kommt es morgen zum zweiten Streiktag in kurzem Abstand. Wie gesagt, ich habe dafür Verständnis. Aber mal kurz darüber schreiben darf ich doch auch, oder?

Unter der Überschrift “Helden gibt es nicht umsonst” laufen immer wieder Streik-Aktionen im Öffentlichen Dienst ab. Morgen “trifft” es Leipzig. Unter anderem werden Hort-Einrichtungen bestreikt. Das ist insofern interessant, weil sich dann in der Schule kein einziger Lehrer für die Kinder zuständig fühlt. Nicht einmal zum Mittagessen werden die Zwerge mehr begleitet, weil das Aufgabe des Horts ist, und dieser ja bestreikt wird.

Wenigstens wurde uns als Eltern bereits am Montag offeriert, dass am morgigen Donnerstag kein Hort stattfindet. So konnten wir noch Vorkehrungen treffen, damit unsere Tochter versorgt ist, dass sie ihre Hausaufgaben machen kann, dass sie beschäftigt ist. Aber stellen Sie sich einmal vor, dass es Eltern gibt, die das nicht “einfach so” machen können. Was passiert denn da mit den Kindern?

Ich habe zwar von irgendwelchen Notfall-Horts gehört, die es in Leipzig wohl geben soll. Aber mir stellt sich da die Frage, wie die Kinder dorthin gelangen sollen. Denn diese Betreuung wird sicherlich auch dem Hort zufallen. Und der wird – richtig – bestreikt.

Wie gesagt, ich habe durchaus Verständnis für die Arbeitskämpfe. Aber nicht auf Kosten der Kinder. Oder was die Verkehrsbetriebe betrifft: Nicht auf Kosten der Umwelt. Hierzu rege ich einfach das Interesse der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst an, den Erfahrungsbericht von Mirko Müller in seinem Blog zu lesen. Denn es sind durchaus gewaltige Auswirkungen auf die Planung des täglichen Lebens, auf das Arbeitsleben, auf die Umwelt zu verspüren, wenn der Öffentliche Dienst einfach mal den Öffentlichen Personen-Nahverkehr lahmlegt.

Arbeitskampf schön und gut. Wie gesagt: Ich kann das verstehen. Aber wenn alle anderen Lebensbereiche auch davon betroffen sind und die Kinderbetreuung nicht mehr gesichert ist, dann hört es auf, witzig zu sein.

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