Unister: Wagner-Freunde auf Betrüger-Jagd

Die frühere Unister ist mal wieder Gesprächsthema. Und zwar auch nach der Neu-Firmierung unter dem neuem Namen. Man hat allerdings auch allen Grund dazu. Denn schließlich geht es nach wie vor um nichts anderes als um Betrug, das den Leipziger Reisevermittler ruiniert hatte. Und nun schauen wir mal kurz darauf, was es da an neuen Entwicklungen gibt.

Immer wieder Unister

Die Firma des gestorbenen Gründers Thomas Wagner geriet immer wieder in Schieflage. Und man brauchte Geld. Das lockte auch so einige schwarze Schafe an. Offenbar ist Wagner damals einem kroatischen Serienbetrüger ins Netz gegangen. Wobei sich sein Partner Korosides nicht erklären kann, wieso der als umsichtig geltende Wagner sich überhaupt auf diese windige Nummer eingelassen hatte.

Es liegen inzwischen Beschreibungen und Raster zu dem Betrüger vor. Ob das in irgendeiner Weise hilft, bleibt abzuwarten. Freunde des bei einem Flugzeugabsturz über Slowenien getöteten Thomas Wagner haben jedenfalls ein Kopfgeld in Höhe von 10000 Euro ausgesetzt. Damit soll der als Levy Vass bekannte Rip Deal Verkäufer gefunden und dingfest gemacht werden.

Keine Spur zu Vass

Der Name Levy Vass macht bei der Unister-Geschichte schon eine längere Zeit die Runde. Er soll derjenige sein, der die Holding des Unternehmens betrogen hatte. Er soll ein Diamanten-Händler sein und Thomas Wagner einen Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro angeboten haben, wenn dieser eine Kaution in Höhe von 1,5 Millionen Euro hinterlegen würde. Wagner übergab das Geld in Venedig in bar, erhielt jedoch außer 20000 Schweizer Franken nur Falschgeld.

Wo ist nun dieser ominöse Vass? Der soll Kroate sein, was man aus mitgeschnittenen Telefongesprächen schloss. Diese Frage stellt sich auch der Freundeskreis von Wagner. Und deshalb das Kopfgeld. Parallel dazu ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Es wurde eine Mail-Adresse eingerichtet, die man bei Erkenntnissen nutzen kann. Es wäre zu wünschen, wenn dieser Betrug dann doch irgendwann mal aufgeklärt werden würde.

Der Wirtschaftskrimi geht jedenfalls noch eine ganze Zeit lang weiter. Dass es Unister wirtschaftlich alles andere als gut ging, ist ja nun kein Geheimnis. Vor zwei Jahren meldeten die Holding und diverse Töchter von Unister Insolvenz an. Davor gab es den Vorwurf der Insolvenzverschleppung. Man startete neu. Und man ist Partner von RB Leipzig. Wenn nun noch Vass gefunden wird, kann es endlich wieder vorwärts gehen. Aber wie wahrscheinlich ist das?

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