Das SEO Mimimi

Tut mir leid, aber ich kann das nicht so richtig ernst nehmen. Die ganzen SEO-Buden, die ihren Kunden immer Dienstleistungen angeboten haben, die im Endeffekt auf bezahlte Gastartikel oder gekaufte Facebook Fans oder dergleichen hinausliefen, die kommen nun langsam hinter dem Ofen vor und stellen fest: Google lässt sich nicht mehr so einfach veralbern. Ein großes „Mimimi, was soll denn nun werden“ geht da durch eine ganze Branche.

Ich wundere mich gar nicht, dass ich in den letzten Tagen nicht mehr so wirklich Anfragen von irgendwelchen SEO-Buden erhalte, die mir einen einzigartigen Artikel andrehen wollen, der auch noch zu meiner Seite passt. Mich wundert es auch nicht wirklich, dass ich nicht mit Anfragen zugeschüttet werde, einen Link zur Webseite XYZ zu setzen.

Denn eins ist mal klar: Google hat gesprochen, viel mehr der SEO-Gott Matt Cutts. Was der alles gesagt hat, spielt gar keine so große Rolle. Jedenfalls denken jetzt die ganzen SEO-Buden, dass die neue Strategie bei Google dazu führt, dass man wieder damit geizt, einen Link zu setzen. „Mimimi, was soll denn nun werden?

Dass das Blödsinn ist, sollte klar sein. Wenn ich irgendwas erwähnenswert finde, dann weise ich auch mit einem Link darauf hin. Dazu braucht die Seite, auf die ich verlinke, keine SEO-Armada in die Spur zu schicken. Das Zauberwort heißt hier: Interessanter Inhalt. Wer etwas von sich gibt, auf das ich nicht verlinken möchte, der gestaltet seinen Inhalt eben für mich nicht interessant genug.

Das Ganze hat nichts mit Linkgeiz zu tun. Das ist völliger Blödsinn. Und da kommen die SEOs um die Ecke und jammern dem Internet die Ohren voll, dass sie keine Lösung für „dieses Problem“ haben. Ich weiß nicht, welches Problem das sein soll. Kann mich da mal jemand aufklären? Ist es wirklich so ein großes Problem für Webseitenbetreiber, interessante Inhalte zu produzieren? Oder liegt das Problem einfach nur bei den SEOs, denen das Geschäft erschwert wird?

Es gibt einen einfachen Mechanismus: Schreibe ich etwas interessantes, findet das jemand anderes vielleicht so gut, dass mein Inhalt verlinkt wird – auf der Webseite, bei Facebook oder wo auch immer. So kommen dann vielleicht auch andere Leser mal bei mir vorbei. Wer weiß das schon? Wenn es da jetzt heißt, dass die „Facebook Fanbase“ entscheidend ist, ist das nicht richtig. Es ist einzig und allein entscheidend, wie gut oder schlecht mein Artikel ist.

Mehr gibt es eigentlich dazu nicht zu sagen. Oder?

Bildquelle: Google – (C) Simon via pixabay.de

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5 Kommentare

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Dieser ganze SEO-Wahn(sinn) ist nicht mehr normal und führt nur dazu, dass viele Artikel einfach gähnend langweilig sind. Und was nutzt ein fader Artikel, wenn er zwar gefunden wird, aber keine Sau ihn lesen will?

  2. Hallo Henning,

    Du schreibst mir aus der Seele. Dieses ganze SEO-Gedönse wird eh viel zu hoch gehangen. Für mich bleibt die beste Seo-Optimierung der Content. Der alte Spruch: „Content is King“ war richtig und wird immer richtig bleiben. Gerade im Zeitalter vom Web 2.0 wird guter Content Ratz-Fatz per „Mundpropaganda“ weiter gegeben. Und das schneller als Tante Google indizieren kann.

    In diesem Sinne wird dieser Artikel von mir weiter empfohlen.

    Beste Grüße,

    Thomas

    1. Hallo Thomas,

      da hast du völlig Recht. Was ich schon alles gelesen habe, was man unbedingt machen muss als Freizeitblogger. Man soll SEO-optimierte Überschriften haben, Keywords möglichst oft im Text unterbringen usw. Wenn das jemand machen würde, würde kein Mensch mehr den Text verstehen. Aber Google würde das sicher cool finden, dachten die bis jetzt. Aber mir geht es um meine Leser, insofern kann es nur so gehen, dass der Inhalt interessant genug sein muss, damit das jemanden interessiert.

      Danke für die Empfehlung! Beste Grüße zurück.

  3. Wobei ich noch anmerken möchte, dass dieser Optimierungswahn der größte Quatsch ist, wenn die Optimierungstools bestenfalls nur die Hälfte der so hoch geschätzten Backlinks finden. Damit sind an diesen orientierte Rankings schon ad absurdum geführt. Ich glaube, hier wird von der selbsternannten Rankingfeuerwehr SEO der Brand vorher angefacht, um zu unterstreichen, wie wichtig die Feuerwehr ist.

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