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Facebook: Von AGB und dem Tod

Facebook ist tot, am Ende, erledigt. Selbst schuld, wer noch dort ist. Wer cool ist, ist sowieso woanders. Facebook ist eh nicht zeitgemäß. Was liest man nur alles über Facebook. Sie ja auch, oder? Nun kommen die noch mit neuen AGB daher. Ein Skandal ist das. Kommt, wir hauen alle ab. Die sollen nur sehen, was sie damit angerichtet haben.

Also erst einmal zur Einordnung: Facebook ist nach wie vor dass größte soziale Netzwerk der Welt. Und das Angebot ist profitabel. Und was die Nutzerzahlen betrifft, so kann man durchaus konstatieren: Facebook ist alles andere außer tot. Weit über eine Milliarde Nutzer, über 1 Milliarde mobile Nutzer, alle möglichen Nutzerzahlen wurden gesteigert. Der Gewinn wurde damit um ein Drittel gesteigert. Und wie kommt man dann auf die Idee, dass Facebook am Ende sei? Ganz so stimmt das dann wohl doch nicht, wie auch hier zu lesen ist.

Facebook wird ja gern als böser Bube hingestellt. Da besitzen die doch tatsächlich die Frechheit, ihre Nutzungsbedingungen anzupassen. „Ich widerspreche…“ – Das hat jeder schon mal in seine Klowand gespült bekommen, richtig? Das ist unser Facebook, nicht das von Facebook, Inc. Merkt euch das! Wir wollen keine neuen Nutzungsbedingungen, sonst könnt ihr was erleben.

Noch einmal, wie ich es immer mal hier reingeschrieben habe: Wem die Nutzungsbedingungen nicht passen, der mög sich doch bitteschön von Facebook abmelden. Aber aufpassen, in welcher Reihenfolge man das macht: Erst alle Daten im Profil löschen, dann alle Kontakte löschen und erst dann den Account löschen.

Wer seinen Account bei Facebook nicht dauerhaft löscht (Deaktivieren zählt nicht), der stimmt den Nutzungsbedingungen zu. Diese unsinnigen „Hiermit widerspreche ich…„-Bilder sind einfach nur Unfug. Es ist selbstverständlich nicht klar, was Facebook mit den Daten anstellt. Sie müssen sich an geltendes Recht halten. Als US-Konzern natürlich auch an US-Recht. Man muss eben aufpassen, was man alles im Netzwerk veröffentlicht. Also zumindest sollte man einmal darüber nachdenken. Diese Bildchen interessieren Facebook jedenfalls überhaupt nicht.

Fakt ist, dass Facebook, Inc. der Hausherr des Netzwerks ist. Wer sich nicht mit dem einverstanden erklärt, was Facebook im eigenen Haus tut, der muss – richtig – seinen Account löschen. Man bedenke immer, dass der Dienst Facebook kostenlos für den Nutzer ist. Wie sollen denn die Server betrieben werden? Wer soll sich um die Pflege des Dienstes kümmern? Für lau gibt es sowas nicht. Also wird Werbung eingeblendet. Ich glaube nicht, dass Facebook Daten verkauft. Sie bauen mit Cookies im Browser rum, um Werbung möglichst genau anzuzeigen, aber das war es dann auch.

Facebook ist ein gewaltiger Dienst, der irgendwie finanziert werden muss. Wer diesen Deal für die kostenlose Nutzung nicht eingehen möchte, muss seinen Account eben dauerhaft löschen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Der Tod des Netzwerks ist so etwas jedenfalls nicht.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 thoughts to “Facebook: Von AGB und dem Tod”

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