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Tristesse am Bahnhof - (C) Claus Weisweiler / pixelio.de Tristesse am Bahnhof - (C) Claus Weisweiler / pixelio.de

Deutsche Bahn: GDL setzt Streik aus, EVG könnte aber starten

Die ganze Nacht hat die Deutsche Bahn mit der Gewerkschaft GDL verhandelt und sich auf eine Schlichtung geeinigt. Nun schießt die EVG zurück. Mit der einen Gewerkschaft hat man sich zumindest auf einen Weg der Vernunft für die kommenden Wochen geeinigt, da kommt die andere um die Ecke und droht Streiks an. Die Deutsche Bahn hat es nicht einfach. Nun freut man sich aber erst einmal über das Ende des GDL-Streiks.

Was wurde auf die GDL eingedroschen. Aber irgendwie kann ich das Tun der GDL nachvollziehen. Denn es geht um mehr als nur Geld. Aber trotzdem war sich da der eine oder andere nicht zu blöd dafür, Gülle über eine Gewerkschaft zu kübeln. Zumal ja nur ein Ausschnitt aus dem ganzen Konflikt beleuchtet wurde, die Gesamtsituation aber unbeachtet blieb. Sei es, wie es sei. Genug geschimpft. Wer sich derart im Ton vergreift, wird mit Konsequenzen rechnen müssen. Das kann man nun mal nicht als Humor abtun, zumal der, um den es geht, nicht das erste Mal derart gekübelt hat.

Jedenfalls haben sich GDL und Deutsche Bahn darauf geeinigt, es nun mit einer Schlichtung zu versuchen, um eine für beide Seiten tragbare Lösung zu finden. Beginnen soll die Schlichtung am 27. Mai, und dann gilt für die Zeit der Schlichtung von 3 Wochen die Friedenspflicht. Entscheidend mitgewirkt hat als Vermittler der ehemalige Bundesarbeitsrichter Klaus Bepler. Und für die Bahn ist der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und für die GDL der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow der jeweilige Schlichter.

Störfeuer kommt nun von der GDL-Konkurrenz-Gewerkschaft EVG. Denn mit der verhandelt ja die Deutsche Bahn parallel. Und die EVG hat nun für den Fall, dass die Deutsche Bahn in der letzten anstehenden Verhandlungsrunde kein tragfähiges Ergebnis vorlegen würde, Streiks angedroht. Die EVG verhandelt auch bereits seit einem Jahr mit dem Konzern. Hier dürfte es also spannend werden.

Jetzt wird offenbar allen klar, warum die Deutsche Bahn einen Tarifvertrag für alle haben will und nicht mit jeder Gewerkschaft gesondert einen aushandeln will. Jetzt warten wir einmal ab, was da jetzt dabei herauskommt. Was die GDL betrifft, so will man um 19 Uhr den Streik beenden und würde wohl in den Vorbereitungen dazu stecken. Bis sich der Fahrplan normalisiert hat, dürfte es aber ein wenig dauern. Mal sehen, ob die Schlichter hier eine wirkliche Lösung erzielen oder nicht. Was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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