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Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de

22 Jahre Werbebanner

Am 27.10.1994 ging das erste Werbebanner der Internet-Geschichte online. Es war eine recht banale Werbung vom Telekom-Riesen AT&T, was den Anstoß gab. Es wurde einfach die Frage gestellt, ob man denn jemals mit der Maus dorthin geklickt habe. Und dort, wo man hinklicken soll, stand „Du wirst“. Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen, und irgendwie kann man die Werbung nicht mehr sehen. Ich schreibe mal ein paar Worte dazu auf.

Wäre es doch nur bei so einer recht einfachen Art und Weise der Werbung geblieben, dann wäre alles gut geworden. Webseiten hätten einfach ein paar statische Bildchen angezeigt, die beim Klicken zur Zielseite geführt hätten. Aber nein, man musste ja alles noch geiler, noch besser, noch effizienter und so weiter und so fort machen. Es ging nicht darum, eine mögliche Balance zwischen den Interessen der Werbeindustrie und denen der Nutzer zu finden.

Und so erfand man Analysewerkzeuge und begann, dem Nutzer in die Wäsche zu gucken. Werbeanbieter sind da wirklich ziemlich effizient. Und viele Werbebanner fingen an, lauthals irgendwas vor sich hin zu krakeelen. Es gab auch Werbebanner, die irgendwelchen schädlichen Code mitlieferten und beim Nutzer auf dem Computer einpflanzten. Das war dann also die neue Welt, in der alles noch geiler und besser und effizienter war. Das haben sich aber die Nutzer nicht einfach so bieten lassen.

Was war die Folge? Es entstand eine Art Krieg zwischen Webseiten-Betreibern und Werbetreibenden auf der einen Seite und Nutzern und Werbeblocker-Industrie auf der anderen Seite. Das ging dann soweit, dass Webseiten-Betreiber einen daher jammerten, dass die bösen Internet-Nutzer ihnen die Wurst vom Brot klauen würden. Eigentlich ist es erst ein wenig ruhiger geworden, seitdem klar ist, dass Werbeblocker-Netzwerke auch nur Werbebuden sind, die mit dem Anzeigen von Werbung Geld verdienen. Die Webseiten, auf denen das geschieht, zwar nicht, aber das ist den Nutzern und Werbeblockern egal.

Da kommen nun heute Experten um die Ecke und tun so, als sei das Werbebanner eine beispiellose Erfolgsgeschichte gewesen. Überraschung, das war es nämlich nicht in jedem Fall. Wie ich eingangs schrieb: Hätten sie es doch nur so einfach gelassen. Nicht schlimmes wäre passiert. Aber nein, es wussten ja die Experten besser. Man kann alles in Grund und Boden optimieren. Am Ende muss ich aber feststellen, dass auf der Einnahmenseite bei mir mit Werbebannern nicht so viel herumkommt, als dass ich das als Erfolg bezeichnen kann. Aber das ist nur ein subjektiver Eindruck.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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