Skip to main content
faking_news

Fake News: Facebook ist Teil des Problems

Es werden allerlei Geschichten zusammen gelogen und als Nachrichten unter die Leute gebracht. Man sagt dazu auch, dass es „echte Nachrichten“ seien. Es gibt gar Generatoren für Fake News – also Falschnachrichten, Falschmeldungen und all das. Und mit diesen Fake News lässt sich prima Geld verdienen. Manche machen mit diesen nachweisbaren Lügen sogar kolossal viel Geld. Und zwar auch und vor allem via Facebook. Damit ist Facebook Teil des Problems, warum es Fake News gibt.

Es geht ja nicht so sehr um „Diese Frau fand eine verwahrloste Katze und peppelte sie wieder auf. Was dann geschah, verschlug jedem die Sprache“ oder so etwas. Sondern es geht um wirklich falsche Nachrichten, die von echten Nachrichten nicht zu unterscheiden sind. Es gibt gar Generatoren für „Breaking News„. Und man kann alles behaupten. Südafrikanische Milliardäre zahlen Afro-Amerikanern jeweils 1 Million US-Dollar, wenn sie die USA verlassen. FBI-Agenten werden tot aufgefunden. Und all solche News. Das Problem ist: Die stimmen alle nicht.

Das sind zusammen geschusterte Falschmeldungen, die gekonnt mit automatischen Mechanismen über die sozialen Netzwerke gestreut wurden und aufgrund des Einsatzes von Bots eine enorme Reichweite erlangten. Und Facebook redet sich auf unglaublich plumpe Art und Weise heraus. Ich schrieb gerade von Bots und Reichweite. Und so ist es möglich, dass eine Falschmeldung wesentlich mehr Nutzer erreicht als 99 echte Geschichten. So sind dann zwar immernoch 99% aller Dinge authentisch, und Facebook hätte damit Recht. Aber diese Fake News sind ein riesiges Problem, zu dem auch Facebook beigetragen hat, weil solche Mechanismen einfach mal möglich waren.

Fake News sind zum Teil viel erfolgreicher als echte News. Die Fake News haben auch den US-Wahlkampf beeinflusst. Da kann sich Mark Zuckerberg noch so sehr hinstellen und seinen 99-Prozent-Unsinn behaupten. Es bleibt dabei, dass der Netzwerk-Riese einfach mal in der Pflicht ist und dringend handeln muss. Das dürfte aber noch dauern, da sich mit Fake News und der enormen Reichweite auch unfassbar viel Geld verdienen lässt. Und da Facebook als gewinnorientiertes Unternehmen auf die Einnahmen schaut, wird sich der Riese wohl erstmal weiter herausreden.

Es wurde immer unwichtiger, was Nachrichtenquellen wie CNN, die Washington Post oder so recherchierten. Irgendwelche Seiten wie „endingthefed.com“ waren rund um die US-Wahl wesentlich erfolgreicher. Das ist in etwa das Gleiche wie in Deutschland mit Tagesschau, Spiegel oder der Zeit, wenn es doch die „Deutschen Wirtschafts-Nachrichten“ gibt. Nur haben die Falschmeldungen eine der wichtigsten Wahlen der Welt gewonnen. Und das darf durchaus beunruhigen.

Facebook wird sich weiter hinstellen und die Schultern zucken. Denn es bleibt ja bei dem einen Prozent, welches Unfug verbreitet. Aber dieses eine Prozent tut dies mit dem allergrößten Erfolg und Gewinn. Und Facebook verdient daran mit. In der Endkonsequenz kann das ja eigentlich nur bedeuten, dass der einzelne Nutzer genau prüfen muss, welche Meldungen echt sind und welche nicht. Das ist aber eine ganze Menge Arbeit. Wer macht sich die denn schon? Aber wenn einmal die Bots die Falschmeldungen gekonnt gestreut haben und Algorithmen greifen, ist es meistens zu spät. Aber was erzähle ich denn da? Will das jemand wissen?

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 10 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Fake News: Facebook ist Teil des Problems

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.