Webmaster Friday – Leserbindung im Blog – Was tun?

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Webmaster FridayDas ist, glaube ich, die Frage aller Fragen: Wie schafft man es, dass ein Leser, der den Blog das erste Mal besucht, wiederkommt und das vor allem gern tut? Man kann es schon als die Mutter aller Blogger-Fragen bezeichnen. Und so ist eben auch das Thema des aktuellen Webmaster Fridays.

Es wird der Frage auf den Grund gegangen, wie man den Leser an den Blog bindet. Nein, nicht wörtlich, denn wir verwenden ja keine Fesseln. Aber wie erreicht man es, dass jemand, der den Blog besucht hat, auch wieder einmal vorbeischaut?

Überlegungen zur Leserbindung

Es geht zunächst einmal nicht darum, möglichst viele Besucher zu haben. Was nützen mir denn Unmassen an Besuchern, die die Arbeit, die hinter diesem Blog steht, nicht zu würdigen wissen, weil sie viel zu kurz auf der Seite sind. Das ist ja keine Hexerei, so etwas herauszufinden. Ein Besucheransturm, der im groben Durchschnitt weniger als 30 Sekunden auf der Seite verweilt, ist nicht wirklich ein Leseransturm.

Viel wichtiger sind mir persönlich wirkliche Leser. Und Leser können eben auch über einen Artikel diskutieren. Das erlebe ich immer wieder über Google+, wo mehr diskutiert wird als in einem anderen sozialen Netzwerk. Und ein wirklicher Leser bleibt eben länger als ein paar Sekunden. Und er schaut vielleicht, was man sonst noch so auf der Seite findet. Oder ein wirklicher Leser hinterlässt einen Kommentar.

Ich glaube, so falsch sind da meine Gedanken nicht. Aber wie erreicht man denn nun eine stetige Stammleserschaft? Ich meine, ich will ja niemanden dazu nötigen, hier zu lesen.

Mögliche Gesichtspunkte

Im oben genannten Artikel vom Webmaster Friday ist die Rede von technischen Hilfsmitteln. Sicher kann man die nutzen. Das mache ich ja auch. So gibt es bei mir eine Newsletter-Funktion, die mit einem Plugin realisiert wird: „Post Notification“ heißt es. Man kann sich da registrieren und erhält zu ausgewählten Kategorien eine Email, sobald in dieser ein neuer Artikel auftaucht. Und ich hatte mal ein Plugin im Einsatz, das automatisch meine Artikel zu Facebook und Twitter gepumpt hat. Das fand ich aber nicht mehr zeitgemäß, und so habe ich das gelassen.

Ein anderer Gesichtspunkt ist, dass man hier und da mal eine Anleitung hat. Ich weiß, dass hier noch Nachholbedarf bei mir besteht. Aber sie kommen vor, die Anleitungen. Manch einer macht sogar Ebooks und verknüpft diese mit dem Blog. So schafft man prima Referenzen.

Aber das Wichtigste dabei ist, das finde ich übereinstimmend überall und auch in meiner eigenen Haltung: Der Inhalt. Ist der interessant und nachvollziehbar und bringt einen Wiedererkennungswert mit anderen Artikeln im Blog mit sich, dann trifft man vielleicht den Nerv von Lesern, die dann gern wiederkommen.

Alles andere ist meiner Meinung nach kalter Kaffee. Was nützen technische Hilfsmittel, wenn die Artikel im Blog fürchterlich sind, sowohl vom Stil als auch vom Inhalt her? Irgendwie würde ich mich da nicht wohl dabei fühlen. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich immer aus meiner Warte schreibe. Und es scheint den einen oder anderen zu interessieren. Und diese Leser, die sind es wert, den Blog so ausschweifend zu schreiben. Weil diese Leser das so lesen wollen. Und das ist auch gut so.

Das schreiben andere

Es gibt so viele Aspekte, die man hier beachten kann. Andreas vom Blog CatMoney hat sich auch darüber ausgelassen. Urs Charpentier verfolgt die Ansätze, regelmäßig Artikel zu schreiben und die Interaktion mit den Lesern zu suchen. Melanie mit ihrem Blog Trampelpfade sieht wie ich und viele andere den Inhalt als das A und O für Besucher.

Fazit

Leserbindung ist ein langatmiger Prozess. Wie soll denn jemand von dem guten Inhalt eines Blogs erfahren, wenn der grad frisch gestartet ist? Dass ein Blog gute Inhalte hat, wird sich erst im Laufe von Monaten oder Jahren herumsprechen. Und nicht für jeden ist der gleiche Inhalt gut. Aber ohne Inhalte wird es nicht gehen.

Und die Leser muss man mitnehmen. Was ist denn bitteschön ein Schreiberling, dem seine Leserschaft egal ist? Aber der stellt sich ja auch nicht die Frage des Webmaster Fridays.

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Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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