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Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de Mit Werbung vollgepflastert - (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de

Werbeblocker und all sowas

Ja, ich habe schon des Öfteren über dieses Thema geschrieben. Wäre ich nicht über eine Seite gestolpert, wäre es auch dabei geblieben. So aber muss ich mal ein paar Takte wieder zum Thema AdBlocker aufschreiben. Ich kann da irgendwie gar nicht anders. Ich denke, manches läuft da falsch in diesem Internet.

Stolz wird die Idee präsentiert, ein Fenster über den Inhalt zu legen, wenn ein Werbeblocker aktiv ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass so etwas nicht funktionieren kann. Ich habe ja auch mit Hinweisen herumgespielt, wie man es am besten erreichen kann, dass der Besucher seinen Werbeblocker ausschaltet. Ich hatte dann eine Weile lang ein Plugin im Einsatz, mit dem dem Besucher ein Hinweis anstelle der Werbung angezeigt wurde, wenn dieser die Seite mit aktivem Werbeblocker aufrief.

Aber irgendwie ist das unter dem Strich alles eine Bevormundung. Ich denke, das führt alles immer zur Ablehnung. Klar, der eine oder andere wird wohl das Browser-Plugin anpassen. Aber es läuft doch alles auf Bettelei des Betreibers (also ich) und Bevormundung des Besuchers hinaus. Das kann man doch nicht machen. Deshalb gibt es diesen Kram bei mir nicht mehr. Ich kann ganz gut ohne Hinweise leben.

Natürlich könnte ich mehr Werbung schalten. Oder ich könnte mit einem WordPress-Plugin ein Fenster über den Inhalt legen. Aber ich will doch niemanden vergraulen. Ich kann es doch nicht ändern, wenn man lieber den Werbeblocker aktiv hat. Das ist nun einmal so, das haben hunderte, tausende Webseiten vergurkt, die eben unanständig mit Werbung umgehen. Nun muss man als Webseiten-Betreiber damit leben. Eine andere Möglichkeit hat man ja nun nicht.

Ich könnte mir natürlich ein „Powered by XYZ“ holen, aber dann würde ich mir so vorkommen, als würde ich mich verkaufen. Und das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Also bleibt das weiterhin eine Webseite, die mit geringen Mitteln finanziert wird. Das ist in Ordnung. Wenn das Verhältnis zwischen Leser und Blogger dann weiterhin in Ordnung ist, kann jeder beruhigt sein. Auch ohne Hinweise und störende Fenster und sowas. Nicht wahr?

Bildquelle: Mit Werbung vollgepflastert – (C) PublicDomainPictures CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Werbeblocker und all sowas

  1. Ich kann deinen Standpunkt verstehen, aber „Bevormundung“ würde ich es nicht nennen. Ich zwinge niemanden die Bewerbeblöcke anzuschauen oder darauf zu klicken. Es muss lediglich die Möglichkeit bestehen und das halte ich für zumutbar.

    @Du hast keine Wahl
    Da fällt mir spontan ein Lied von den Ärzten ein „deine Schuld“:
    …Glaub keinem der dir sagt, dass du nichts veärndern kannst
    Die die das behaupten haben nur vor Veränderungen Angst
    Es sind die Selben die erklären es sei gut so, wie es ist
    Und wenn du etwas ändern willst, dann bist du automatisch Terrorist….

    Was ich damit sagen will ist, dass du immer eine Wahl hast und wenn du es besser machen kannst, dann tu es. Ich gebe dir recht, dass man dadurch vielleicht 20%, 30% oder sogar 50% seiner Leser verliert, aber dann ist es so. Ich bin aber der Meinung, dass Fehlverhalten korrigiert werden kann:)

  2. Der Umgang mit einem Adblocker verlangt natürlich vom Anwender auch etwas!

    Zunächst wird diese Art von Tool installiert, um hässliche und aggressive Werbung zu blockieren. Allerdings kann der User jederzeit (je nach Webseite) Ausnahmen zulassen. Hintergrund: Bezahle ich den Autor via Werbeeinblendung für seine Arbeit mir diese Informationen zur Verfügung zu stellen. Oder lebe ich die Kostenloskultur und bin dann irgendwann bei einem Redaktionsbüro in Hannover, welches mir Lokaljournalismus für Leipzig anbieten will.

    P.S.: Schau Dir mal https://laterpay.net/ an. Ist ein interessantes Konzept bzgl. Erlösgenerierung.

    Achso – es kommt natürlich darauf an, ob Mann/Frau/Mensch vom Schreiben leben will oder muss bzw. es um ein echtes „Hobby“ geht.

  3. Hi Henning,
    ich setze keine Werbeblocker ein und habe nie Werbeblocker eingesetzt. Wenn ein Blog mit überdimensionalen Layern und PopUps arbeitet, muss ich schauen, wie wichtig es für mich ist, dort Feedback zu hinterlassen und ob ich das Blog schon länger kenne. So schnell verschwinde ich nicht, aber es wäre schon etwas störend, wenn bei jedem Seitenaufruf ein PopUp auftauchen würde.

    Ich denke, dass die meisten deutschen Blogs keine PopUps einsetzen und das ist auch gut so. Kleinere Bildchen wie Hinweise auf Social Media oder wegen dem Mail-Abo sind kein Problem und da können es auch kleinere PopUps sein, die mich nicht stören. Alles was gross ist und die Seite verdeckt, ist schon eine andere Liga und das empfinde ich als störend. Aber hey, das muss jeder Blogger selber wissen, ob er damit arbeiten möchte :).

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