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Bloatware vom Netzbetreiber frei Haus

Bloatware ist so ein Trigger-Wort. Das ist diese Sinnlos-Software auf Smartphones, die man manchmal nicht mehr auf legalem Weg wieder los werden kann. Und wenn man irgendwas mit Bloatware ins Internet schreibt, dann horchen viele auf. Denn es ist ein Ärgernis, dass mit diesen Programmen der Speicher reduziert, das Gerät langsamer und unübersichtlicher wird. Und nicht selten hört man, dass Bloatware auch ein Risiko und ein Einfallstor sein kann. Nun liest man, dass ein Netzbetreiber direkt Entwickler für eben jene Bloatware sucht, die man dann auf Smartphones spulen kann. Ernsthaft?

To bloat ist das englische Verb für aufblähen. Mit Bloatware wird das Smartphone mit Funktionen überladen, die für die meisten Nutzer keinen Nutzen haben. Was macht man da im Normalfall? Klar, man deinstalliert Software, die nicht hält, was sie verspricht. Jetzt machen Sie das mal mit der vorinstallierten Software vom Hersteller oder Netzbetreiber. Sie werden scheitern, das wird einfach nicht funktionieren. Also fasst man den Müll in einem entsprechenden Ordner zusammen und lässt den Kram links liegen. Oder etwa nicht?

Bloatware macht inzwischen einen Datenbestand von zum Teil mehreren hundert Megabyte aus. Das ist beträchtlich. Und sie macht eigentlich nur auf Android-Geräten Sorgen, da niemand wirklich weit genug bei iOS von Apple oder Windows Phone von Microsoft herankommt, um so einen Dreck zu installieren. Und nun macht sich der US-Telekomriese Verizon auf den Weg, die Android Smartphones seiner 92 Millionen Kunden mit Bloatware zu befüllen. Dafür sollen Anbieter von Apps eine Summe X bezahlen.

Angeblich könnte man die Apps von Verizon einfach wieder deinstallieren. Deshalb sind die Anbieter von Apps gewarnt und steigen nicht ganz so blauäugig auf den Deal ein. Und vom Netzbetreiber hört man kein Wort. Wie dem auch sei, es wirft nicht unbedingt ein allzu gutes Licht auf die Mobilfunk-Anbieter. Ich frage mich, ob so ein wilder Plan wie der von Verizon auch in Deutschland Schule machen könnte. Momentan haben wir ja eigentlich nur die Tarif-Apps der Anbieter. Aber wie wäre es denn, wenn zum Beispiel O2 noch einen Routenplaner oder so etwas in der Art aufs Handy pappen würde?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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