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Pokémon: Pikachu-Horde - (C) Voltordu CC0 via Pixabay.de Pokémon: Pikachu-Horde - (C) Voltordu CC0 via Pixabay.de

Pokémon Go Versicherung: eine tolle Sache ist das

Versicherungsprodukte gibt es wie Sand am Meer. Im Zuge des Hypes um Pokémon Go gibt es eine Pokémon Go Trainer Unfall-Versicherung. Etwas wichtiges. Jeder Spieler des Spiels braucht das nun unbedingt. Sagen zumindest die Versicherungskonzerne. Klar, wir reiten alle auf dem Pokémon Hype durch die Gegend und versuchen, an dem Spiel mitzuverdienen. Aber wie ist das jetzt eigentlich? Braucht irgendwer eine solche Versicherung? Reden wir mal darüber.

Kennt irgendwer das Pauke-Prinzip? Das ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen und beschreibt das Ereignis Unfall. Es handelt sich um ein „Plötzlich von Außen auf den Körper einwirkendes Ereignis“. Wenn man also gegen eine Glastür läuft und sich dabei die Nase bricht, ist das ein Unfall. Wer von einem Auto angefahren wird, hat einen Unfall. Passiert das auf dem Arbeitsweg, ist das ein Arbeitsunfall und wird über die Berufsgenossenschaft abgedeckt. Andernfalls durch die die gesetzliche Unfall-Versicherung oder eben auch privat geschlossene Verträge. Soweit nichts neues.

Neu sind die Pokémon-Versicherungen. Die sind so sinnvoll wie Erdbeben-Versicherungen in Gebieten ohne tektonische Aktivität. Von denen bekommt der verunfallte Pokémon-Spieler allerhöchstens etwas, wenn er quasi mit dem Kopf unterm Arm das Spiel nicht mehr fortsetzen kann. Und es muss eine dauerhafte Schädigung sein. Wenn der Kopf also wieder anwächst, gibt es keinen Heller von der Versicherung. Bei diesen Versicherungen fehlen wichtige Dinge wie eine Unfall-Rente und viele weitere Elemente.

Wer jetzt der Meinung ist, sich versichern zu müssen, um Unfall-Risiken abzusichern, braucht auf gar keinen Fall so etwas wie diese nutzlosen Pokémon-Versicherungen. Wer bitte hat sich denn so einen Quatsch einfallen lassen? Wer eine Unfall-Versicherung möchte, sollte lieber gleich einen richtigen Vertrag abschließen, nicht nur so einen Unsinn. Lesen Sie mal nach, was hier einer vom Fach erzählt. Und auch andere erzählen von dem fehlenden Nutzen. Es ist natürlich eine Idee, um Geld zu verdienen. Aber einen wirklichen Sinn und Nutzen hat die Pokémon-Versicherung nicht. Also: Finger weg.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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