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WhatsApp künftig gebührenfrei, aber…

WhatsApp hat angekündigt, dass es künftig nicht mehr nötig sein wird, die 89 Cent für eine Jahreslizenz auszugeben. Das ist eine gute Sache. Oder eben auch nicht. Je nachdem, wie man es sieht. Denn bei jeder Medaille gibt es auch eine Kehrseite. So auch bei der Nachricht, dass WhatsApp künftig kostenlos nutzbar sein soll. Und das müssen wir uns einfach mal kurz ansehen. Denn das Ganze könnte einen Pferdefuß haben.

Die Webseiten feiern derzeit ab, dass WhatsApp künftig keine Gebühren mehr für die Nutzung mehr haben will. Der Gründer Jan Koum hat kundgetan, dass a) die 89 Cent wegfallen werden und b) WhatsApp weiterhin werbefrei bleiben soll. Zudem will der Messenger-Anbieter eine Unternehmenslösung erarbeiten. Aber bleibt die auch kostenfrei? Wie wollen die denn dann Geld verdienen? Wir erinnern uns ja daran, dass WhatsApp zu Facebook gehört.

Man will sich als eine Art „Schweizer Taschenmesser“ verkaufen. Man will Zusatzdienste anbieten, wie eben einen Bezahldienst, eine Fahrtenvermittlung, Kommunikation mit Unternehmen. Aber irgendwie schwingt da mit, dass sich da zwei Messenger eines Konzerns einen Boxkampf liefern werden. Denn der Facebook Messenger macht ja ähnliches. Irgendwie wird sich da doch nur ein Dienst durchsetzen. Was macht da der andere, um profitabel zu bleiben?

Ich denke, hier rücken Nutzerdaten mal wieder in den Fokus. Angeblich sollen Mitteilungssysteme eingeführt werden, beispielsweise wenn der Flug Verspätung hat oder so etwas. Aber ist das glaubwürdig? Irgendwie sehen es Nutzer sozialer Netzwerke so kommen, dass WhatsApp nun doch die Nutzerdaten einsetzen wird, um Profit zu erwirtschaften. Zumal ja Kommunikation zwischen Firma und Kunde immer auch sensible Daten enthalten kann. Und da traut man WhatsApp nicht wirklich weit über den Weg.

Jetzt stellen wir uns mal das mobileTAN-Verfahren vor. Da werden die TANs für das Online-Banking per SMS zugestellt. Wenn jetzt WhatsApp noch weiter die SMS zurückdrängen wird und künftig so etwas wie mobileTAN auch darüber ablaufen soll, wird mir richtig Angst. Wie gesagt, der Vorwurf, dass der Mutterkonzern Facebook die Nutzerdaten verkaufen würde, steht ja nach wie vor im Raum und drängt sich wieder verstärkter auf, seitdem es heißt, dass WhatsApp kostenlos wird.

Was sagen Sie? Haben Sie auch ein blödes Gefühl, was WhatsApp betrifft? Ich nutze WhatsApp eh nur rudimentär und würde eh solche Dienste wie die genannten darüber nutzen. Aber es kann ja sein, dass tatsächlich Nutzer auf solche Dinge gewartet haben. Wie schätzen Sie das denn ein mit dem Umstieg auf kostenloses WhatsApp?

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „WhatsApp künftig gebührenfrei, aber…

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