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Rücklichter und Autobauer – Gedenken an die Handbremse

Fahren Sie eigentlich auch im Dunkeln Auto? Gerade jetzt im Herbst und dann im Winter stellt man eine Allerweltskrankheit der Autos fest. Und diese ist nicht zu unterschätzen.

blendend helles Bremslicht - Screenshot von motortalk.de

Die Allerweltskrankheit ist die Bremslichtblenditis. Wann immer ein Auto zum Stehen kommt, sieht man schon von der Ferne drei hell erleuchtete rote Lampen am Heck eines Auto. Und je größer das Auto ist, desto heller strahlen die Lampen und desto größer sind diese Lampen.

Manche Autos sind durch den Bleifuß auf dem Bremspedal von der Internationalen Raumstation ISS zu sehen. Und zwar nicht wegen irgendwelcher GPS-Signale, sondern durch eben diese drei roten Leuchten.

blendendes Rücklicht - Handyschnappschuß mit verfälschtem Nummernschild

Flugzeuge weichen diesen Lampen aus, weil die Piloten Atomkraftwerke dahinter vermuten. Sind aber per Bleifuß eingerastete Bremspedale aneinandergereiht, sprich Autoschlangen mit permanent leuchtenden Bremslichtern, dann versuchen vielleicht die Piloten der Flugzeige, dort zu landen.

Eine weitere Gefahr sind Blendeffekte der dahinter wartenden Verkehrsteilnehmer. Plötzlich ist dann, wenn die Ampel auf Grün schaltet, das viele rote Licht aus. Der dahinter wartende Verkehrsteilnehmer sieht dann nicht, wohin er fährt, weil ihm Blitze durch die Augen fahren. Er hat sich schlichtweg die Augen verblendet.

Und da frage ich mich: Was ist nur mit der guten, alten Handbremse, unserer geliebten Feststellbremse? Ist die Benutzung dieser völlig aus der Mode gekommen? Wird die Benutzung dieses komischen Hebels zwischen Fahrer und Beifahrer nicht mehr geschult? Ist es bequemer, einen Bleifuß im rechten Bein zu bekommen, statt entspannt auszukuppeln, die Handbremse anzuziehen und die Beine zu entspannen?

Ich wurde ernsthaft einmal gefragt, ob meine Bremse defekt sei, weil sie an der Ampel, während mein Auto stand und ich auf Grün wartete, nicht dauerhaft die drei grellroten Lichter ins Dunkel warf. Bei den Begriffen “Handbremse” oder “Feststellbremse” werde ich auch bisweilen sehr fragend angesehen. Und was das Anfahren dann betrifft: Die hinter mir stehenden Autos brauchen einige Zeit, um hinter mir herzukommen, weil deren Fahrer völlig überrascht sind, dass ein Auto ohne ausgehendes Bremslicht anfahren kann.

Darum meine Verbesserungsvorschläge an die Autobauer dieser Welt: Eine Handbremse ist eine wertvolle Erfindung. Man darf sie ruhig benutzen. Vielleicht sollte auf diesen Hebel wieder konsequenter hingewiesen werden. Außerdem finde ich es gut, wenn die Lichter nicht so groß und hell sind, dass sie problemlos von Rassen aus fernen Galaxien geortet werden können. Beides zusammen würde im Endeffekt der Umwelt nützen, weil Tiere und Pflanzen nicht ununterbrochen einen Sonnenaufgang vermuten, weil neben ihnen ein Auto an einer Ampel steht.

Und nebenbei bemerkt: Es ist alles nicht so ernst gemeint. Ich habe nur keine Erklärung, warum man sich einen Krampf ins Bein holen muss, statt die Handbremse zu benutzen.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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