Fehler 404 - Datei nicht gefunden - (C) Geralt Altmann via Pixabay.de

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In eigener Sache – Webseite wegen PIWIK-Analytics nicht verfügbar

Über Stunden stand meine Webseite heute nicht zur Verfügung, und ich wusste anfangs nicht, woran das lag. Entschuldigung an meine Leser. Der Grund für den Ausfall ist schnell erzählt: Meine Analytics-Software PIWIK war schuld. Aber es zog einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her. Ich bin nicht wirklich glücklich darüber, wie das gelaufen ist. Aber das lässt sich nun nicht mehr ändern. Die Geschichte ist nun ja vorbei, und meine Seite läuft wieder.

Ich hatte im Laufe der letzten Zeit mitbekommen, dass PIWIK alles andere als wirklich flüssig läuft. Es holperte und stockte wie ein Auto aus der Vorkriegszeit. Und irgendwie zog das meine Webseite in Mitleidenschaft. Außerdem habe ich seit einiger Zeit die vage Vermutung, dass PIWIK keine genauen Daten mehr liefert. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. Und ich muss sagen, am zuverlässigsten arbeitet da immernoch Google Analytics. Und das habe ich erst einmal wieder eingebaut.

Ich wollte ein bisschen abwarten, bis Analytics sich gefangen hat, und dann PIWIK zurückbauen. Allerdings stellte ich heute Mittag mit Verblüffung fest, dass weder meine Webseite, noch der dahinterliegende FTP-Server auf irgendeine Weise erreichbar waren. Auf Anfrage per Ticket bei meinem Hoster erhielt ich eine merkwürdige Aussage.

Mein Hoster, mit dem ich seit Sommer 2013 äußerst zufrieden war, hat meinen kompletten Account gesperrt. Und zwar, weil ich PIWIK im Einsatz hatte, das den Server, auf dem mein Webspace-Paket liegt, stark beeinträchtigt hätte. Um schlimmeres zu verhindern (oder so), hätte man schnell handeln müssen und darum den Account gesperrt. Und man würde sich darüber freuen, wenn ich mithelfen würde, PIWIK zu entfernen.

Nun denn, ich wollte PIWIK eh los werden. Aus verschiedenen Gründen. Hauptsächlich den oben genannten. Und ich hatte mir so eine schöne Anleitung zurecht gelegt, wie ich PIWIK rückstandslos entfernen kann. Allerdings brauchte ich dafür FTP-Zugang, der ja auch gesperrt war. Und es dauerte einige Zeit, bis der Zugang wieder frei war. Und dann ging alles ganz schnell:

  1. Datenbank-Backup (bereits gestern erledigt)
  2. Datenbestandsbackup (bereits gestern erledigt)
  3. Piwik Tracking Code von der Webseite entfernen
  4. Piwik-Ordner auf dem FTP löschen
  5. Datenbank-Dateien, die mit Piwik zu tun haben, löschen

Ausführlich beschrieben hat das Ganze Stefan Böttcher in einem 6 Minuten langen Video. Das sollte sich jeder, der sich von PIWIK trennen möchte, ansehen.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
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Jedenfalls bin ich nun PIWIK los. Ich werde hier noch die eine oder andere Anpassung vollführen. Die Datenschutzerklärung muss ja angepasst werden. Aber das ist das kleinere Übel. Das größere Übel ist, dass mein Vertrauen in meinen Hoster erschüttert ist. Natürlich verstehe ich, dass sie so reagieren mussten, wie sie reagiert haben. Ich hätte das nicht anders gemacht. Aber hätte man da nicht vorwarnen können? Frei nach dem Motto: „PIWIK ist bäh, hau das runter, sonst sperren wir dich“ – Aber es muss wohl eine ziemlich rasche Handlung meines Hosters gewesen sein.

Die Webseite läuft wieder, und das ist das Wichtigste. Ich schaue jetzt erst einmal, wie sich das weiter entwickelt.

7 Kommentare zu „In eigener Sache – Webseite wegen PIWIK-Analytics nicht verfügbar“

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  5. Moin, Moin,

    ich hatte auch Probleme mit dem Analyse-Plugin Piwik/Matomo. Allerdings war mein Blog ganze 4 Wochen deswegen offline, bis mein Hoster endlich in die Pötte kam und die überlaufende Datenbank entsperrt hat. Auch mein Vertrauen in die Zusammenarbeit mit dem Hoster ist deswegen erschüttert. Immer kamen nur Vertröstungen, man würde sich um die Angelegenheit kümmern und ich würde bald benachrichtigt.

    Das Blog besteht seit 10 Jahren. Also viele Daten.

    Problem: Datenbank hatte über 2 GB. Maximale Grenze beim Hoster.
    Ursache: Analyse-Plugin Piwik/Matomo. Beanspruchte von den 2 GB ganze 1,5 GB, also etwa 70 % oder 2/3 des Speicherplatzes!
    Lösung: Piwik-Tabellen aus der Datenbank löschen.

    Mittlerweile habe ich Piwik komplett deinstalliert und betreibe es auch nicht wieder mit einer eigenen Datenbank, was ja möglich wäre. Allein die zu einem Versuch installierten zwei notwendigen Plugins für die Analyse erzeugten 46 (!) Tabellen in der Datenbank der WP-Installation (das sind etwa 50 % aller bisherigen vorhandenen Tabellen). Also gleich wieder alles gelöscht.

    Aber die eigentliche Fehlerursache wie oben beschrieben habe ich nur durch eigene wochenlange Arbeit und Posten in mehreren Foren gefunden. Ein Kollege in einem Forum brachte schließlich den zielführenden Hinweis auf die Piwik-Tabellen.

    Wer den Thread nachlesen möchte: https://www.macuser.de/threads/datenbank-speichererweiterung.893255/

    1. Ja, das ist wahr. Ich habe zwar irgendwann wieder Matomo eingeführt. Und bislang hat das Ganze keine Probleme mehr gemacht. Aber ich beobachte das dennoch ganz genau. Und wer weiß, vielleicht geht es ja auch ganz anders.

      Die Problematik bei Matomo ist halt die Dimension. Man stellt sich halt immer die Frage, ob man das wirklich alles braucht. Deshalb halte ich ja die Augen offen. Aber ich bin ja beruhigt, dass es nicht nur mir so ging.

  6. Ich betreibe neben meinem Blog mit mehreren Tausend Seitenaufrufen am Tag noch vier andere Websites, diese haben aber relativ wenige Seitenaufrufe von vielleicht 50–100 am Tag. Mangels genauerer Information musste ich feststellen, dass ich die Sammlung von Daten von Piwik/Matomo von allen fünf Websites alle in die Datenbank des Blogs umgeleitet hatte. Das wusste ich bisher nicht. Somit hat diese Datenbank von fünf Websites über viele Jahre hinweg Daten gespeichert. Aber immer noch kein Grund, dass Piwik/Matomo wie erwähnt 70 % des Speicherplatzes der Datenbank beansprucht hat. Und ein versuchsweises Anlegen von Piwik/Matomo mit den beiden notwendigen Plugins und einer eigenen Datenbank für Piwik/Matomo – wie man es eigentlich machen soll – bescherte mir gleich 46 (!) neue Tabellen nur für die Plugins in der Datenbank des Blogs. Das sind auch schon wieder fast 50 % aller vorhandenen Tabellen in der Datenbank. Deswegen habe ich diesen Versuch auch sofort wieder abgebrochen und mich von Piwik/Matomo definitiv verabschiedet.

    Ich teste derzeit noch andere Analyse-Plugins wie WP Statistics und Statify. Und anscheinend wird auch JetPack den Weg der Geschichte gehen und ausrangiert werden.

    Denn zum einen ist es immer noch nicht DSGVO-konform. Und zum anderen zeigt es viel zu wenige Besucher und Seitenaufrufe auf meinem Blog an. Zuerst dachte ich, es sei umgekehrt, JetPack korrekt, die neuen Plugins viel zu hohe Zahlen.

    Nun scheint es eher umgekehrt, dass mir die beiden anderen, neuen Plugins deutlich höhere, korrekte Besucherzahlen und Seitenaufrufen angeben. Und JetPack tatsächlich zu wenig anzeigt. Vermutlich misst JetPack mit JavaScript, und dies wird beim Tracken von vielen Browsern oder AdBlockern blockiert. Die beiden anderen Plugins messen mit PHP und das scheint deutlich zuverlässiger und auch realistischer zu sein.

    Somit hat mir JetPack in den letzten Jahren immer falsche und deutlich zu geringe Zahlen vorgehalten und ich war falsch informiert.

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