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Ein Blog ist ein Tagebuch - (C) lil_foot_ CC0 via Pixabay.de Ein Blog ist ein Tagebuch - (C) lil_foot_ CC0 via Pixabay.de

Always online: Muss das sein?

Always online, nichts verpassen, immer die Nachrichtenströme in den sozialen Netzwerken verfolgen: Muss man das selbst als Blogger tatsächlich machen? Oder wie ist das? Ich glaube, ich muss da was überdenken. Nämlich meine Nutzung der sozialen Netzwerke. Also hauptsächlich Twitter. Und das will ich einfach mal erklären. Denn ich glaube, ich habe da einen grundsätzlichen Denkfehler gemacht. Passen Sie mal auf.

Irgendwann vor Jahren bin ich mal der irrigen Idee aufgesessen, dass ich immer am Ball bleiben muss, um möglichst viel zu irgendeinem Thema mitzubekommen. Ich habe die sozialen Netzwerke gewälzt, die Nachrichten gelesen und all das. Ich habe immer gedacht, dass das so sein müsste, wenn ich zu einem Thema genügend erzählen möchte. Aber irgendwie ist das schief gegangen.

Denn irgendwie ist es dann so gekommen, dass ich immer Twitter offen habe und mehrmals am Tag die anderen Netzwerke und Nachrichten-Portale überprüft habe. Es hat sich auch dahingehend geäußert, dass ich quasi immer zu irgendwas etwas zu sagen hatte. Ich glaube, das hat mir nicht gut getan. Ich muss daher etwas anders machen. Im Prinzip ist das kein großes Ding. Man muss halt umdenken. Aber genau das ist schwierig.

Ich meine, ich weiß ja, dass sich die Welt auch ohne mich weiter dreht. Aber muss ich wirklich ständig Twitter offen haben? Ich glaube nicht. Genauso, wie ich nicht glaube, zu allem etwas erzählen zu müssen. Ich werde ja auch immer älter und sage mir, dass man mit seiner Zeit sorgsam umgehen muss. Mit anderen Worten: Mir ist schon klar, dass das nicht so die tolle Idee ist, das so zu machen, wie ich es mache.

Wie war denn das früher? Ich hatte in den Neunzigern ein Handy namens Nokia 5130. Kein Internet, keine ständige Verfügbarkeit, kein Müssen. Und ich kam wunderbar damit klar. Als das „neue“ Nokia 3310 vorgestellt wurde, erinnerte ich mich daran. Mit meinem Samsung Wave 3 vor Jahren hatte ich allerdings Blut geleckt und das mobile Internet für mich entdeckt.

Nein, ich habe mir gedacht, ich trete hier auf die Bremse. Ich meine, wenn ich mich eh nicht so wichtig nehme, muss ich auch nicht überall dabei sein und meinen Senf dazu geben. Warum sollte ich denn pausenlos Twitter auf haben? Wozu etliche Tweets einfach immer wieder überblättern? Ich denke, ich habe das Alles überschätzt.

Ob ich nun dediziert einen bestimmten Tag in der Woche zur Internet-freien Zone erkläre oder nicht, werde ich sehen. Jedenfalls muss Schluss damit sein, ständig die sozialen Netzwerke zu überprüfen, ob irgendwas zu sehen ist, wozu ich mich äußern muss. Ob damit dann weniger Artikel entstehen, weiß ich nicht. Ich nehme aber an, dass das nicht schlimm ist.

Ich bin nicht der Nabel der Welt. Die Sonne dreht sich nicht um mich. Wieso nur habe ich geglaubt, ich müsste immer online sein? Das muss anders werden. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 thoughts to “Always online: Muss das sein?”

  1. Da sehen wir die Dinge ja doch ganz ähnlich. Je mehr ich mich umhöre und mit Leuten darüber unterhalte, desto mehr finde ich, die eine Auszeit oder ein geregeltes Maß für sich befürworten.

    1. Ja, ich denke, dass das Internet zwar ein Segen ist, aber man darf sich nicht zu sehr segnen. Klar sehen wir das ähnlich, wir sind ja Menschen. Und Menschen wollen nicht ständig online sein.

  2. Ich habe mich jüngst erst in zwei Artikeln mit dem Thema befasst. Nein, weder muss ich, noch möchte ich immer online sein. So toll die Möglichkeiten heute sind. Mich zum Sklaven von ihnen zu machen, kommt nicht in die Tüte.

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