Evernote, das digitale Gedächtnis und ich

Man wird ja nicht jünger. Irgendwann muss man sich Gedanken darüber machen, wie man seine Gedanken organisiert bekommt. Ich kann mich noch an Notizzettel erinnern, auf denen stand: „Hattu Kopp wie Sieb, muttu aufschreiben“. Aber dann sucht man irgendwann seine Zettel. Heute sind die Zettel digital und heißen Evernote. Mit der Zeit wird daraus ein Zettelkasten und somit so etwas ähnliches wie ein digitales Gedächtnis. Und darum geht es in diesem Artikel.

Was ist Evernote?

Ja, unzähligen Leuten ist die App ein mehr oder weniger geläufiger Begriff. Die Sache ist halt die, dass man immer mehr Informationen bekommt, die man vielleicht irgendwann verarbeiten kann, aber eben nicht gleich. Was macht man dann damit? Ich dachte immer: „Ach, das merkst du dir schon“. Aber genau das ist nicht passiert. Mit der Zeit wird das eben wirklich ein bisschen viel. Man würfelt Informationen zusammen oder vergisst irgendwas. Wenn man dem Selbstmanagement eine Chance geben will, muss man so etwas wie eine Notizen-App unbedingt einsetzen. Und bei mir ist das eben Evernote.

Das Ganze gibt es seit fast 10 Jahren. Der Dienst wurde gegründet, um webbasiert Notizen festzuhalten und zentral zu speichern. Mittlerweile gibt es neben der Webseite auch Apps und Programme. Und man kann all das mit einem Account verbinden und so seine Notizen zentral verwalten und erstellen. Und so kann man Evernote für viele Dinge des alltäglichen Lebens verwenden. Ob es Einkaufszettel sind, Kochrezepte, sogar eine Wissensdatenbank funktioniert mit Evernote. Und nicht jeder muss zwangsläufig dafür bezahlen.

Wofür nutze ich Evernote?

Ich habe insgesamt im Moment vier verschiedene Notizbücher in Evernote. Die werde ich mal ganz kurz vorstellen. Dann wird vielleicht auch etwas klarer, wozu ich Evernote eigentlich verwende.

Allgemeines

Man kann nicht alles irgendwie klassifizieren. Wenn ich mir irgendwas notieren will, werfe ich das Alles erstmal dort hinein. Ob es irgendwelche Rezeptideen für zuhause sind, der Öl- oder Benzinverbrauch vom Auto, wilde Gedanken, die man vielleicht irgendwie im Hinterkopf behalten will, irgendwelche Kniffe, die mir bei irgendwas weitergeholfen haben… All die Gedanken, die einem so zugeworfen werden, kommen erstmal dort hinein. Und von dort werden sie unter Umständen weiter sortiert, wenn es sein muss. Auch all das akut wichtige kommt dort hinein.

Blog-Ideen

Sie können sich sicherlich vorstellen, dass man nicht aus jedem wilden Gedanken einen Blog-Artikel zusammen fuchteln kann. Oftmals ist es so, dass Ideen reifen und erweitert werden. Viele werden verworfen. Aber man muss die Ideen sammeln. Dafür habe ich das Notizbuch „Blog-Ideen“ eingerichtet. Dort kommen all die Ideen rein, die ich nach und nach abarbeiten will. Ich meine, es ist doch klar: Ich habe teilweise ziemlich umfangreiche Artikel. Die schreibe ich nicht oft am Stück. Dazu habe ich meine Blog-Ideen und feile darin nach und nach einen Artikel. Ich habe dazu keinerlei Zeitdruck oder so. Es ist ja alles da. Und zwar immer.

Rezepte

Wir essen gern gut. Das erfordert natürlich auch Ideen, was man kochen kann. Beim Schmökern auf Koch-Webseite fällt einem irgendein Rezept auf. Das kann man ja problemlos speichern. Im Chrome auf dem Smartphone kann ich eine Webseite, wenn mir danach ist, teilen. Und wenn ich will, kann ich das Rezept dann auch in Evernote ablegen. So habe ich schnell Zugriff auf solche gespeicherten Dinge. Und so lässt sich auch eine Rezept-Sammlung erstellen. Auch Scans lassen sich ablegen. Das ist alles ziemlich komfortabel.

Wissensdatenbank

Kennen Sie den Ausspruch „Wissen ist: Wissen wo’s steht“? Da findet man irgendeine Lösung zu einem Problem, das man seit Ewigkeiten lösen will. Aber was macht man denn dann damit? Schön wäre es doch, wenn man sich eine Wissensdatenbank anlegen kann und dann ggf. anderen weiterhelfen kann. Und vor kurzem habe ich angefangen, genau so etwas in Evernote anzulegen. Und das Schönste an der Sache ist: Das ist wunderbar durchsuchbar, man kann jeden Eintrag mit Schlagworten versehen und kategorisieren.

Was habe ich mit Evernote noch vor?

Man hat ja recht großartige Möglichkeiten mit Evernote. Und so kommen immer wieder die eine oder andere Idee hinzu, was man noch mit Evernote anfangen kann. Kann man eventuell Verträge verwalten? Kann man seine Passwörter verwalten? Ja, das kann man alles machen. Ob man das machen sollte, ist eine ganz andere Geschichte. Aber es geht jedenfalls. Was ich noch gar nicht so auf dem Schirm hatte, sind Listen. Darüber habe ich dieser Tage mal gelesen. Damit werden ja die Möglichkeiten noch umfangreicher.

Fazit

Nein, das ist kein Werbeartikel. Das muss man ja immer wieder betonen. Ich sehe Evernote einfach nur als ein gutes Tool, um all seine Notizen irgendwie im Blick zu behalten und Ordnung in das Chaos mit den Gedanken zu bringen. Es herrscht viel zu viel Chaos. Und so ist das auch mit all dem, was man so für seine tägliche Arbeit braucht. Oder was man zum Bloggen alles im Kopf behalten muss. Und ich kann sogar Termine vergeben und all das.

Wer viel um die Ohren hat, sagt nicht umsonst, dass sie oder er den Kopf voll hat. Wie soll man da denn noch sinnvoll arbeiten können? Man muss sich doch den Kopf frei machen. Und wie gesagt: Ordnung rein bringen. Mir gelingt das Ganze mit Evernote so allmählich. Das mögen andere anders machen. Und das ist auch in Ordnung so. Wichtig ist aber, dass man es macht.

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