Was soll ich denn noch mit Xing?

Lassen Sie uns netzwerken! Unzählige solcher Nachrichten erhielt ich bisher auf Xing. Irgendwie nennen die sich Karriere-Netzwerk oder so. Es geht darum, Geschäftskontakte einzusammeln. Ich kenne wen, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der die-und-die Qualifikation hat. Toll, was? Aber ich stelle mir seit längerer Zeit die Frage, was ich denn noch damit soll. Was soll es mir persönlich bringen, bei Xing angemeldet zu sein?

An dem Hamburger Unternehmen ist zu mehr als der Hälfte der Burda-Verlag beteiligt. Das bedeutet ja, dass irgendwie ein Verlag dort das Sagen hat. Mir missfällt hier, dass die Verlagsinhalte dominieren könnten. Aber davon mal abgesehen. Ich sehe keine Notwendigkeit, dort registriert zu bleiben. Vielleicht kann mir das ja mal jemand erklären. Kann das niemand, werde ich meinen Account dort löschen.

Ich bin niemand, der pausenlos irgendwelche Kontakte im Internet knüpft. Vor allem nicht geschäftlicher Natur. Ich bin recht zufrieden mit dem, was ich habe. So ist das auch mit meiner Arbeit. Was soll ich also auf einem Karriere-Netzwerk hocken bleiben, das mir nicht mehr bietet als andere soziale Netzwerke? Vielleicht will ich ein wenig Datenhygiene betreiben. Was soll ich denn überall registriert bleiben, wenn ich es sowieso nicht nutze?

Seit längerer Zeit schon nerven mich irgendwelche Netzwerk-News, Job-Benachrichtigungen und all das. Ich habe einfach keine Lust darauf, mir das unnützerweise noch lange anzutun. Wenn ich denn nur irgendeinen Mehrwert daraus hätte ziehen können. Dem war aber nicht so. Und jetzt habe ich seit langem keine Lust mehr. Und deshalb muss es zu einer Entscheidung kommen.

Vor zwei Jahren schon habe ich mich gefragt, was ich damit noch soll. Im Prinzip ist das Ganze ja eine Heiratsbörse für Geschäftsleute. Es gibt viel zu viele Kontaktsammler dort. Was soll ich denn nur mit irgendwelchen Leuten, die nichts mit meinem Fachbereich zu tun haben und mich trotzdem in ihrem „Xing-Netzwerk“ dabei haben wollen? Vielleicht ergibt sich dies, vielleicht tut sich das? Lauter Vielleichts und Möglicherweisen.

Nein, das will ich alles nicht. Was ich an Aktivitäten im Bereich der sozialen Netzwerke so mache, ging immer schon wunderbar ohne Xing. Und deshalb wird es wohl so kommen, dass ich mich von dem Netzwerk aus Hamburg trennen werde. Oder hat irgendwer eine Erklärung, was ich dort noch soll?

Das könnte Sie auch interessieren:

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×SaveYourInternet

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

vielen Dank für Ihr Interesse. Leider steht unser Service heute nicht zur Verfügung. Wir protestieren gemeinsam mit der Autorenschaft der Wikipedia gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die im Parlament der Europäischen Union Ende März verabschiedet werden soll, und schalten unsere Seite für 24 Stunden ab.

Monatelang haben EU-Kommission, EU-Parlament und der EU-Rat im sogenannten Trilog hinter verschlossenen Türen an einem neuen EU-Urheberrecht gearbeitet. Im Kern geht es darum, die finanziellen Interessen der großen Medienkonzerne gegenüber Betreibern von Internetplattformen durchzusetzen.

Ausgetragen wird dieser Konflikt auf den Rücken der Internetnutzer und Kreativen. Diese müssen nach dem aktuellen Entwurf mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das freie Internet, wie wir es kennen, könnte zu einem „Filternet“ verkommen, in dem Plattformbetreiber darüber entscheiden müssen, was wir schreiben, hochladen und sehen dürfen. Denn das geplante Gesetz schreibt Internetseiten und Apps vor, dass sie hochgeladene Inhalte präventiv auf Urheberrechtsverletzungen prüfen müssen. Selbst kleinere Unternehmen müssten demnach fehleranfällige, teure und technisch unausgereifte Uploadfilter einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht einzuhalten (Artikel 11).

Wenn Sie unsere Kritik an der geplanten Urheberrechtsreform teilen, werden Sie aktiv: