Wurde Linksunten.Indymedia.org nun verboten?

Die Plattform Linksunten.Indymedia.org galt immer schon als extrem. Ich habe sie selbst oft genug aufgerufen, um zu wissen, dass das durchaus richtig ist. Ich habe oft genug von Gewaltaufrufen gelesen. Im Prinzip ist das Portal ein Sammelbecken derer, die mit äußerster Gewalt den Rechtsstaat zu Fall bringen wollen. Hauptsache Chaos, Hauptsache Zerstörung. Nun heißt es, dass Linksunten.Indymedia.org verboten wurde.

Was ist Indymedia?

Wenn das nur so einfach zu erklären wäre. Eigentlich heißt die Organisation „Independent Media Center“ – also unabhängiges Medienzentrum – und ist an sich ein nicht-profitorientiertes Netzwerk von Journalisten und Aktivisten aus der Medienbranche. Ihren Ursprung hat sie im Umfeld der Globalisierungsgegner. Indymedia hat auch in der Vergangenheit immer wieder Preise eingesammelt. Also wirkt das Alles nicht mal sehr verwerflich, oder?

Wäre da nicht die Unter-Plattform Linksunten. Die sah sich immer wieder mit Linksextremismus-Vorwürfen konfrontiert. Und es kam immer wieder zu Aufrufen der speziellen Art. Ob es nun die ANTIFA war oder wer auch immer, die Subdomain linksunten.indymedia.org wird von der linksextremen Szene genutzt. Jeder, der will, kann anonym dort irgendwas veröffentlichen, was ich selbst probiert habe. Und die Gesamtplattform Indymedia steht wegen solcher Dinge unter Beobachtung, auch wegen Terrorismus-Vorwürfen.

Gab es nun das Verbot gegen Linksunten.Indymedia.org?

Die Hauptseite der Unterdomain ist in der Tat nicht verfügbar. Es wird von technischen Problemen geredet. Ich habe aber bis eben eine durchaus funktionierende Version gefunden. Also was nun? Wurde die Seite jetzt verboten oder nicht? Es heißt, dass das Bundesinnenministerium das Verbot erlassen hatte. Und man hatte wohl die Betreiber der Plattform in Freiburg aufgesucht. Man wollte Computer und weitere Beweismittel sichern. Das Ganze läuft als Vereinsverbot. Und hier muss man erstmal sehen, wie das weitergeht.

Die Frage muss aber erlaubt sein, wann eine rechtsextreme Plattform dieser Art verboten wurde. Es gibt nämlich mal wieder den Vorwurf, dass das Bundesinnenministerium auf dem rechten Auge blind sei. Es ist alles relativ merkwürdig. Keine Frage, Indymedia muss man schon kritisch sehen. Aber es wirkt irgendwie so, als sei das gerade ein Verbot wegen des Bundestagswahlkampfes.

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×SaveYourInternet

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

vielen Dank für Ihr Interesse. Leider steht unser Service heute nicht zur Verfügung. Wir protestieren gemeinsam mit der Autorenschaft der Wikipedia gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die im Parlament der Europäischen Union Ende März verabschiedet werden soll, und schalten unsere Seite für 24 Stunden ab.

Monatelang haben EU-Kommission, EU-Parlament und der EU-Rat im sogenannten Trilog hinter verschlossenen Türen an einem neuen EU-Urheberrecht gearbeitet. Im Kern geht es darum, die finanziellen Interessen der großen Medienkonzerne gegenüber Betreibern von Internetplattformen durchzusetzen.

Ausgetragen wird dieser Konflikt auf den Rücken der Internetnutzer und Kreativen. Diese müssen nach dem aktuellen Entwurf mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das freie Internet, wie wir es kennen, könnte zu einem „Filternet“ verkommen, in dem Plattformbetreiber darüber entscheiden müssen, was wir schreiben, hochladen und sehen dürfen. Denn das geplante Gesetz schreibt Internetseiten und Apps vor, dass sie hochgeladene Inhalte präventiv auf Urheberrechtsverletzungen prüfen müssen. Selbst kleinere Unternehmen müssten demnach fehleranfällige, teure und technisch unausgereifte Uploadfilter einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht einzuhalten (Artikel 11).

Wenn Sie unsere Kritik an der geplanten Urheberrechtsreform teilen, werden Sie aktiv: