Xing: Ich begebe mich wieder auf die Business-Bühne

Ja, ich habe es mal vor langer Zeit erzählt, dass ich mich vom Business-Netzwerk Xing zurückziehe. Das tat ich auch. Und nun bin ich zurück. Das hatte verschiedene Gründe. Aber einen ganz speziellen. Auf diesen komme ich noch zu sprechen. Ich will mal ein paar Takte zu Xing loswerden. Denn mir ist das wichtig. Schauen wir einfach mal.

Vernetz dich mit mir, du geile Sau!

Nein, so kommt niemand bei dem Business-Netzwerk mit deutschen Wurzeln daher. Es viel verrückter. Das mag eine Weile sportlich sein, aber im Großen und Ganzen nervt es gewaltig. Man wird diese Wegelagerer einfach nicht los. Nachdem ich mir am Wochenende wieder ein Xing-Profil zugelegt hatte, begann es nun massiv, dass mir irgendwelche Headhunter den Kontakt anboten.

Das Business Netzwerk kommt einem wirklich manchmal so vor, als würde da an jeder Ecke irgendwer sich lasziv über die Lippen lecken und raunen: „Vernetz dich mit mir, du geile Sau!“. Nein, so ist es nicht, das ist mir schon klar. Und es liegt auch nicht am Betreiber. Aber wenn so gar nicht klar wird, was der Headhunter jetzt eigentlich von mir will, kommt genau das bei mir an. Ein Beispiel:


Sehr geehrter Herr Uhle,

mein Name ist [XXX] und ich arbeite als IT Recruitment Consultant bei [XXX]. Ich bin auf Ihr Profil aufmerksam geworden, da ich laufend [Beruf 1] und [Beruf 2] suche. Zum Beispiel:

– Job 1 mit Link
– Job 2 mit Link
– Job 3 mit Link
– Job 4 mit Link

Und viele weitere…. Wenn Sie eine neue Herausforderung suchen, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.

Bis dahin verbleibe ich,
mit freundlichen Grüßen
[XXX]

verfremdetes Zitat

Jawoll ja, „mein Haus, mein Auto, mein Boot…“. Freunde, was soll ich damit? Ich bin hier nicht auf dem Mitarbeiter-Strich. Wenn ihr so weitermacht, dann ist Xing gleich nach ein paar Tagen wieder Geschichte. Ich glaube, das ist es, warum ich eigentlich mit dem Laden nicht mehr wirklich etwas zu tun haben wollte.

Ich suche keinen neuen Job. Ja, woanders könnte ich vermutlich (wesentlich) mehr verdienen. Das meinen auch Kollegen in meiner Firma. Aber was meinen Arbeitgeber betrifft, gab es eine historische Änderung, bei der ich lieber erstmal schauen will, wohin sie mich bringt. Und „Vernetz dich mir mir, du geile Sau“ hilft mir da nicht weiter. Hört damit einfach mal auf.

Warum treibe ich mich dann überhaupt wieder bei Xing rum?

Ich habe durch die historische Entwicklung, die eigentlich schon vor ein paar Jahren begann, einen ganzen Haufen neuer Kollegen hinzu bekommen. Vielleicht kann ich mit denen ja auch im Laufe der Zeit in Kontakt treten. Mir geht es auch darum, mich weiter zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen, neue Ansichten kennenlernen und so etwas.

Nebenbei habe ich ja noch diesen unbedeutenden Blog hier. Beim Thema WordPress gibt es immer wieder neue Dinge zu lernen. Mancher macht ja doch einiges anders beim Content Management System. Das interessiert mich, das will ich wissen. Und ich will mich da mit Leuten austauschen. Und ja, vielleicht ergibt sich ja auch eine Vernetzung oder eine Kooperation.

Und darüber hinaus folgen mir Menschen über Facebook. Und ich stelle ja meine Facebook-Aktivitäten immer weiter ein. Ziel soll sein, mich von Facebook zu verabschieden. Von denen sind ein paar bei Xing. Die können mir also über Xing folgen, da ich dort meinen RSS-Feed automatisiert einbauen kann.

Es gibt also gute Gründe, bei Xing registriert zu sein. Branchen-News und all das ist für mich eben interessanter als Sprüche-Bilder darüber, wie der perfekte Mann ist. Ich verspreche mir also viel von dem Netzwerk. Da brauche ich so einen Quatsch, wie ich ihn oben geschildert habe, überhaupt nicht. Nachvollziehbar, oder?

Wie geht es nun weiter auf der Business-Bühne?

Im Menü finden Sie Links zu meinen Profilen. Darunter finden Sie Xing und LinkedIn. Das erste Netzwerk ist mehr im deutschsprachigen Raum unterwegs, das zweite mehr weltweit. Ich sehe das Alles so, dass ich mich weiterentwickeln kann, wenn ich solche Plattformen nutze. Und da ich derzeit heftig an mir arbeite, kann ich hier Ablenkungen nicht gebrauchen.

Deshalb möchte ich auch mit solchen eigenartigen Kontaktanfragen nicht allzu viel zu tun haben. Ich habe das Ziel, mich auf beruflicher Ebene und beim Bloggen weiter zu entwickeln. Und dafür habe ich die Business-Bühne betreten. Und ich habe nicht vor, sie wieder zu verlassen. Deshalb muss ich mir auch irgendwas überlegen.

Vielleicht sollte ich einfach diese Headhunter-Anfragen ignorieren. Eigentlich bin ich ja ein höflicher Mensch. Und diese Ignoranz ist in höchstem Maße unhöflich. Aber ich muss hier von Anfang an klare Kante fahren. Sonst entsteht ein Wildwuchs, den ich nicht mehr kontrollieren kann. Und dann wird es nichts mit meiner Weiterentwicklung. Und das will ich mir nicht bieten lassen.

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