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Fitness - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de Fitness - (C) Nemo CC0 via Pixabay.de

Der unwichtige Datenschutz bei Fitness Trackern

Wir sind in sozialen Netzwerken angemeldet und befürchten die Datenweitergabe. Die Datenweitergabe an die Krankenkasse hingegen ist OK. Es ist eine sehr eigenartige Haltung, die man dem Datenschutz entgegen bringt. Mit Schulterzucken und dem typischen „Ich habe nichts zu verbergen“ wird reagiert, wenn man vor dem Datenmissbrauch warnt. Aber wenn personalisierte Werbung aufgrund des Nutzerverhaltens bei Facebook angezeigt wird, ist das ein Skandal. Verstehe das einer!

Es ist für fast 4 von 10 Nutzern völlig okay, wenn die Daten, die Fitness-Apps oder dergleichen erfasst werden, an die Krankenversicherung / Krankenkasse weitergegeben werden. Je älter die Befragten werden, desto besser finden die das. Man wolle die Patienten aufgrund der gesammelten Daten besser informieren und bessere medizinische Vorsorge zu bieten. Ist denn das nicht genau das Gleiche wie die personalisierte Werbung bei Facebook?

Noch ist die Mehrheit nicht dazu bereit, die sensiblen Gesundheitsdaten an die Kasse weiter zu leiten. Zumal auch vielen nicht klar ist, was da alles gesammelt wird. Ich habe irgendwo gelesen, dass wohl solche Apps dazu in der Lage wären, das Sexualverhalten aufzuzeichnen. Wie auch immer die das machen wollen. Aber wenn das ginge, wäre das eine ziemlich heikle Geschichte. Finden Sie nicht auch?

Mal abgesehen davon, dass vielleicht medizinische Studien zu irgendwelchen Medikamenten über diese Tracker abgewickelt werden könnten. Der Nutzer könnte – wie es mal im Fernsehen hieß – schlechtere Bedingungen bei der Versicherung erhalten, wenn man feststellt, dass der Tracker schlechtere Werte oder so aufgezeichnet hat. Aber das finden wir ja alle OK.

Da winken die Versicherungen mit Prämien, Gutscheinen, irgendwelchem anderen Kram. Und ich habe ein ziemlich mulmiges Gefühl dabei. Das muss aber jeder selbst wissen. Ich denke einfach, dass man die Nutzung solcher Tracker mit Skepsis begleiten sollte. Es wäre nicht das erste Mal, wenn Nutzerdaten – in diesem Fall Patientendaten – von dritten abgeschnorchelt werden. Und dabei meine ich nicht mal die Geheimdienste.

Also bin ich der Meinung, dass solche Dinge mit dem nötigen Argwohn benutzt werden sollten. Ob man diese Dinge überhaupt braucht, kann ich nicht beurteilen. Sie etwa?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Der unwichtige Datenschutz bei Fitness Trackern”

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