32 Jahre „Manhattan Skyline“ von a-ha

1986 erschien von a-ha das zweite Studio-Album „Scoundrel Days“, über dessen Titelstück ich bereits schrieb. Aber es gab auch „Manhattan Skyline“ darauf. Neben „I’ve been losing you“ worüber ich auch bereits schrieb, eine der besten Singles der drei Norweger. Und deshalb erzähle ich mal ein paar Takte über diese spröde Nummer, die zwischen Hard Rock und Liebesschnulze liegt und mit der mancher nicht so sehr viel anfangen konnte.

A black and white picture of Manhattan Skyline

Wir sitzen da und schauen den Regenschirmen beim Fliegen zu. Ich versuche, meine Zeitung trocken zu halten. Ich höre mich sagen: „Mein Schiff fährt jetzt ab“. Also schütteln wir uns die Hände und weinen. Jetzt muss ich zum Abschied winken. Du weißt, dass ich nicht wieder weinen will. Aber wie kannst du sagen, dass ich es nicht versucht habe?

Ich überlasse ihnen ihre Abschiede. Ich bin gekommen, um mich auf den Blick in ihre Augen zu verlassen. Mein Blut schmeckt süß vor Schmerzen. Wind und Regen bringen die Worte eines Liedes zurück. Und die sagen: Wink zum Abschied. Du weißt, dass ich nicht wieder fallen will. Ich will diesen Schmerz nicht kennen, keinen anderen Freund. Und ich will nie wieder weinen. Ich will dich nie verletzt sehen. Ich werde dein Gesicht nie wieder sehen.

Wie kannst du sagen, dass ich es nicht versucht habe? Du weißt, dass ich es habe. Ich will nicht wieder weinen. Also lese ich für mich allein: „Eine einmalige Gelegenheit im Leben, um neue Horizonte zu sehen“. Auf der Titelseite ein schwarzweißes Bild der Skyline von Manhattan.

Aufbruch zu neuen Ufern?

„Manhattan Skyline“ ist eine Metapher. Das Lied handelt von Abschiedsschmerz, von Trennungen und Vorwürfen. Es ist der spannende Gegensatz von Magne Furuholmen und Pal Waaktaar-Savoy, die beiden Komponisten. Das Lied erschließt sich nicht komplett. Nur so viel ist klar: In „Manhattan Skyline“ ist eine Verbindung am Ende, und man bricht auf zu neuen Ufern.

A-ha klingen hier reifer als noch bei „Take on me“, 2,5 Jahre zuvor. Auf dem gesamten Album „Scoundrel Days“ haben sie sich vom Image der Lieblingsschwiegersöhne verabschiedet, und hier passt dann „Manhattan Skyline“ perfekt hinein. Denn hier verabschiedet man sich ja auch. Wer weiß, vielleicht ist das Lied auch eine Metapher darauf, dass man sich nun endgültig vom Pop verabschiedet hatte.

Am Ende will „Manhattan Skyline“ nie als Schnulze daher kommen, immer als klassische Kreuzung aus New Wave und Rock. All das, was a-ha ausmachte. Und musikalisch setzt das Lied Maßstäbe in der Vertonung der inneren Zerrissenheit. Und am Ende reift die Erkenntnis, die ungesagt bleibt: „Du siehst Dinge tief in meinen Augen, dass meine Liebe versiegt“.

Das Lied

„Manhattan Skyline“ ist ein riesengroßes Stück Musik, vielleicht das mächtigste Lied, das a-ha jemals veröffentlicht haben. Und steht am Ende des offiziellen Videos die Schlagzeile, dass der Palme-Fall endlich gelöst ist.

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