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Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com

35 Jahre „Do You Really Want to Hurt Me“ von Culture Club

„Do You Really Want to Hurt Me“ ist die allererste Single, die Boy George jemals mit Culture Club veröffentlicht hatte. Irgendwie ist das Lied besonders. So ist das irgendwie immer mit ersten Singles. Warum sollte es hier anders sein? Das Lied wurde im September 1982 veröffentlicht. Und es ging dann kurz vor Weihnachten in Deutschland auf den ersten Platz der Charts. Das Liedchen hat etwas, und deshalb schreibe ich mal darüber.

Give me time…

Gib mir die Zeit, um mein Verbrechen zu begreifen. Lass mich lieben und stehlen. Ich habe in deinen Augen getanzt. Wie kann ich denn echt sein?

Wertvolle Küsse. Worte, die mich verbrannten. Liebende fragen dich nie nach dem Warum. In meinem Herzen brennt das Feuer. Wähle meine Farbe, finde einen Stern. Wertvolle Leute erzählen mir immer: Es ist ein Schritt zu weit.

Es sind wenige Worte, die ich gesprochen habe. Ich könnte eintausend Jahre verschwenden. Eingeschnürt in Kummer, wurden mir diese Worte genommen. Komm herein und fang diese Tränen auf. Du hast geredet, aber glaub mir. Wann es wahr ist, weißt du nicht. Dieser Typ liebt ohne Grund. Ich bin bereit, dich gehen zu lassen.

Wenn das Liebe ist, was du von mir willst, dann nimm das wieder weg. Es ist alles nicht das, was du siehst. Es ist wieder vorbei. Willst du mich wirklich verletzen? Willst du mich zum Weinen bringen?

Eine beschwingte Liebeskummer-Nummer

Ehrlich, anders kann man es nicht beschreiben. Im Prinzip spielt „Do you really want to hurt me“ mit den gleichen Themen, die schon früher mit „Lili Marlene“, „Cry me a river“ oder „Losing my mind“ besprochen wurden. Man nennt so etwas „Torch Song“. Und das ist eine Liebeskummerschnulze. Boy George singt hier in dem Lied über eine Liebe, die weh tut und deshalb nicht mehr sein darf. Das machen ja viele Künstler immer wieder. Nur war eben diese Nummer um einiges erfolgreicher als viele andere „Torch Songs“. Und man kann das Lied eigentlich nur gut finden.

Ich meine, wer kommt denn auf die Idee, einen eigentlich fröhlichen Reggae mit Herzschmerz zu belegen? Ich glaube zwar nicht, dass darauf großartig Wert gelegt wurde, als die Fans die Single gekauft haben. Vielleicht aber doch, denn „Do you really want to hurt me“ ist bis heute die Single von Culture Club, die am höchsten platziert war. Selbst das legendäre „Karma Chameleon“ im Jahr darauf war nicht so erfolgreich.

Was wurde denn aus Culture Club?

Ohne Frage, die Band hatte ihre große Zeit in den Achtzigern. Zwischen 1982 und 1986 erschienen vier Alben und 17 Singles. Dann war Schluss, und Boy George machte solo weiter. Wir erinnern uns an „Everything I own“ oder „The crying Game“. In der ersten Hälfte der Neunziger gab es dann das Projekt „Jesus Loves You“ mit den Gassenhauern „Bow Down Mister“, „After the Love“ oder „Generations of Love“. Und 1999 kamen „Culture Club“ wieder zusammen. Das war aber nicht von Dauer.

Aber New Wave ist nicht New Wave, wenn er nicht zeitlos ist. Mit „Do you really want to hurt me“ fing alles an, und für den Sommer 2018 ist nun ein neues Album angekündigt. Es soll „Tribes“ heißen. George Alan O’Dowd wird dann 57 Jahre alt sein. Wer weiß, vielleicht ist der Brite dann ja auch noch so fit wie andere New Wave-Größen seines Alters? Schauen wir einfach mal, was die Zukunft bringt. Aber „Do you really want to hurt me“ bleibt für die Ewigkeit.

Das Video

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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