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Lokomotive - (C) lizzyliz CC0 via Pixabay.de Lokomotive - (C) lizzyliz CC0 via Pixabay.de

40 Jahre „Trans Europa Express“ von Kraftwerk

Trans Europa Express – eine Legende wird 40 Jahre alt. In den letzten Jahren hauptsächlich rechtlich aufgefallen, ist die Suite bahnbrechend gewesen. Das Album „Trans Europa Express“ gab es auf Englisch und auf Deutsch. Und es war vor 40 Jahren schon völkerverbindend, als noch lange nicht daran zu denken war. Und speziell die zentrale Suite hat es unzähligen Menschen angetan.

Im zentralen Lied „Trans Europa Express“ kommt es zur Aufzählung von kleinen Episoden entlang der Strecke. So trifft man sich auf dem Champs Elysées in Paris oder sitzt in einem Nachtcafé in Wien. Und sie fahren nach Düsseldorf ein und treffen Iggy Pop und David Bowie. Das Alles wird untermalt durch neuartige Sequenzer. Mit diesen konnten vorbestimmte Klangmuster gespielt werden. Und damit war es dann möglich, dieses Zug-Geräusch als rhythmische Untermalung zu produzieren.

Zur Suite gehören noch die Stücke „Metall auf Metall“ und „Abzug“. Beide bilden einen musikalischen Rahmen. Die gesamte Suite erzählt somit auch ein Stück vom Fernweh, dass durch die Industrialisierung und die Eisenbahn gestillt wird. Mit all diesem Schnickschnack, der sich durch die komplette Dreiviertelstunde zieht, war „Trans Europa Express“ wegweisend. Viele Musikkritiker kamen mit einer komplett synthetischen Platte nicht klar. Es gab keine herkömmlichen Instrumente auf dem Album. Und das war ein Novum in der Kraftwerk-Geschichte.

„Trans Europa Express“ ist bis heute der Soundtrack zur europäischen Idee. Es handelt sich um das melodischste Album im Repertoire der Band. Und es spannt einen Bogen quer durch Europa, beginnend mit „Europa endlos“ und den Tropfsteinhöhlen im „Spiegelsaal“ und geht über in die regungslosen „Schaufensterpuppen“. Dann folgt die dreiteilige Suite „Trans Europa Express“, bevor mit „Franz Schubert“ und „Endlos endlos“ der Beginn der Scheibe wieder eingefangen wird.

Kraftwerk haben mit „Trans Europa Express“ ein zeitloses Meisterwerk geschaffen. Es hatte nicht die gigantischen Verkaufszahlen wie „Radio-Aktivität“ oder „Die Mensch-Maschine“ oder „Computerwelt“ geschafft. Aber dennoch ist es ein Meilenstein der elektronischen Musik. Und es machte den Weg frei, dass die ursprüngliche elektronische Musik den Weg in die breite Masse schaffte. Ohne „Rendez-Vous auf dem Champs Elysées“ wäre das nicht möglich gewesen. Und im März 1977 hatte die Band die Welt mit diesem Album beglückt.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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