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Borussia Dortmund: Signal Iduna Park im Jahr 2013 - © Foto: Ra Boe / Wikipedia / , via Wikimedia Commons Borussia Dortmund: Signal Iduna Park im Jahr 2013 - © Foto: Ra Boe / Wikipedia / , via Wikimedia Commons

Explosion beim BVB: Wer macht so etwas?

Gestern Abend gab es vor dem Champions League Spiel von Borussia Dortmund gegen den AS Monaco drei Explosionen am Mannschaftsbus des BVB. Unfassbar. Unfassbar deshalb, weil es so plötzlich kam. Und unfassbar deshalb, weil viele nun schon wieder eine Erklärung für die Explosionen haben und mancher die Tat für sich reklamiert und die Medien auch bloß wieder ein eigenartiges Spiel treiben. Ich habe keine Erklärung für das Ereignis. Aber ich kann kommentieren, was da gestern abging.

Um kurz nach 19 Uhr gestern Abend explodierten unmittelbar neben dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund drei Sprengsätze. Das ist gesichert. Gesichert ist auch, dass Abwehrspieler Marc Bartra dabei verletzt wurde und noch in der Nacht operiert wurde. Die Mannschaft war gerade unterwegs zum Champions League Spiel gegen den AS Monaco. Das wurde natürlich nicht angepfiffen und auf heute verschoben. Ob die Mannschaft den Vorfall einfach wegstecken kann, kann niemand ernsthaft sagen. Aber offenbar gab es keinen anderen Termin.

Bei den Detonationen gingen Scheiben des Busses zu Bruch. Auch so entstand einiger Schaden am Fahrzeug. Nach dem Vorfall wurde die Mannschaft natürlich sofort in Sicherheit gebracht. Marc Bartra wurde notversorgt und dann ins Krankenhaus geschafft, wo er noch in der Nacht operiert wurde. Er wurde wohl von Splittern oder so am Arm getroffen, außerdem hat er sich eine Sehne am Handgelenk verletzt. Torwart Roman Bürki soll gesagt haben, dass sich alle Mann im Bus so schnell es ging auf den Boden geworfen haben, denn es hätte ja noch mehr passieren können.

Die Sprengsätze sollen in einer Hecke versteckt gewesen sein. Und am Tatort wurde ein Bekennerschreiben gefunden, zu welchem sich die Behörden natürlich bis heute morgen nicht geäußert haben. Was aber die Dortmunder Polizei gesagt hat, ist, dass man von Anfang an von einem gezielten Angriff auf die Mannschaft des BVB ausgegangen ist. Allerdings seien die Hintergründe unklar, und man sei dabei, die Umgebung abzusuchen. Und dann kamen die Medien ins Spiel und fingen an, Fragen zu stellen.

Es war noch nichts klar, was die Pressesprecherin der Polizei auch so angab. Dennoch war man der Meinung, immer wieder danach zu fragen, was denn die Polizei vermuten würde. Nun ist es so, dass seit den terroristischen Anschlägen in der jüngeren Vergangenheit die Medien denken, sie müssten den rasenden Reporter spielen. Ich bin allerdings der Meinung, dass sie damit nur die Polizei behindern. Die soll ermitteln und keine mehr oder weniger unnützen Fragen beantworten. Die werden sich schon äußern, wenn sie etwas wissen.

Aber wer hätte denn ein Interesse an diesen Explosionen gehabt? Revier-Rivale Schalke 04? Unvorstellbar. Champions League Gegner AS Monaco? Unvorstellbar. Die Wettmafia? Möglich. Aber das sind alles Spekulationen. Es darf auch nicht vergessen werden, dass bei dem Vorfall auch ein Polizist verletzt wurde. Man sollte sich vielleicht mit Mutmaßungen zurückhalten. Und man sollte den Spielern wünschen, dass sie die Gedanken an den Vorfall abschütteln müssen. Denn heute Abend müssen sie spielen.

Bildquelle

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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