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Tanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Tanzen - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Karfreitag in Deutschland – Tanzen verboten

Jahr für Jahr das gleiche Theater. In Deutschland ist Karfreitag, und es herrscht wie immer Tanzverbot. Unglaublich, gibt man vor. Ist es das aber? Ist es wirklich so schlimm, dass es per Gesetz verboten ist, an Karfreitag das Tanzbein zu schwingen? Was meinen Sie?

Der Karfreitag gilt als stiller Feiertag. Feste, Aktivitäten und all das dürfen nicht stattfinden. Das ist Tradition in Deutschland. Und es wurde per Gesetz auch so festgelegt. Bei Verstoß drohen Strafen. Und hier greift die alljährliche Empörungshysterie. Ernsthaft, die gibt es wirklich.

Es gab Jahre, in denen an Karfreitag zum Tanz-Flashmob aufgerufen wurde. Und man sah es als Widerstand gegen den Staat an, locker mit den Hüften zu wackeln. Aber so richtig führt das doch zu nichts. Außer dass man sich Jahr für Jahr den Frust von der Seele tanzt. Oder so tut als ob.

Und da geht es doch schon los. Da wird vermutet, dass sich Leute über das Tanzverbot aufregen, die seit Jahren schon keine Zappelbude mehr von innen gesehen haben. Aber gegen das Tanzverbot müssen sie revoltieren. Wenn wir uns jetzt alle vor dem Innenministerium versammeln und nur kräftig genug beim Tanzen aufstampfen, wird sicher alles gut.

Das ist ja schon irgendwie komisch. Aber macht mal. Dennoch ist ein heftiger Pferdefuß an Karfreitag mit dem Tanzverbot zu bemerken. Bei aller christlicher Tradition und allem Willen zum Tanzen ist es natürlich prekär, wenn man an die Trennung von Staat und Kirche erinnert. Denn die fällt ja solchen Verboten Jahr für Jahr zum Opfer.

Es darf einfach nicht sein, dass der Staat ein Gesetz mit sich herum trägt, das eine Ansicht der Kirche durchsetzen soll. Aber einen von Gewalteinteilung schwadronieren. Das ist eigentlich alles, was man ernsthaft kritisieren kann. Über die traditionell tanzwütigen Karfreitags-Party-People kann man den Kopf schütteln. Die findet man putzig. Aber das ist auch schon alles. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Karfreitag in Deutschland – Tanzen verboten

  1. Inzwischen ist es mir egal da ich sowieso nicht auf die Idee komme tanzen zu gehen, aber als ungläubiger habe ich mich immer wieder gefragt warum. Und nie eine reelle Antwort gefunden.
    Auch das Ding mit dem Filmeindex zu Karfreitag finde ich komisch. Zum Beispiel: The Expandables, Lammbock, … dürfen nicht gezeigt werden.

    1. Hallo Michl, ja, die Frage stellt sich mir auch, warum es dieses Verbot eigentlich (noch) gibt. Man kann ja nun nicht mit der Religionskeule daher kommen, das funktioniert doch nicht mehr. Aber sonst fällt mir keine Erklärung ein.

  2. Ich glaube schon, bei vielen ist es nur Prinzipienreiterei. Es ist halt schön cool bzw. in gegen Staatsgängelei und Kircheneinfluss zu schimpfen.

    Während viele in Twitter oder ihren Blogs gegen Tanzverbot wettern, vergessen die meisten, welche Vorteile sie dabei mitnehmen. Viele Arbeitnehmer haben frei und bekommen trotzdem Geld. Oder haben Feiertagsdienst mit extra Lohnzulage. Wie viele wären denn bereit normal zu arbeiten, weil sie auf kirchliche Feiertage verzichten wollen? Das Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ geht hier nicht! Man kann nicht nur Vorteile einsacken, ohne zumindest etwas zu bezahlen!

    Ein kurzfristiges Tanzverbot finde ich gar nicht so schlimm. Dafür gibt es das Jahr immer noch sehr viel Zeit. Vielleicht kann man stattdessen mal in sich gehen. Etwas Relaxen und Besinnung tut uns sicherlich alle gut, vor allem heutzutage.

    Gruß Volker Lange

    1. Hallo Herr Lange, das stimmt schon. Mal innehalten: Das hat noch niemandem geschadet. Ich glaube aber, es geht einzig und allein darum, dass hier etwas indoktriniert wird. Man sollte aber vielleicht auch etwas Luft holen und die alljährliche Debatte nicht ganz so verbissen führen. Ich nehme allerdings an, dass auch das nicht funktionieren wird. Warum eigentlich nicht?

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