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Webmaster Friday – Verhaltensoriginelle Verkehrsteilnehmer

This entry is part 1 of 80 in the series Webmaster Friday

Verhaltensoriginelle Verkehrsteilnehmer gibt es überall auf der Welt. Auch in Leipzig. Und da kann sich jeder ein Stück weit dazu zählen. Ja, ich auch. Ich gebe es ja zu. Aber das ist nicht immer der Fall. Meistens nur, wenn ich andere verhaltensoriginelle Verkehrsteilnehmer sehe. Das ist das Thema in dieser Woche beim Webmaster Friday. Und irgendwie ist mir so, als müsste ich dringend daran teilnehmen.

Webmaster FridayFahren Sie ruhig mal durch Leipzig. Sie werden staunen, wie der Verkehr hier abläuft. Da werden Kreuzungen zugestellt, weil man ja sonst irgendwas verpassen könnte. Da sitzt man dem vorausfahrenden Fahrzeug schon fast im Kofferraum, nur um das neben einem fahrende Auto nicht mehr in eine mögliche Lücke zu lassen. Da wird auf das eigene Recht gepocht. Da kommt es einem so vor, als hätten viele Fahrzeugführer ihre Fahrerlaubnis durch Zufall irgendwo im Gebüsch gefunden.

Ja, das gibt es oft auch woanders. Aber in Leipzig stelle ich eben fest, dass dieses Verhalten im Straßenverkehr in den letzten Jahren enorm an Aggressivität gewonnen hat. Und diejenigen, die schwächer sind, nämlich Radfahrer, sind nicht anders. Der Abstand zwischen an der Ampel stehenden Autos und dem Fußweg mag noch so schmal sein, der Radfahrer muss noch dazwischen durchjagen und nötigenfalls den Seitenspiegel abtreten.

Wie gesagt, ich nehme mich da nicht aus. Ich schimpfe auch gern wie ein Rohrspatz, wenn ich mit dem Auto in Leipzig unterwegs bin. Mir ist dabei ja auch sonnenklar, dass mich das nicht einen Schritt weiter bringt. Im Gegenteil. Das verursacht nur unnötig Stress. Und Stress ist niemals gut. Aber es regt einen schon auf, wenn man für einen Arbeitsweg von 20 Minuten plötzlich über eine Dreiviertelstunde benötigt. Das ist den vielen Baustellen in Leipzig und den daraus resultierenden Umleitungen geschuldet.

Wir sind uns ja dann aber einig darüber, dass man auch im Rahmen der vorherrschenden Vorschriften dann auch mal zügiger fahren kann, wenn es denn geht. Mir ist nicht bewusst, warum das dann für viele gar nicht im Bereich des Erstrebenswerten liegt. Ich sage ja nicht, dass man rasen muss. Ich meine eben nur, dass man die Geschwindigkeit gern einhalten darf. Wo 60 gefahren werden darf, sind eben 50 etwas langsam, oder? Ich habe da wirklich den Eindruck, als ob viele a) ihr Fahrzeug nicht richtig bedienen können oder b) keine Verkehrszeichen mehr lesen.

Aber was rege ich mich darüber auf? Das verursacht – wie ich bereits schrieb – Stress. Das muss man doch alles gar nicht mitmachen. Wenigstens befleißige ich mich nicht darin, einen auf Rowdy zu machen. Ich mache keine riskanten Manöver. Dafür ist mir mein Leben und das meiner eventuellen Mitfahrer sowie mein Auto viel zu kostbar. Man muss sich da wirklich sagen, dass man nie unterschätzen soll, dass andere auch verhaltensoriginell unterwegs sein können.

Kennen Sie diese Spinner, die meinen, mit ihren aufgemotzten Kleinstwagen den Straßenverkehr torpedieren zu müssen? Das hielt ich immer schon für Blödsinn. Ich hatte immer nur Autos, die nicht als Statussymbol durchgehen konnten. Das war mir nie wichtig. Zum Glück bin ich da nicht allein. Aber was heißt hier zum Glück? Ein Statussymbol hat man doch nicht nötig, was Autos betrifft. Die müssen den Fahrer von A nach B transportieren. Fertig, aus.

Und wenn man über das nicht vorhandene Statussymbol weiter nachdenkt, dann könnte man auch darüber nachdenken, dass man durchaus besonnener fahren könnte. Kreuzungen muss man nicht mehr befahren, wenn sich der Verkehr auf der anderen Seite der Kreuzung staut. Man muss nicht drängeln, denn schneller geht es dadurch auch bloß nicht. Und Radfahrer könnten durchaus darauf aufpassen, dass sie weder Fußgänger verletzen noch Fahrzeuge beschädigen, wenn sie wie Kamikaze unterwegs sind.

Man weiß nicht so richtig, woran das liegt, dass die Straße wie ein Kriegsschauplatz geworden ist. Ich meine, ich schimpfe nur. Andere provozieren regelrecht Unfall-Situationen. Jeder benimmt sich wie die Sau. Um manche Sachen zu entschärfen, müssten alle etwas ruhiger an die Sache namens Straßenverkehr herangehen. Das sehen aber nicht nur Auto- und Fahrradfahrer so, auch Fußgänger haben die gleiche Beobachtung. Aber dazu müsste jemand nachgeben. Und das ist in Deutschland ja ausgeschlossen. Oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

7 Gedanken zu „Webmaster Friday – Verhaltensoriginelle Verkehrsteilnehmer

  1. Als Radfahrer ohne Führerschein und Auto kenne ich trotzdem die wichtigsten Vorfahrtsregeln und lasse im Zweifel immer dem Auto den Vortritt, weil ich keine Knautschzone habe. Das einzige was ich ehrlich zugebe, ich ignoriere beständig rote Ampeln in 2 Fällen.
    Beim rechts abbiegen auf dem Radweg, wenn meiner Meinung nach dort der grüne Pfeil fehlt und an reinen Fußgängerampeln an Haltestellen wenn dort niemand rüber will.
    Ist trotzdem nicht erlaubt. aber ich käme mir echt wie ein Volltrottel vor da 1 Minute zu warten bis grün ist, obwohl keine Fußgänger oder Verkehr in Sicht.
    Als Beispiel:
    Ampel am Steinplatz vorm Aldi
    Ecke Kurt- Eisner- Str./ Altenburger Str.

    1. Das mag ja alles noch gehen. Aber Radfahrer denken wirklich manchmal, sie dürfen alles. Das mit den Spiegeln habe ich wirklich selbst erlebt. Da fehlt mir jegliches Verständnis dafür.

  2. Ja Straßenverkehr ist schon gefährlich.
    Wie gesagt als Radfahrer seid 40 Jahren bin ich extrem vorsichtig und fahre VORAUSSCHAUEND und lieber etwas langsamer in Kreuzungsbereichen auch wenn Ich Vorfahrt hätte!
    Das hat mir erst am Mittwoch wieder einen Unfall vermieden auf der Karli Ecke Emilienstraße.
    Sonst hätte ich dort unter einem Auto gelegen.
    Da ist der Radweg ja seit neuesten Auf dem Fußweg (an der Haltestelle Münzgasse)
    Biegt einfach rechts ab …

  3. Pingback: eds blog
  4. Huh,
    Trackbacks sind bei dir nicht möglich? Oder liefert dein WP generell ein „Erfolgreich“ zurück? ;)

    Ja, Streß beim Autofahren ist nicht gesund, das schreibst du schon richtig. Was spricht denn dagegen, wenn die Baustellen und die Fahrzeiten mit ebensolchen bekannt sind, dann auch 45 anstelle 20 Minuten einzuplanen für die Fahrt? Ich mein, klar, ich würde dann auch gerne nur 20 Minuten brauchen wollen – doch wenn es nicht möglich ist, hilft auch der beste Wunsch nix.

    Und ja, manche scheinen ihr Gaspedal nicht mehr zu finden, wenn man etwas schneller fahren darf. Oder deren Fuß rastet (rostet?) da irgendwie irgendwo ein …

  5. Pingback: Verhalten im Auto / Verkehr - rücksichtslos oder freundlich?

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