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Ampeln in Wien - Screenshot von Youtube/coincombinat Ampeln in Wien - Screenshot von Youtube/coincombinat

Wien und seine Ampeln – Und was alles eine Phobie auslöst

Wien ist bekannt für seinen Prater, für Kaffeehäuser, für Conchita Wurst, für den ESC. Aber auch für seine Ampeln, über die man sich aufregt. Dabei ist die Aufregung in meinen Augen völliger Quatsch. Was eigentlich als lächerlich abgetan wurde, regt nun die homophoben Zeitgenossen auf. Man liest schon von der „Überschwulung der Gesellschaft“. Leute, ernsthaft, so geht das doch nicht.

Eigentlich waren die Ampeln in Wien, die verschiedenste Pärchen-Konstellationen zeigen, nur vor und während des in Wien auszutragenden Eurovision Song Contest so aussehen und danach wieder das bekannte Bild mit Ampelmännchen und so zeigen. Schon der Protest des zeitweiligen Zeigens von homosexuellen Pärchen regte viele Leute auf. Leute, doch nicht mehr im Jahr 2015. Die Welt hat sich doch weiter gedreht.

Jedenfalls war der Plan, während der ESC-Geschichte die Pärchen zu zeigen. Nun hatte die Wiener Stadträtin Vassilakou angekündigt, dass die Pärchen auch nach dem ESC bleiben werden. Damit fördert Wien auf jeden Fall seine Außendarstellung. Man zeigt sich als weltoffen und nicht-homophob. Alles gute Zeichen, denke ich mir da. Was soll das dann aber mit der Überschwulung? Reden wir mal wieder von einer Krankheit, wenn man von Homosexualität redet?

Rechtskonservative Blogs und dergleichen stellen nun erwartungsgemäß die irrige Frage, ob durch die „Ampelschwuchteln“ nun den „Homos“ der Verkehrstod drohen würde. Nein, ich setze da keinen Link dahin. Ich frage mich aber,  in welchem Jahrhundert die Autoren stehen geblieben sind. Und ich frage mich, ob schon irgendein Arzt den Hirntod diagnostiziert hat. Im Jahr 2015 reden wir als europäische Gesellschaft, die sich gern so offen zeigt, ernsthaft davon, dass Homosexualität abartig sei und sich irgendwie wie die Pest ausbreiten würde. Blödsinn reden da die Absender solcher Ausdünstungen.

Ich bin dafür, dass in Leipzig und überall in Deutschland auch diese Ampelpärchen gezeigt werden sollen. Und den homophoben Leuten sollte man entgegen schreien, dass es mehr auf der Welt in Sachen Liebe gibt, als nur das Ding zwischen Mann und Frau. Wie es Jimmy Somerville und die Communards bereits gesungen haben:

Ernsthaft, was kann man denn nur gegen diese Ampeln haben? Als ob die Welt nichts wichtigeres zu debattieren hat. Unglaublich, diese Leute!

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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