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In eigener Sache – Großflächiger Umbau im WordPress-Unterbau

Ich baue meine Seite um. Das ist wichtig, weil ich verschiedene Dinge ab meinem Blog-Geburtstag in einer Woche anders machen will und muss. Ich habe nämlich mitbekommen, dass meine anfängliche Euphorie für technischen Schnickschnack gar nicht angebracht ist. Und deshalb wird innerhalb der kommenden Tage die Plugin-Sammlung JetPack weggemacht. Sie wird ersetzt, weil ich dann doch mitbekommen habe, dass ich das eigentlich gar nicht brauche. Das muss ich kurz erklären, oder?

Weshalb hatte ich JetPack denn überhaupt genutzt?

Ich wollte es mir mit der Plugin-Sammlung möglichst einfach machen. Ich wollte automatisch publizieren und die Artikel automatisiert in die sozialen Netzwerke ballern. Ich wollte eine übersichtliche Statistik erhalten und ggf. auf Google Analytics verzichten. Ich wollte die sozialen Buttons von WordPress nutzen und WordPress-Kommentare einführen. Ich wollte WordPress-Abonnements anbieten. Schöne Galerien und ein integriertes Kontaktformular sollte es geben.

Ich wollte damit andere Plugins ersetzen und zusätzliche Funktionalitäten einführen, die ich bisher nicht hatte. Aber im Großen und Ganzen ist es dann doch ein Reinfall gewesen. Die Kommentare haben nie so richtig funktioniert, die sozialen Buttons habe ich eh nicht aus Datenschutz-Gründen, Google Analytics kann ich wenigstens datenschutzkonform einsetzen. Kontaktformular und Newsletter funktionieren auch ohne JetPack. Galerien nutze ich eh nicht. So wie ich auch den ganzen anderen Krempel des Plugins nicht nutze.

Zwischenstand am heutigen Tag

Ich habe die Seitenleiste aufgeräumt. Sie sehen zwar weiterhin beliebte Artikel. Aber das wird durch ein kleines Plugin realisiert. Das erstmal nur testweise. Ich gebe mir ein paar Tage und beobachte das mal. Vielleicht ist das ja auch vergebene Liebesmüh. Dann fliegt das Ganze in ein paar Tagen raus. Bisher habe ich das durch JetPack realisiert, das ist vorbei.

Statistiken realisiere ich bei mir wie eh und je über Google Analytics. Man mag den ganzen Kram vielleicht nicht so toll finden. Aber es ist wenigstens datenschutzkonform einsetzbar. Das ist mit den WordPress Statistiken nicht denkbar. So wie auch Spamschutz nicht mit JetPack datenschutzkonform möglich ist, weshalb ich das auch nie eingesetzt habe. Akismet ist nun einmal Akismet, und das funkt in die USA.

Automatisch werden meine Artikel erstmal weiter in die sozialen Netzwerke einlaufen. Ich probiere damit einmal herum. Es gibt Alternativen, ich muss nicht auf „Publicize“ innerhalb von JetPack setzen. Ich schaue mir das Eine oder Andere an. Aber vielleicht mache ich auch wieder selbst mit dem Teilen rum. Das ging früher (TM) ja auch.

Login-Schutz realisiere ich noch per JetPack. Da ich aber schon längere Zeit die .htaccess pflege und darüber Schutz realisiere, ist auch das nicht mehr nötig. Zudem möchte ich wieder auf ein früheres Plugin zurück. Auch hier habe ich in Verdacht, dass da Akismet sein Unwesen treibt. Auch hier gilt, dass da irgendwas mit den USA abgekaspert wird, und im Hinblick auf Safe Harbour ist das gänzlich unmöglich, so etwas zu nutzen.

So werde ich Stück für Stück diesen Moloch an Funktionen, was JetPack nun einmal ist, zurückbauen. Wenn es gut gehende Alternativen gibt, mit denen ich zum Beispiel saubere und aussagefähige Statistiken hinbekomme, ohne auf Google Analytics angewiesen zu sein, und wenn es eine taugliche Lösung zur automatischen Publizierung in die sozialen Netzwerke gibt, werde ich die einpflegen. Aber mein Ziel ist, innerhalb der nächsten Tage JetPack zu deinstallieren.

Fazit

JetPack hat sicher seine Daseinsberechtigung. Aber es gibt zu viele Stolpersteine, will man nicht die Rechte der Leser verletzen. Und dann ist es ja so, dass beim Beispiel des automatischen Publizierens mein WordPress ständig mit den verbundenen sozialen Netzwerken funkt. Und hier weiß ich nicht, wie sich der Datenschutz verhält. Außerdem muss ich ja nicht ständig irgendwelche Kanäle in die große weite Welt offen haben.

Ich habe vor langer Zeit geschrieben, dass ich JetPack für überdimensioniert für kleine Blogger halte. Und ich bin ja nun auch keine große Nummer. Die Plugin-Sammlung bietet kolossale Möglichkeiten, die auch wirklich richtig gut sind. Aber es sind viel zu viele. Und Datenschutz und so etwas zählt nicht so richtig. Und deshalb muss ich die Reißleine ziehen und mich von dem Plugin verabschieden.

Es wird vielleicht noch anderes eingeführt. Aber im Moment bin ich recht glücklich mit meiner Entscheidung. Was weitere Mechanismen hier im Blog betrifft, werde ich mich ggf. wieder äußern. Ich weiß, dass man immer irgendwas im Hintergrund schrauben kann. Aber im Endeffekt halte ich es für einen Fehler, dass ich mich vor rund einem dreiviertel Jahr für JetPack entschieden habe. Das mögen andere anders sehen. Ich sehe das nun einmal so. Aber Sie können mir gern mal Ihre Meinung dazu hinterlassen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 Gedanken zu „In eigener Sache – Großflächiger Umbau im WordPress-Unterbau

  1. Gute Entscheidung, hatte ja drauf hingewiesen. JetPack ist Overkill, diesen ganzen Schnick-Schnack braucht kein Mensch…, abgesehen davon, dass es das Blog ohne flotter macht.

    Denk auch vlt an die Handy-Nutzer mit kleinem Display Dein Blog lesend… ;-)

    PS: musste selbst erst dazu „überredet“ werden, es mit Plugins nicht zu übertreiben (waren schon mal ca. 50, heute 15)

  2. Wer faul ist- und das müssen außer mir viele sein (Jetpack hat über 1 Mio. Installationen) nutzt Jetpack. Vllt. ist die Diskussion darüber mit dem Einsatz von MS-Office zu vergleichen. Natürlich ist dieses Paket für Gelegenheitsschreiber überdimensioniert, trotzdem hat es viele Nutzer. Auch im privaten Sektor.

    Ich merke keine Performanceprobleme. Auch hier nicht.

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