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Die Outlook.com-Willkommensseite im Internet Explorer - Screenshot Die Outlook.com-Willkommensseite im Internet Explorer - Screenshot

Angriff auf Outlook.com – China unter Verdacht

Erst wurde Googles Email-Dienst GMail in China blockiert, nun sind wohl Konten bei Microsofts Dienst Outlook.com gehackt worden. Hinter dem Hacker-Angriff auf den Dienst sollen chinesische Hacker stecken. Der Angriff soll Email-Programme betroffen haben, bei denen die Verbindung mit SMTP und IMAP erfolgt. Der Webzugriff soll nichts mit dem Angriff zu tun haben.

Eine Sicherheitsfirma war es, die Vorwürfe verlautbart hatte, dass sich irgendwelche chinesische Behörden hinter dem Angriff auf Outlook.com befinden sollen. Natürlich: die Beschuldigten weisen jegliche Verantwortung von sich. Angeblich hätte wohl die Cyberspace Administration of China (CAC) kundgetan, dass die Behauptung, chinesische Behörden hätten sich in die Server von Outlook.com von Microsoft gehackt, falsch wäre. Es war gar von einer grundlosen Verleumdung die Rede. Man wolle ja nur das „Cyberspace Management System“ der chinesischen Regierung in Verruf bringen.

Es handelt sich wohl darum, dass das CNNIC (China Internet Network Information Center) Zertifikate an Softwar-Hersteller ausgestellt hatte und nun verdächtigt wird, diese für die Attacke auf Outlook.com genutzt zu haben. Die Vermutung hierzu lautet laut chip.de:

Experten vermuten, dass die chinesische Regierung versucht, Einblicke in alle Kommunikationsdienste, die sie nicht ständig überwachen kann, zu bekommen.

Laut WinFuture gab die chinesische Regierung wohl zu Protokoll, sie sei ein „standhafter Förderer der Cyber-Sicherheit“ und würde fest gegen jede Art von Angriffen einstehen. Man wolle entschieden gegen „offensive Online-Manöver“ vorgehen, die innerhalb der chinesischen Grenzen gestartet werden. Und so weiter und so fort. Bla bla bla.

Naja, so richtig ist das nicht zu glauben, was die Chinesen da erzählen. Ich weiß, dass ich immer wieder auf diesem Blog von russischen und chinesischen IP-Adressen besucht wurde. Teilweise auch in hoher Zahl. Und es ist nicht unbekannt, dass China Hacker bezahlt. Da muss man kein großer Fanatiker oder Aluhut-Träger sein. China steht nun einmal im Verdacht, Cyberkriminalität zu fördern. Bisher wurden auch nicht wirklich Beweise dagegen auf den Tisch gelegt. Oder ist Ihnen da etwas derartiges bekannt?

Also noch einmal kurz und deutlich: Ja, es gab einen Angriff auf Outlook.com. Ja, Verbindungen zwischen dem Dienst und Email-Programmen könnten gehackt worden sein. Nein, die Webseite war nicht betroffen. Nein, die Emails an sich auch nicht, so lang man sie nicht mit einem Programm abruft. Ja, China könnte dahinter stecken. Nein, man weiß es nicht genau. Und wenn Sie das jetzt so sehen, was halten Sie denn davon?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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