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Webmaster Friday

Webmaster Friday – Der Schreibstil macht’s

This entry is part 41 of 80 in the series Webmaster Friday

Ich nehme diese Woche mal wieder am beliebten Webmaster Friday teil. Es geht um den Schreibstil beim Bloggen. Und ich glaube, dazu kann ich etwas beitragen. Ja, nicht zu jedem Thema dort gebe ich meinen Senf dazu, aber hier bietet es sich eben mal an. Eigentlich spielt der Schreibstil eine ebenso wichtige Rolle wie die Themen, darum finde ich es gut und richtig, dass man sich damit beschäftigt.

Ja, ich denke schon, dass ich meinen eigenen Schreibstil habe. Wäre ja auch blöd, wenn nicht. Ich habe mich jetzt nicht großartig mit dem Stil an sich beschäftigt. Aber ich denke, dass das nicht ganz großer Unfug ist, den ich hier verzapfe. Wie würde ich das beschreiben, was ich in dieses Internetz schreibe, von dem alle immer reden? Schauen wir mal, was ich da zusammen bringe.

Also zunächst einmal ist es mir sehr wichtig, dass a) Orthografie und Grammatik irgendwie von diesem Planeten stammen und b) Kraftausdrücke – wenn überhaupt – auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Was ich so in manchen Blogs lese, ist schon haarsträubend. Einerseits ist jedes fünfte Wort irgendwie falsch geschrieben, andererseits weiß niemand, wo ein Teilsatz beginnt oder aufhört. Aber dann schimpfen wie die Rohrspatzen. Was soll ich damit?

Ich will mich jetzt nicht wichtiger machen, als ich vielleicht bin. Aber sinnentstellend sollte niemand schreiben. Wer will sowas lesen? Nein, ich meine nicht diejenigen, die es aufgrund einer Schwäche einfach nicht besser können. Ich meine die, bei denen man beim – nun ja – Lesen mitbekommt, dass der geschriebene Text eben nicht noch einmal Korrektur gelesen wurde. Aber solche Texte – das habe ich für mich festgestellt – sind mühsam zu lesen. Und solche Blogs lese ich auch nicht oder verlinke auf sie.

Im Großen und Ganzen denke ich aber trotzdem, dass ich frei Schnauze schreibe. Ja, manchmal elaboriere ich mit gewaltigen verschachtelten Satzmonstern herum. Aber das hält sich wohl immernoch in Grenzen. Was ich oft mache, ist zuerst eine Zusammenfassung des eigentlichen Themas zu liefern und dann meine Meinung darzustellen. Und gerade bei der Meinung, denke ich, kommt frei Schnauze voll zur Geltung.

Natürlich darf man auch mal fluchen. Das gehört nun einmal mit dazu. Aber Kraft- und Fäkalsprache ist auf dieser Seite eher unangebracht. Und auch so ist das nicht mein Stil. Da mag so etwas noch so sehr authentisch wirken und als das Salz in der berühmten Suppe durchgehen, ich möchte das nicht so verwenden. Und ich glaube, meine Stammleser finden das durchaus wohltuend, oder?

Wie Karin Müller habe ich mir auch ein paar Regeln auferlegt, an die ich mich weitgehend halte. Und Hans J. Reuter ist der Meinung, dass man weder everybody’s darling noch perfekt sein kann. Für ihn ist es genauso OK wie für mich, dass nicht jeder mag, was man so verzapft. Damit kann ein Schreiberling wie meiner einer durchaus klar kommen. Ich denke, das Grundübel ist, dass man sich beim Schreiben wohl fühlen muss. Wer mit seinem Stil nicht zufrieden ist, wird nicht gut bloggen können, unabhängig von Orthografie und Grammatik. Oder was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 Gedanken zu „Webmaster Friday – Der Schreibstil macht’s

  1. Hi Henning,
    finde ich auch so, dass man sich beim Schreiben wohl fühlen muss und nur so kann man dann gut bloggen. Fäkalsprache wende ich bei meiner Schreibe auch nicht wirklich an.

    Ich mag auch mal gerne längere Texte schreiben und dennoch irgendwie auf den Punkt kommen. Zu kurze Beiträge schreibe ich eher sehr sehr selten. Wenn ein Blogger authentisch bleibt und seine Artikel wenigstens mal einmal Korrektur liest, dann ist man als Leser froh.

    Ich bin zwar nicht in der BRD geboren, versuche dennoch mein bestes Deutsch zu Blog zu bringen und meine Leser wissen es natürlich zu beurteilen. Ich hoffe, dass ich als kein schlechter Blogger da stehe.

  2. Auf Blogs die man nicht gut findet verlinke ich auch nicht. Auch wenn ich das bezogen auf Rechtschreibung und Grammatik nicht so eng sehe. Zu dem Thema habe ich in meinem Beitrag vom Webmaster Friday auch Stellung bezogen und zugegeben das ich nicht der Rechtschreibexperte bin.

    Bei den Kraftausdrücken stimme ich dir absolut zu. Die sind in dem meisten Blogs inhaltlich völlig überflüssig.

    Beste Grüße

  3. Pingback: [Webmasterfriday]: Kein Gossenslang und -bitteschön- ohne Fremdwörter › Netzexil.de

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