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Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de

Webmaster Friday – Parallelwelten

This entry is part 69 of 79 in the series Webmaster Friday

Parallelwelten sind hypothetische Orte. Es gibt sie in die Wissenschaft, in der Science Fiction und in der Psychologie. Letzteres meine ich. Ich denke da an einen abgegrenzten Bereich, in dem sich das Leben von Leuten unabhängig von der Außenwelt abspielt. Manchmal ist das ganz gut, um einschneidende Dinge besser verarbeiten zu können. Aber wenn Leute niemandem mehr Zugang gewähren, kann das schon gefährlich werden. Wie komme ich darauf? Manch einer lebt „online“ ein anderes Leben als im Realen. Manch einer spielt online auch eine Rolle. Die Frage, die sich da stellt, ist die: Wie ehrlich sollte man im Blog sein? Und das ist das Thema in dieser Woche im Webmaster Friday.

Webmaster Friday

Es ist doch alles nur gespielt

Wenn ich manches so im Internet lese, fällt mir auf, dass da Leute daher kommen, denen man bei ihrem Schreiben die Schauspielerei anmerkt. Gerade bei Dingen wie „Lügenpresse“ und Co. merkt man dann teilweise schon das Manipulative. Ich habe es mitbekommen, dass diese Leute, die so etwas machen, sich dann ins Fäustchen lachen, dass sie wieder einmal der Welt ein Theater vorgespielt haben. Ich hoffe, dass diese Leute irgendwann mal mit der Nase gegen einen Betonpfeiler laufen. So etwas gehört sich nicht.

Bei mir im Blog gibt es immer Meinung. Das war nie anders, und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Und oben drüber steht mein Name. Ich würde mir doch selbst nur schaden, wenn ich der Welt ein Theater vorspielen würde. Das sehen übrigens viele so, die selbst irgendwas im Internet publizieren. Und es geht ja noch weiter. Mir wäre es wirklich zu anstrengend, wenn ich mir eine Maske aufsetzen müsste und immer bei meiner Rolle bleiben müsste, die ich im Internet spiele. Dazu kommt, dass man so oft aufpassen muss, was man von sich gibt, da alles und jeder zu irgendwas irgendwelche Rückschlüsse ziehen kann.

Nein, ich kann im Internet nicht schauspielern. Andere können das sehr wohl.Und die ziehen das auch kontinuierlich durch. Die kommen dann ja sogar daher und bauen ein richtig schlüssiges Universum auf. Also eine Parallelwelt. Die sind „im wahren Leben“ ganz andere Menschen. Naja, das müssen sie selbst wissen. Ich kann jedenfalls von mir sagen, dass ich Ehrlichkeit verblogge. Mir wäre das nichts, da man sich ja nur selbst in die Tasche lügt, wenn man es bewusst macht. Es ist etwas anderes, wenn das ein Schutzmechanismus ist, wie eingangs beschrieben. Hier meine ich aber das Manipulative, das mich da stört.

Es gibt kein Second Life

Es bringt nichts ein, irgendwas „in Schön“ zu schreiben, obwohl man selbst anderer Meinung ist. Es ist etwas anderes, wenn es sich um erfundene Geschichten handelt und das den Lesern bewusst ist. Alles andere – und da bleibe ich dabei – ist manipulativ. Wer Erfahrungsberichte schreibt, kann nun mal nur authentische Berichte schreiben, wenn Ehrlichkeit siegt. Da gibt es keinen Deut Abweichung. Und ehrlich, es fällt einem doch sehr schnell auf die Füße. Andere reagieren da nun einmal sehr allergisch.

Wer im Internet publiziert, von dem erwartet das Publikum, dass da nichts gelogen ist. Geschichten und Satire sind anders einzuschätzen, das ist klar. Aber dass es sich um so etwas handelt, muss dem Publikum bekannt sein. Alles andere darf gern wahr sein, auch wenn Eckdaten vielleicht verschleiert sind. Wenn sich Leser in einem Blog informieren wollen, hat eine Lüge dort nichts zu suchen. Und online eine andere „Identität“ zu haben, als im wahren Leben, hält doch niemand auf Dauer durch. Ehrlich währt auch online am längsten, und deshalb gibt es kein Second Life.

Lieber wahrhaftig sein. Das bringt Publizisten und Leser immer weiter. Bei allem anderen lügt man sich und der Welt in die Tasche. „Second Life“ ist bestenfalls die bekannte Online-Welt. Aber die ist programmiert. Und kann manipuliert werden. Ohne Manipulationen kommen wir immer weiter. Online und offline. Denn es würde uns ja doch auf die Füße fallen. Denken Sie nicht auch?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

6 Gedanken zu „Webmaster Friday – Parallelwelten

    1. Hallo Sabienes, also ich denke, dass viele, die „Lügenpresse“ brüllen, denjenigen, die sich nur halb dafür interessieren, erzählen wollen, dass nur sie die Wahrheit erzählen. Vieles ist da Schauspielerei. Ich hoffe, dass ich damit die Unklarheit beseitigen konnte.

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