Webmaster Friday: Verlässlichkeiten

Webmaster Friday: Verlässlichkeiten Webmaster Friday: Verlässlichkeiten
This entry is part 58 of 74 in the series Webmaster Friday

Das Thema ist nicht neu hier im Blog. Aber es kann nicht oft genug angesprochen werden. Gut, dass der Webmaster Friday das auch behandelt. Es gibt immer wieder etwas dazu zu sagen. Daher melde ich mir hierzu nochmal zu Wort. Warum? Weil es wichtig ist. Weil man nicht oft genug darauf hinweisen kann, wie wichtig es ist, sich auf andere verlassen zu können. Und darum nehme ich am Webmaster Friday genau zu diesem Thema teil, obwohl ich erst kürzlich etwas dazu geschrieben habe.

Webmaster Friday

Kann man Blogger und Verlässlichkeit zusammenbringen?

Na aber selbstverständlich geht das, sogar sehr gut. Was wäre denn ein Blogger, bei dem man nicht weiß, was einen denn nun wieder ereilt? Nehmen wir einmal Technik-Blogger. Da gibt es ja gute. Und was wäre denn, wenn ein Technik-Blog ohne Vorwarnung und ohne Erklärung und ohne schleichenden Übergang ganz einfach ein völlig anderes Themengebiet behandeln würde? Das würde ja die Leser verschrecken, denke ich.

Ich meine, es ist keine Frage, ein Blog kann eine völlig neue thematische Ausrichtung nehmen. Wichtig dabei ist, dass man immer schon mit seinen Lesern offen kommuniziert hat. Wie hier im Blog. Da gibt es Artikel, die „In eigener Sache“ bezeichnet sind. Darin werden Dinge erläutert, die den Blog betreffen und eventuell das Nutzerverhalten beeinflussen können.

Technik-Blogs haben ja oft das Problem, dass sie wie reine News-Portale wirken. Das hat ja sowieso nichts mit dem Bloggen zu tun. Die hätten dann auch ein großes Problem, wenn sich der gesamte Blog thematisch neu aufstellt. Aber Blogs, in denen solche In-eigener-Sache-Artikel immer wieder zu finden sind, die können sich dann recht gut neu aufstellen, wenn sie es den Lesern über solche Artikel erklären. Und selbst dann muss der Übergang schleichend sein.

Aber Verlässlichkeit und Blogger passen auch so gut zusammen. Wenn ein Blogger seine Meinung vertritt, dann ist der ein verlässlicher Diskussionspartner. Und so kann man das weiterführen. Aber die beiden Sachen passen sehr gut zusammen.

Flüchtlinge möchten sich verlassen können

Nein, ich rede nicht von Asylbewerbern, die nicht von Krieg und Terror verfolgt sind. Da ist die Hilfe nicht ganz so dringend wie bei Kriegsflüchtlingen. Obwohl das vielleicht auch ein Trugschluss ist, da bin ich mir nicht sicher. Verzeihen Sie mir also, wenn ich hier herum eiern muss. Mir geht es aber explizit um die Menschen, die vor Krieg und Terror flüchten müssen.

Die irren durch die Mittelmeer-Region und durch halb Europa, um irgendwie Zuflucht vor Boko Haram oder dem Islamischen Staat zu finden. Alles, was die wollen, ist irgendwas, worauf sie sich verlassen können. Denen geht es nicht um Geld, sie wollen sich auch nicht auf Sozialhilfen ausruhen oder was auch immer behauptet wird. Sie möchten sich einfach auf den Schutz der Gemeinschaft vor Granaten und Schüssen und Gewalt verlassen können, bis der Terror vorbei ist.

Andere Asylsuchende suchen vielleicht eine Möglichkeit, ihr Leben zu verändern oder wirklich eine Chance zu bekommen. Da gibt es genügend Leid auf dem Balkan oder sonstwo auf der Welt. Viele Menschen, ob es nun Kosovaren, Griechen, Simbabwer oder wer auch immer ist, wollen sich einfach nur darauf verlassen können, dass ihre Situation irgendwann besser wird.

Verlässlichkeit im Alltag

Ich denke, jeder Mensch möchte sich auf seine Freunde und auf seine Familie verlassen können. Jeder Auftraggeber auf seinen Auftragnehmer. Jeder Arbeitgeber auf seinen Arbeitnehmer. Und umgekehrt. Wenn mal irgendwas nicht machbar ist oder so, dann muss man wenigstens miteinander reden können. Ohne dem läuft es doch nicht. Oder würde ernsthaft jemand etwas anderes behaupten?

So hat Verlässlichkeit auch etwas mit Moral zu tun. Wenn sich Menschen aufeinander verlassen können, grätscht man auch nicht gleich drauflos, wenn mal etwas nicht ganz so gut klappt. Verlässlichkeit ist immens wichtig im Zusammenleben der Menschen, wobei das Bloggen eben doch weniger priorisiert ist als meinetwegen das Berufsleben. Aber Zusagen und Termine sollten niemals optional sein. Oder sieht das irgendwer komplett anders?

Series Navigation<< Webmaster Friday – SommerlochWebmaster Friday – Wie ist das mit den Kommentaren? >>
Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Kommentare

  1. Ich mag es auch sehr, mich auf andere verlassen zu können.
    Diesen Satz aus dem Beitrag hier möchte ich gerne hervorheben.

    „Sie möchten sich einfach auf den Schutz der Gemeinschaft vor Granaten und Schüssen und Gewalt verlassen können, bis der Terror vorbei ist.“

    Er sagt so viel.

    Lieben herzlichen Dank übrigens ;-)
    Herzlichen Gruß Hans

    Antworten
    • Das hab ich gar nicht so gesehen. Aber wenn man es genau betrachtet, dann hast du natürlich recht. In Sachen Flüchtlinge gibt es nicht mehr zu sagen.

      Und ich verlinke dich natürlich gern.

      Antworten
  2. Ich finde es gelungen, wie kongenial du die Themenbereiche bloggen, Flüchtlinge und Alltag auf einen (verlässlichen) Nenner bringst. ;-)
    LG
    Sabiene

    Antworten

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.