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Abmahngefahr durch WhatsApp-Kerzenbild

Bei WhatsApp geht derzeit ein Kettenbrief um, in dem sich ein Kerzenbild befinden soll. Es wird für Solidarität mit Krebskranken geworben. Sollte man hier mitmachen beim Verteilen des Kettenbriefs, kann man angeblich schnell Gefahr laufen, sich eine Abmahnung einzuhandeln. Hier muss man einfach mal warnen.

Man soll laut einem Kettenbrief bei WhatsApp für 24 Stunden eine „Kerze der Hoffnung“ als Profilbild einsetzen und ein Zeichen der Solidarität mit krebskranken Menschen setzen. Man soll dafür danken, dass man selbst gesund ist. Und man soll die mitgeschickte Kerze weiterschicken. An alle Freunde, die ein Herz haben.

Herzergreifend, nicht wahr? Ich meine, Krebs – egal in welcher Form – ist eine schlimme Sache. In so ziemlich jeder Sippe kommt Krebs vor. Ich kenne auch Menschen, die an Krebs erkrankt waren und sich in das Martyrium der Therapie begeben haben. Natürlich bangt man, natürlich hofft man das Beste. Keine Frage. Aber bei diesem WhatsApp-Kettenbrief muss ich warnen. Das mitgelieferte Kerzenbild bitte nicht verwenden.

Wurde dieser Kettenbrief versendet, wird eine Folgemeldung versendet, die sich auch zum Kettenbrief entwickelt. In dieser wird dringend dazu geraten, das Bild umgehend zu löschen. Voller Schreibfehler wird auf die Urheberrechtsverletzung aufmerksam gemacht und von Betrug geschrieben.

Mit der Verletzung des Urheberrechts haben die Versender Recht. Man darf nicht einfach Bilder ohne Zustimmung des Rechteinhabers verwenden. So war das auch mit dem Wuschelbild / Puschelbild. Es weiß niemand, ob wirklich abgemahnt wird. Aber um einer unnötigen Rechtsstreitigkeit aus dem Weg zu gehen, sollte man lieber nicht an der Kerzenaktion teilnehmen. Das ist auch die Essenz beim Verein Mimikama.

Natürlich besteht der begründete Verdacht, dass man einfach nur jemand anderen veralbert, dass es gar nicht erst zu einer Abmahnung kommt. Der Meinung ist Dennis Vitt. Aber wer weiß das schon? Ich würde es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich würde – wie er es auch vorschlägt – die Nachricht(en) löschen und den Versender auf diesen Unsinn aufmerksam machen.

Kettenbriefe gibt es immer wieder. Ich habe ja auch schon diverse Male darüber geschrieben. Gestern war ich überrascht, dass die Besucherzahlen hier im Blog durch die Decke gingen und hunderte Besucher auf den oben verlinkten Artikel mit dem Wuschelbild gingen. Nun ja, später wurde mir dann klar, was der Grund dafür war. Kettenbriefe sind meistens nur nervtötend und störend. Lässt man sich dann auch noch darauf ein, bekommt man unter Umständen auch noch einen riesigen Schrecken. Das muss nicht sein. Stimmt’s?

Bildquelle: LoboStudioHamburg CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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