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Brasilien: Telegram statt WhatsApp

Bämm! Jetzt ist es passiert: In Brasilien ist der Messenger Nummer 1, WhatsApp, gesperrt worden. Und zwar auf richterliche Anordnung. Problematisch wird nämlich für WhatsApp die Verschlüsselungspolitik. Damit müssen sich die brasilianischen Nutzer künftig etwas anderes als den grünen Messenger überlegen. Ob es hierzulande auch mal so weit kommt, glaube ich nicht. Aber das ist schon ziemlich konsequent, finde ich.

WhatsApp fiel es nun auf die Füße, dass sich die Facebook-Tochter offenbar geweigert hat, mit den brasilianischen Behörden zusammenzuarbeiten. Und damit hat ein Richter in dem südamerikanischen Land die Sperrung des Dienstes angeordnet. So erzählt es uns iTopNews heute am Morgen. Anfang Februar soll WhatsApp wohl noch eine Androhung der Sperrung des Dienstes in Brasilien angefochten haben. Allerdings hatte der Messenger mit dem grünen Symbol wohl relativ wenig Erfolg damit. Denn eine neuerliche Anordnung zur Sperrung wurde inzwischen den Providern im Land zugestellt.

Damit war Richter Luiz Moura recht konsequent. Es handelt sich wohl um die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die das Problem ist. Denn der Anbieter WhatsApp kann den Behörden keine Abschriften von Chats und Nachrichten zur Verfügung stellen. Es geht wohl auch laut PeriodicoDigital um Bilder von Kindern und Jugendlichen in sexuellen Handlungen. Von den Behörden her ist aber noch nichts weiter bekannt geworden, da diese sich mit Verweis auf die Wahrung des Amtsgeheimnisses in tiefes Schweigen hüllen.

Jetzt will man ja trotzdem weiter mobil chatten. Auch der brasilianische Nutzer. Was macht man da? Die Brasilianer sind auch nicht auf den Kopf gefallen. Es gab wohl bis zu 100 Neuanmeldungen pro Sekunde beim blauen Konkurrenten Telegram. Inzwischen sind wohl über 2,5 Millionen neue brasilianische Nutzer zu verzeichnen. Des Einen Freud ist damit des Anderen Leid.

Wenn man das Ganze nun aber weiterdenkt, dann kommt man aber auch unweigerlich zu dem Schluss, dass WhatsApp den Datenschutz befolgt und eben den Nachrichtenverkehr nicht mitschneidet. Es bedeutet dann aber auch weiter, dass dies Telegram wahrscheinlich tut. Auf der einen Seite können Nachrichten nicht eingesehen werden, auf der anderen Seite schon. Oder habe ich da irgendwas übersehen? Wie ist Ihre Meinung dazu?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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