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Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com

Welche Lieder sind zum Aufdrehen?

Ich mache ja nicht bei jeder Blogparade mit. Aber wenn es um Musik geht, bin ich dafür zu haben. Musik nur, wenn sie laut ist. Das ist mein Metier. Ich bin mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und mag verschiedene Lieder, die man so überhaupt nicht mehr im Radio hört. Viele Lieder sind einfach mal nur lahm. Als jemand, der in den Neunzigern seine Abwackel-Zeit hatte, habe ich da so ein paar Lieder, die mich immer begleiten werden. Und so mache ich einfach mal mit bei der Blogparade der Singenden Lehrerin.

Sie schreibt, wie Sie im verlinkten Artikel lesen können, dass man möglichst auf aktuelle Hits verzichten soll. Damit habe ich keine Schwierigkeiten. Was da so im Formatradio vor sich hin dudelt, ist doch mehr oder weniger nur Schall und Rauch. Und deshalb habe ich einfach mal folgende 10 Lieder ausgesucht, die gar nicht laut genug sein können. Passen Sie mal auf:

Lambda – Hold on tight (Nalin & Kane Remix)

Für mich eine der grandiosesten Elektro-Nummern, die es jemals gegeben hat. Ich weiß gar nicht, wo die herkamen. Aber das Stückchen ist in seinen knapp 13 Minuten der absolute Knaller in den späten Neunzigern gewesen. Was haben wir zu dem Lied abgefeiert! Ich spiele hier aus gutem Grund die ganz lange Version, weil die Original-Version nicht im Geringsten das wiedergibt, was dieser famose Remix so veranstaltet.

Jaydee – Plastic Dreams

1993 kam Robin Albers aus den Niederlanden mit diesem Trip House und Jazz Geklingel um die Ecke. Mittlerweile ist der DJ auch 60. Bei „Plastic Dreams“ wusste man auch nicht so richtig, was eigentlich der Sinn für das Lied ist. Jedenfalls hat er eine Hammond Orgel hergenommen, einen wüsten Rhythmus drunter gestrickt und die Synthies zucken lassen. Wir feierten das Lied ab und konnten gar nicht genug davon bekommen.

The KLF – Last train to Trancentral

„This is what KLF is about“ – genau, „Last train to Trancentral“ fasst in 3,5 Minuten zusammen, was The KLF ausmachte. Die etwas schrägen Typen, die von der Bildfläche abtraten, nachdem sie ein geschlachtetes Schaf in die Menschenmasse schmeißen wollten. Die haben so faszinierende House-Musik gemacht. So etwas in der Art ist heutzutage nicht mehr denkbar. Ein viertel Jahrhundert ist das her, und das Lied kann immernoch nicht laut genug sein.

EMF – Unbelievable

„Unbelievable“ war so eine wunderbare Cross Over Nummer, wie sie Anfang der Neunziger groß Mode waren. Ich erinnere mich noch bei genau dieser Version daran, dass in unserer damaligen Großraum-Disco – unserem Wohnzimmer – die Masse tobte, wenn der DJ dieses Lied auflegte. Ich weiß gar nicht, was aus EMF geworden ist, aber „Unbelievable“ bleibt legendär.

OMD – (Forever) Live and die (John Tokes Potoker Mix)

Jaja, ich und OMD. Wer hier mal schaut, wird jede Menge zu den vier Herren aus Liverpool erfahren. Jedenfalls habe ich „(Forever) Live and die“ ausgesucht, weil das für mich die schwebende Wolke aus Klangteppichen, Musikexperimenten und großem Brimborium ist. Ich habe das Lied geliebt. Und diese Version ist der Knaller, finde ich.

INXS – Dissapear

„Say I’m crying“ – niemand kann so gut jammern wie Michael Hutchence. „Dissapear“ war für mich immer eins der besten australischen Lieder. Anfang der Neunziger war genau diese Musik zentral in Diskotheken zu finden, vor allem in den Großraum-Discos. Und zuhause konnte es nie laut genug gespielt werden. Schade, dass Michael Hutchence nicht mehr lebt, wahrscheinlich hätten wir noch mehr von dieser Musik bekommen.

Spike – Respect

Jaja, Mitte der Neunziger nervte Whitney Houston mit „My name is not Susan“. Daran haben sich Spike orientiert, denn es heißt nicht umsonst darin: Wenn er bei ihr sein will, soll er sie nicht Whitney nennen. Das Lied ist irgendwie so ein typischer 90-Jahre-Möchtegern-Hiphop. Aber die fetten Beats und die mitsing-fähige „Hu-Ho-Hu-Hoho“ machten dieses Stück zum Partykracher.

Key Motion – Automatic Love

Ich habe keine Ahnung, wer hier dahinter gesteckt hatte. Irgendwie klang das Alles nach „MC Sar & The Real McCoy“. Aber das war ja wohl irgendwie nicht der Fall. Eurodance konnte auch wunderbar melodisch sein, wie wir hier an dem Lied hören. Eigentlich ist das ein belangloses Stück Musik. Aber ich habe es geliebt. Die Außerirdischen erzählen ja auch so traurig, dass auf dem Planeten, von dem sie stammen, keine Liebe zu finden ist.

Bomb The Bass – Megablast

Tim Simenon alias „Bomb The Bass“ war laut, schräg, immer viel zu weit drüber und Ende der Achtziger ein Muss auf jeder Party. Mit „Megablast“ ruft er zur großen Zerstörung auf. Er rief dazu auf, den Tanzboden in Schutt und Asche zu legen. Und genau das konnte ja nur laut gemacht werden. Ich halte „Bomb The Bass“ nach wie vor für sensationell, auch wenn die große Zeit seit 25 Jahren vorbei ist.

Scorpions – Still loving you

Es gibt für mich keine größere Rockballade als „Still loving you“. Hier dürfen gern die Boxen explodieren. Die Scorpions haben sich mit diesem Hammer von Ballade ein Denkmal gesetzt, als noch lange nicht an „Wind of Change“ zu denken war. Ich halte das Coda – also den Abspann – als das beste der Rockgeschichte. Diese Hymne ist zeitlos, sie muss laut sein, das ist gar nicht anders möglich.

Es gibt unzählige Lieder

Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Ich bin ein Musikliebhaber und habe meine Musik. Hier in diesem Artikel ging es um Lieder, die möglichst laut laufen müssen. Es gibt aber noch jede Menge weiterer Lieder, die mich in meinem Leben länger begleitet haben, als die drei Minuten im Formatradio. Wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann darauf zurück und bringe mal eine andere Liste. Man soll ja niemals nie sagen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Welche Lieder sind zum Aufdrehen?

    1. Ja, das sind schon ein paar Kracher. So eine Zusammenstellung muss ja nicht zum großen Teil passen. Aber wenn der Autor dahinter steht, ist die in jedem Fall gut

  1. Hallo Herr Uhle, da ich ja wie schon geschrieben zur Zeit mich mit der Digitalisierung meiner über 300 Kassetten beschäftige, höre ich gerade bei einem Stück namens „Schöneberg“ von „MARMION“ und das kann ich einfach nur immer „aufdrehen“, wenn ich es höre(besonders der über 9 Minuten dauernde „Marmion Remix“) – und das obwohl sich mein Musikgeschmack in den letzten 15 Jahren grundlegend geändert hat. Mit freundlichen Grüßen aus L.E. … Thomas Hammer

    1. Hallo Herr Hammer, irgendwie erinnere ich mich daran, dass das damals immer mal wieder auf „NRJ“ lief. Der Olaf Schliebe („DJ O.S.“) hatte das mal in seinem Loop drin. Und wenn einem so etwas auch 20 Jahre danach noch in Erinnerung ist, kann das nichts schlechtes gewesen sein.

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