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Flüchtende Geschäftsleute an der Börse - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Flüchtende Geschäftsleute an der Börse - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

Chinesischer Aktienmarkt und chinesische Immobilienblase

Gestern jammerte man davon, dass die chinesische Börse crashen könnte. Was man aber vergisst, ist der Immobilienmarkt im Reich der Mitte. Irgendwie scheint es so, als könnte da eine voluminöse Blase platzen. Was man vor vielen Jahren in Europa und in den USA erlebt hatte, wäre dem gegenüber kalter Kaffee. Und irgendwie scheint es so, als ob da eine größere Finanzbombe platzen könnte.

Das Artikelbild habe ich nicht umsonst ausgewählt. Der Herr Altmann, der viele Bilder zur Verfügung stellt, hat da flüchtende, panische Geschäftsleute dargestellt. Und genau die könnte es an der chinesischen Börse und im chinesischen Immobilienmarkt geben. Die chinesische Regierung pumpt mit einem C-Schlauch Geld in die Börse, und der chinesische Immobilienboom ist nahezu vorbei. Jedenfalls hat er seinen Gipfel überschritten. Und das trotz massiv gesenktem Leitzins. Das hat gewaltige Auswirkungen auf die chinesische Altersvorsorge, die dann auch wieder Einfluss auf alle möglichen Märkte hat.

Es ist nicht ganz abwegig, dass man die chinesische Börse als „Neuer Markt“ hinstellt. Nicht nur der hohe Anteil von Technologie-Firmen ist ein Hinweis. Auch dass die Börse Shanghai als El Dorado angesehen wurde, ist vergleichbar mit dem „Neuen Markt“, der nun TecDAX heißt. Und jeder weiß, was da los war. Nun also auch die Immobilien. Und da könnte jetzt schon allmählich Panik ausbrechen, wenn man das so überblickt.

Da haben sie nun die Türen für ausländische Investoren geöffnet und gießen kübelweise das Geld in den Markt, wenn man so die Wirtschaftspolitiker in China sieht. Irgendwie wirkt das noch etwas panischer als das, was vor Jahren der damalige Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, gemacht hat. Der hatte ja auch die Schleusen aufgemacht und die Märkte mit Geld geflutet. Dazu sagte er wohl „Notfalls werfen wir das Geld aus dem Helicopter ab“, was ihm den Namen „Helicopter-Ben“ einbrachte. In China fangen sie nun jedes ausländische Unternehmen ein, das nicht schnell genug flüchten kann, um es dort an der Börse aufzunehmen.

Das Alles wirkt irgendwie irrational. Und das verunsichert auch andere Märkte. Ich glaube, der Wirtschaftsraum, der da am meisten Gelassenheit ausstrahlen könnte, wäre Russland. Aber durch globale Verflechtungen und so etwas wird wohl so ziemlich jede Börse betroffen sein. China wird jedenfalls höchst ehrgeizig versuchen, seinen eigenen Finanzmarkt aufrecht zu erhalten und dessen Bedeutung hervorheben. Fehler wie in Japan mit jahrzehntelanger Depression wird man sich im Milliarden-Reich nicht erlauben. Aber unruhig wird es. Und das könnte die weltweiten Wirtschaftssysteme schon treffen, denke ich.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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