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Ist TTIP wirklich der Untergang?

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich finde, die TTIP-Diskussion geht inzwischen etwas weit. Und plötzlich fragt man, ob das ernst ist. Kann es sein, dass mancher da auch wie bei allem zurzeit ein reiner Betonkopf ist? Denn wenn ich ehrlich bin, muss ich TTIP neu bewerten.

Wer weiß, vielleicht ist das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP ja doch gar nicht so schlecht, wie so viele im Internet derzeit erzählen. Wäre denn der Skandal um Volkswagen ohne die USA überhaupt ein Skandal geworden? Es gibt jede Menge Leute, die behaupten, dass durch TTIP die hohen europäischen Standards gefährdet seien.

Aber ernsthaft: Welche Standards? VW ist das Eine. Aber europäische Verbrecher mischten in Lasagne mit Antibiotika verdorbenes Pferdefleisch, Eier sind voller Salmonellen, Kuchen wird bei manchem Bäcker auch nach dem dritten Mal auftauen weiter verkauft. Welche Standards sollen also gefährdet sein?

Ja, ich habe auch mal anders über das transatlantische Freihandelsabkommen gedacht. Aber glaubt denn wirklich jemand daran, dass es durch die USA zu noch schlechteren Standards kommt als die, die wir eh schon haben? Wie schlecht soll denn Schwarzwälder Kirschtorte aus Kentucky schon sein?

Denkt ernsthaft jemand, dass die Thüringer Rostbratwurst, die einem in Sachsen vor dem Supermarkt angedreht wird, jemals das schöne Bundesland an Rennsteig und Unstrut gesehen hat? Ich ehrlich nicht. Und warum sollte das in einer Freihandelszone anders sein als in einem Länderbund?

Haben wir vielleicht Angst davor, dass gleiche Waren aus anderen Ländern besser sein könnten als die hiesigen Produkte? Ich bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher darüber, dass TTIP wirklich nur schlechtes für die europäischen Verbraucher bringt. Ich denke, meistens stößt so etwas auf Ablehnung, wenn man ein riesiges Geheimnis darum macht. In Wahrheit wissen wir doch alle gar nicht, was uns erwartet. Denn wirklich viel ist noch nicht verhandelt worden.

Ich kann mich täuschen, aber sollten wir nicht einfach mal abwarten, was da rauskommt? Man kann sehr wohl dagegen protestieren. Wer aber von den Außenstehenden, die am Samstag mit Geschrei auf die Straße gegangen sind, hat die Weisheit für sich gepachtet und weiß, was da verhandelt wurde?

Klar, wir fangen gern mal an, über Chlorhühnchen und Gen-Mais zu reden. Aber besteht nicht doch die Möglichkeit, dass das Alles für Europa besser wird als das, was man uns mit der Flüstertüte ins Ohr brüllt? Ich lasse mich gern aufklären. Ich vermute aber, dass weder plärrende Gegner noch brüllende Befürworter zur Gänze über TTIP Bescheid wissen. Wenn doch, kann man es gern erklären.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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