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Blick über Leipzig - wolter_tom, CC0 via pixabay.de Blick über Leipzig - wolter_tom, CC0 via pixabay.de

Oh Mann, LEGIDA, haben wir jetzt mal endlich genug?

Die besorgten Bürger, die auf die Straße gehen, um sich gegen Islamisierung zu wehren, scheinen wohl ein wenig ohne Puste unterwegs zu sein. Und ich kann nicht sagen, dass ich darüber unglücklich bin. Aber es sind ja nicht nur die LEGIDA-Leute, es sind ja auch die NOLEGIDA-Leute, unter denen – wie auf der LEGIDA-Seite – gewalttätige Menschen dabei sind. Aber irgendwie habe ich die gute Hoffnung, dass sich das Alles irgendwie legen wird. Denn LEGIDA scheint nicht mehr „in“ zu sein.

Es ist irgendwie völlig unklar, wie es mit LEGIDA weitergeht. Einerseits schwinden die Teilnehmerzahlen, andererseits bekommen sie immer mehr Gegenwind. Wenn ich so Woche für Woche mitbekomme, was so über LEGIDA erzählt wird, dann hört sich das irgendwie so an, als wäre die Bewegung eine Versammlung wunderlicher Personen mit rechten Ansichten. Gleichwohl hört man immer wieder, dass NOLEGIDA gewaltbereite Linke seien. Beides will und kann ich nicht bestätigen, weil ich es schlicht nicht weiß.

Aber es muss doch irgendwie klar sein, dass bei LEGIDA und PEGIDA rechte Gedanken mitschweben. Ob sie die Mehrheit sind, darf sich jeder selbst beantworten. Jedenfalls sind die Aussagen dort oftmals beleidigender Natur. So ist auch PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann jetzt mal in Leipzig dabei gewesen und hat nichts als eigenartiges Zeug erzählt. Da stellt sich mir die Frage, wie ernst man so etwas noch nehmen muss. Vor allem, wenn man sich dem Bündnis eventuell anschließen will.

Die NOLEGIDA-Leute haben ja auch teilweise merkwürdige Leute an Bord. Ohne Frage: Wer gegen die Aussagen von PEGIDA und LEGIDA ist, muss dagegen protestieren. Aber ich werde es nicht verstehen, dass dann aus den NOLEGIDA-Reihen Steine und anderes Material geflogen kommt. Muss das sein? Klar, sicher wird der Eine oder Andere nun behaupten, dass es die LEGIDA-Leute nicht anders verdient hätten. Aber ist das denn so?

Ich will es nur mal wissen: Wenn Flüchtlinge (irgendwo habe ich da tatsächlich „Eindringlinge“ gelesen, ja bei „Journalistenwatch“) irgendwo abgekippt werden, kann man das denn nicht sinnvoller machen? Das ist ja einer der Kritikpunkte von LEGIDA. Klar, man wirft ihnen dann schnell mal ein „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber…“ vor. Aber haben sie so völlig unrecht? Ich meine, was aus Leipzig-Heiterblick teilweise zu hören und zu lesen ist, will man ja gar nicht glauben und würde es als Märchen abtun, wenn es nicht wahr wäre.

Aber andererseits: Haben die NOLEGIDA-Leute nicht auch zumindest teilweise Recht, wenn sie erzählen, dass man Rassismus und Ausländerfeindlichkeit keine Bühne geben darf? Ich meine, LEGIDA und die anderen Bündnisse machen ja keinen offenen Ausländerhass. Die stellen das etwas schlauer an. Aber Teile davon sind nun einmal ausländerfeindlich. Und da ist meine Frage, ob da NOLEGIDA nicht auch Recht hat.

Ich denke, beide Bewegungen sind binäre Zwillinge. Wenn jetzt LEGIDA die Luft ausgeht, habe ich die große Hoffnung, dass sich Leipzig etwas beruhigt. Die schweren Zusammenstöße, von denen man immer wieder liest und hört, sollten in Leipzig nichts zu suchen haben. Das hatten wir alles lang genug. Wenn also LEGIDA keine Aktionen mehr macht, gibt es auch keine Gegenaktionen von NOLEGIDA. Und das kann Leipzig nur gut tun.

Keine Frage, Leipzig zeigt gern Flagge. Das darf auch gern so bleiben. Ob es nun „Leipzig nimmt Platz“ oder das „Courage-Festival“ oder was auch immer ist, das hat durchaus alles seine Daseinsberechtigung und ist auch unbedingt zu unterstützen. Aber Gewalt und Sachbeschädigung und dergleichen, dagegen sollte man schon etwas haben. Ich hoffe mal, dass man über kurz oder wieder friedlicher unterwegs ist.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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