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Der Teufel namens „Beuteschema“

Hach, was bin ich immer wieder amüsiert, wenn ich irgendwo lese oder höre, dass er oder sie ja Single sei, weil das passende Gegenstück im passenden Beuteschema noch nicht an die Haustür geklopft hat. Und dann zählen die alle wie die Wahnsinnigen auf, welche äußerlichen Eigenschaften sie oder er bitteschön mitzubringen hat. Ja, dann ist es klar, dass der allergrößte Teil der Menschheit dann durch das Raster fällt. Ich denke, das Thema Beuteschema wird gewaltig überschätzt.

Kennen Sie das bei Urlaubsreisen oder bei der Anmietung einer Wohnung oder derartiges? Da sagt man sich immer, dass das Gesamtpaket stimmen muss. Was nützt das schönste und beste Hotel im Urlaubsgebiet, wenn das umgebende Gelände eine Ruine ist und man nur mit großen Umständen an den Strand kommt? Wenn sich verschiedenste Aspekte so zusammenfügen, dass man gut damit leben kann, dann stimmt das Gesamtpaket. Finden Sie nicht auch?

So ist das ja auch mit dem Beuteschema. Was nützt denn die perfekte Fassade, wenn nichts dahinter ist? Man sollte sich da vielleicht hinterfragen, was dem einzelnen Menschen so im wirklichen Leben wichtig ist. Denn oft ist es doch so, dass der perfekte Partner der ist, mit dem man gern die Zeit totschlägt, weil die Mischung passt. Da macht man dann gern Abstriche bei dem einen oder anderen äußerlichen Punkt. Sprich: Für genügend Lebenswitz und all die Dinge, die dem einzelnen Menschen im Alltag wichtig sind, nimmt man gern meinetwegen einen Bauch oder zu kurze Beine in Kauf. Wenn es sonst passt.

Diese ganze Getöse von wegen „Er / sie entspricht nicht meinem Beuteschema“ halte ich für großen Unfug. Es passt dann wohl eher, wenn man sich sagt, dass das Beuteschema eine Ansammlung der richtigen Kompromisse ist. Wie gesagt, die Mischung macht es aus. Klar, völlig abseits dessen, was dem einzelnen Menschen bisher gefallen hatte, kann ein neuer Partner ja eh nicht sein. Aber man kann den größten Teil von äußerlichen Aspekten wegstreichen. Was wirklich passen muss, das ist die Mischung. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: Beute – (C) amandad CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 thoughts to “Der Teufel namens „Beuteschema“”

  1. Hallo! also, ich finde schon das Wort „Beuteschema“ bei der Wahl eines Lebens- oder meinetwegen Lebensabschnittsgefährten/einer Gefährtin absolut eklig. Als würden wir uns mal eben was für’s Bett erjagen, ob es nun will oder nicht. Mein partner ist alles mögliche, aber außer in bestimmten Sexspielen ganz sicher nicht meine Beute :-)

    1. Hallo Bianca,

      deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass das Thema an sich Unfug ist. Ich benutze diesen Begriff eigentlich auch nicht. Aber der läuft mir immer wieder über den Weg. Das war eigentlich der Hauptgrund für diesen Artikel.

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