Google – Für Mobilgeräte

Sie werden es nicht glauben: Es gibt immernoch Webseiten, die konsequent nicht auf allen Geräten gleich gut funktionieren. Am Ende von 2014. Wenn man eine Webseite aufrufen kann und sie auf jedem Anzeigegerät gut dargestellt wird, nennt man das Ganze „Responsive Webdesign“. Meine Seite funktioniert zum Beispiel so. Aber es gibt eine ganze Reihe von Seiten, die einfach nicht angepasst wurden. Bei denen muss man sich dann den Inhalt zurecht ziehen. Und für die hat jetzt Google eine feine Unterscheidung.

Es wird wohl ein so genannter Ranking-Faktor werden oder schon sein, dass die Webseite auf jedem Gerät gut bedienbar ist. Der Leser will eben auf seinem Smartphone nicht erst die Inhalte heran zoomen, der will sie gleich lesen, wenn er die Seite offen hat. Und deshalb führt Google jetzt die Bezeichnung ein: „Für Mobilgeräte“. Die verbreitet sich nach und nach auf alle Seiten, für die das zutrifft.

Für Mobilgeräte optimierte Seiten haben dann nämlich auch den Charme, dass sie weniger Datenvolumen verschlingen als die herkömmlichen Seiten. Sie sind schlanker, und das kommt der Flatrate zugute. Mal abgesehen davon, dass das lästige Zoomen und dergleichen einfach mal wegfällt. Und jetzt sollte auch beim letzten der Alarm losgehen, sich um ein Responsive Design zu kümmern. Denn ich habe so das Gefühl, dass dieser Fakt noch wichtig für die Suchergebnisse sein wird. Der Dennis Vitt hat dazu den Webmaster Trend Analysten John Mueller zitiert.

Diese kleine, feine Zusatzfunktion ist so intelligent gemacht, dass sie ausschließlich auf dem Smartphone zum Tragen kommt. Rufen Sie nun also am PC Suchergebnisse auf, werden Sie diesen Vermerk nicht feststellen. Aber auf dem Smartphone schon.Und das kann dann schon irgendwann dazu führen, dass Google mit Barrierefreiheit argumentiert und die starren Webseiten einfach schlechter listet. Nachvollziehbar wäre es zumindest, oder?

goo_mf

Wie finden Sie denn diese Funktion? Also ich finde das großartig. So können mir starre Webseiten mehr und mehr gestohlen bleiben. Oder was meinen Sie?

Titelbild: Die große Suche – (C) Alexander Klaus  / pixelio.de

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×SaveYourInternet

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

vielen Dank für Ihr Interesse. Leider steht unser Service heute nicht zur Verfügung. Wir protestieren gemeinsam mit der Autorenschaft der Wikipedia gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die im Parlament der Europäischen Union Ende März verabschiedet werden soll, und schalten unsere Seite für 24 Stunden ab.

Monatelang haben EU-Kommission, EU-Parlament und der EU-Rat im sogenannten Trilog hinter verschlossenen Türen an einem neuen EU-Urheberrecht gearbeitet. Im Kern geht es darum, die finanziellen Interessen der großen Medienkonzerne gegenüber Betreibern von Internetplattformen durchzusetzen.

Ausgetragen wird dieser Konflikt auf den Rücken der Internetnutzer und Kreativen. Diese müssen nach dem aktuellen Entwurf mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das freie Internet, wie wir es kennen, könnte zu einem „Filternet“ verkommen, in dem Plattformbetreiber darüber entscheiden müssen, was wir schreiben, hochladen und sehen dürfen. Denn das geplante Gesetz schreibt Internetseiten und Apps vor, dass sie hochgeladene Inhalte präventiv auf Urheberrechtsverletzungen prüfen müssen. Selbst kleinere Unternehmen müssten demnach fehleranfällige, teure und technisch unausgereifte Uploadfilter einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht einzuhalten (Artikel 11).

Wenn Sie unsere Kritik an der geplanten Urheberrechtsreform teilen, werden Sie aktiv: