Und Dampfen ist doch nicht schädlich, liebe EU

This entry is part 13 of 13 in the series Mein Weg zum Dampfen

Die E-Zigarette ist das Weihwasser, das der Teufel namens Tabakindustrie scheut. Deshalb behaupten Lobbyisten immer, dass die E-Zigarette sehr schädlich ist. Mein Eindruck ist, dass solche Dinge wie die Tabakverordnung und die ganzen Erschwernisse für die Dampfer auf dem Mist der Tabaklobby gewachsen sind. Es kann aber möglich sein, dass sich diese Lobbyisten mit ihren Behauptungen ziemlich angeschmiert haben. Denn seit einer Weile gibt es eine echte Langezeit-Studie zur E-Zigarette.

Gesundheitliche Risiken, die nicht vorhanden sind

Ja, ja und nochmals ja: Nikotin ist ein Nervengift. Mit Nikotin-haltigem Basis-Liquid nimmt ein Dampfer also genauso Giftstoffe zu sich wie Raucher. Aber sonst? Kohlenmonoxid, Blausäure, Arsen, Kohlenwasserstoffe sind zwar in Zigaretten enthalten, aber eben nicht im Liquid. Und der Teer, der sich auf die Lungenbläschen legt, ist eben auch nicht enthalten, da man eben nichts verbrennt. Wo soll denn der Rauch herkommen, um das Kondensat zu bilden, aus dem sich der “Teer” entwickelt?

Dennoch wurde die europäische Tabaklobby nicht müde zu behaupten, dass sich eben jener “Teer”, der aus fest-flüssigen Rauchpartikeln besteht, auch beim Dampfen bildet. Ungeachtet der Tatsache, dass im Liquid kein Stoff enthalten ist, aus dem eben jene Partikel jemals entstehen könnten. Da sich das also nicht halten ließ, hat man behauptet, dass der eingeatmete Dampf einen “Film” auf den Lungenbläschen bilden würde. Es wurden keine Mühen gescheut, die E-Zigarette zu verteufeln. Meiner Ansicht nach aus dem Grund, weil man über die Tabaksteuer bei Zigaretten mehr einnimmt und die Tabakkonzerne ja Unternehmenssteuer bezahlen.

Verbietet die E-Zigarette! Jehova! Jehova!

Es gab mal eine Zeit, in der Anzugträger aus Politik und Wirtschaft die E-Zigarette verbieten wollten. Die einzige Begründung, die man hatte, war: Es gibt ja keine Langzeit-Studie, wie sehr das Ganze Teufelszeug ist. Wie gesagt: Mein Eindruck war, dass viele Interessen die Diskussion um die E-Zigarette befeuerten. Vorn dran waren die Tabakindustrie mit ihren Milliardengewinnen und die Staaten mit ihren Steuereinnahmen über die Tabaksteuer. Und sobald irgendwer eine Studie zur E-Zigarette veröffentlicht hatte, wurde diese niedergeschrieen.

Hauptsache war doch, dass man dem Ziel immer näher kam, die E-Zigarette aus dem Verkehr zu ziehen. Denn Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen waren nun einmal wichtiger. Die Zwischenüberschrift ist insofern passend, weil sich die “Experten” im Elfenbeinturm in Brüssel genau so aufgeführt hatten. Es war doch völlig egal, dass im Vergleich zur Zigarette das Dampfen lange nicht so gesundheitsgefährdend sein konnte. Aber dennoch hat es eine Langzeit-Studie zum Thema nun gegeben. Ach, Sie haben nichts davon gehört? Das wundert mich nicht. Es stand ja nicht in der Zeitung, da stehen ja die Krebstoten.

Langzeitstudie mit positivem Befund

Jetzt ist es ja bei Studien immer so, dass die ja finanziert werden müssen. Also sind Studien nie unabhängig. Dennoch müssen wir über die Herrschaften Mayer, Farsalinos und Polosa reden. Prof. Dr. Polosa ist Direktor des Institutes für Innere Medizin und Klinische Immunologie an der Universität Catania in Italien und gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Nachdem es immer die Forderung nach einer Langzeitstudie gab, wurde eine durchgeführt. Seine Teilnehmer fand der Wissenschaftler in Dampfer-Shops. Und so wurden die Teilnehmer 3,5 Jahre lang untersucht und beobachtet. Und was fand Polosa?

Der Zustand der Probanten blieb stabil oder hat sich gar verbessert. Jedenfalls hat keiner der Teilnehmer irgendeinen Schaden genommen. Die teilgenommenen Nichtraucher, die mit Dampfen angefangen haben, erlitten keine Verschlechterung der Lungenfunktion. Auch die stärksten Nutzer der Geräte trugen keinerlei Schäden davon. Das können Sie hier ausführlich nachlesen. Es sind halt keine Einschränkungen nachweisbar. Das liest man auch hier. Und am Ende stößt man auf eine solche ausführliche Studie.

Wie geht es jetzt weiter?

Es war ein kleiner Teilnehmerkreis. Das wird die “Experten” in Brüssel dazu veranlassen zu behaupten, dass die Studie nicht aussagekräftig ist. Wer weiß, vielleicht finden sie ja noch irgendwelche Ausflüchte, nur um ihre Behauptungen aufrecht zu erhalten. Das Einzige, was wirklich schädlich ist, ist die Einnahme von Nikotin. Wer sagt denn aber, dass man zwingend Nikotin zu sich nehmen muss? Nikotin ist der eigentliche Grund für das Rauchen, nicht für das Dampfen. Dampfen ist am Ende Genuss. Als ehemaliger Raucher fügt man seinem Körper weiter Nikotin zu, weil das der Suchtgrund ist.

Das wird aber irgendwelche Behördenleute nicht davon abhalten, es weiter für eine gute Idee zu halten, Liter-Abfüllungen mit Nikotin zu verbieten, kleinere Abfüllungen aber zu erlauben. Den Brüsseler Politikern ist nach wie vor nicht klar, dass man das Liquid auch morgen nicht trinken wird. Insofern wird dieser Unfug nicht aufhören. Und so wird sich weiter der Dampfende sein Liquid aus Nikotin-freiem Basisliquid mit dem Mischen von Liquid mit hohem Nikotin-Anteil herstellen und dem Brüsseler Elfenbeinturm den Stinkefinger zeigen.

Um das Ganze mal kurz aufzuzeigen: Ich kaufe mir 100 ml Basisliquid mit 20 mg Nikotin pro Milliliter und 250 mg Basisliquid ohne Nikotin und schütte das Ganze zusammen. Das ist für Brüssel so in Ordnung. Aber das gleiche Gebinde – also 350 ml Basisliquid mit insgesamt 6 mg/ml Nikotin, was durch das eben skizzierte Mischen entsteht – fertig zu kaufen, ist nicht erlaubt. Das kann mir nicht wirklich jemand erklären, oder? Aber dieser Tanz wird so weitergehen. Oder wollen Sie eine andere Wette aufmachen?

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