In eigener Sache: Was im Sommer so passieren kann…

Im Sommer kann so einiges passieren. Das Wetter kann sich so verhalten, dass die Hitze wie ein tonnenschweres Gewicht auf Leipzig liegt, sodass sämtliches Leben nahezu zum Erliegen kommt. Das haben wir alles schon gehabt. Die Menschen können träge werden und zu nichts einen wirklichen Antrieb haben. Das geschäftliche Leben kommt allmählich völlig zum Stillstand. Nicht mal in der Politik wird großartig irgendwas erwartet, weshalb man ja parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft und damit vor der Sommerpause noch einige äußerst fragwürdige Dinge in Umlauf kippen will.

Tja, und was werde ich im Sommer machen? Bei mir hat sich ja einiges getan, was ich einigermaßen verarbeiten konnte. „Den letzten Schliff“ verpasse ich mir in einer Art Blog-Urlaub. Den kündige ich jetzt schon mal an. Damit werde ich mal meine Reaktion zu einem Artikel von Nicole bei Way4View aufschreiben. Neugierig? Das wäre ich auch, wenn ich Leser wäre.

Die erste Jahreshälfte 2014 hat mir nicht sonderlich gut getan. Da haben Sie ja bisweilen hier im Blog gelesen. Ich musste das irgendwie verarbeiten, was mir da passiert ist. Stammleser wissen, wovon ich hier schreibe. Ich will das auch nicht großartig aufdröseln, denn ich habe da eine entsprechende Absprache getroffen. Ich möchte das, was privat seit schätzungsweise Februar gelaufen ist, im Moment hier nicht mehr auswerten. Jedenfalls hat mir das Alles ziemlich übel mitgespielt. Dabei war ich eigentlich auf einem guten Weg, wie mir schien. Aber das war eben noch nicht im Februar, sondern noch im Januar.

Egal, Sie wissen schon, was ich meine. Jedenfalls ist mir gestern einiges klar geworden. Sie wissen schon, wie das ist. Es gibt so Situationen. Und bei mir war das so, dass ich mich am frühen Abend ins Grüne verzogen habe und mir Musik einverholfen habe, die sonst eigentlich nicht so meins ist. Gestern bin ich auf ein Lied der Gothic-Band Lacrimosa (die Tränenreiche) aufmerksam gemacht worden, nämlich „Ich verlasse heut‘ dein Herz„. Und plötzlich ergab alles einen Sinn.

Die Kühle der Luft, der leichte Wind, hier und da mal ein Tröpfchen und dazu dieses kraftvolle Werk. Irgendwie stand ich für einen Moment neben mir. Tja, und dann war ich die Gedanken an das letzte halbe Jahr und die davor liegenden 14 Jahre auf einmal los. Auf einmal war ich ich selbst. Und tja, da muss ich sagen, das werde ich beibehalten. Leute, das ist wie eine Kur. Das macht man nicht zwangsläufig immer mit solcher Musik, weil das eben auch nicht immer passt. Aber auf mein Smartphone passt schon einiges an Musik, sodass ich da wohl ganz gut gerüstet bin.

Was hat das jetzt mit diesem Blog zu tun? Ziemlich viel. Vor zwei Jahren hatte ich eine Blog-Pause eingelegt, um gemeinsam viel freie Zeit mit meiner damaligen Familie zu haben. Aus dieser Familie bin ich ja nun bekanntlich herausgedrängt worden. Und dabei dachte ich erst, dass das nur eine Spinnerei des Nestbeschmutzers ist. Wie auch immer, jedenfalls hatte mir vor 2 Jahren diese Blog-Pause sehr gut getan. Ich habe viel Kraft getankt. Und warum soll ich das nicht wiederholen?

In meiner Blog-Pause, die ich noch explizit ausrufen werde, werde ich so gut wie möglich sämtliche sozialen Netzwerke meiden und auch keine Artikel schreiben. Womöglich bleibt mein Handy auch noch aus. Ich werde wahrscheinlich für eine Weile für das Internet „unsichtbar“ sein. Und was werde ich da stattdessen tun? Das ist ja der Kern des Artikels von Nicole, den ich oben verlinkt habe.

Nun ja, ich bin eigentlich ein Naturmensch. Klar, elektronisches Spielzeug interessiert mich schon lang. Aber einfach mal den Stecker ziehen und stattdessen einen See aufsuchen wie den oben in dem Bild, das ist ein guter Plan. Und wer weiß, was ich dabei an Erkenntnissen gewinne. Und wer weiß, wer einem so auf dem Weg begegnet. Neue Erfahrungen wird es wohl geben. Und ich lasse es Sie wissen.

Nein, die Blog-Pause beginnt jetzt noch nicht. Ich werde darüber schreiben, wenn es soweit ist. Aber was halten Sie von meinem Plan? Ich denke, das ist bitter nötig. Zu übel hat mir das Leben einen Kinnhaken gegeben.

Bildquelle: Ein See – free picture by boyhidingintree via morguefile.com

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5 Kommentare

  1. Mach mal Pause! Die Frequenz mit der du die Beiträge schreibst ist vermutlich bissel hoch! Sicher investierst du am Tag mehrere Stunden Zeit und ich bin mir sicher das dir etwas mehr Freizeit oder mal eine Themenwechsel, weg vom Internet gut tun würde! Als einer deinen treuen Leser finde ich den Schritt richtig!

    PS. Habe früher auch viel geschrieben nicht soviel wie du aber irgendwann kam dann der Punkt wo ich sagte es gibt nicht nur das Internet! Das Real-L… das holt dich irgendwann mal ein und du sagst warum habe ich das nicht schon früher mal gemacht!

    Mach mal Pause, mach mal was anderes und schau mal ob dir das nicht auch gefällt! Klar mir gefallen deine Beiträge aber als Mensch ist das doch nigs nur vorm PC zu sitzen!

    1. Hallo Daniel, mein schlechtes Gewissen!

      Ja doch, ich fahre mich dann mal runter. Ich habe ein paar Dinge für mich entdeckt, die ich in nächster Zeit immer wieder mal in Angriff nehmen will. Und die baue ich nach und nach in mein Leben als Balance ein. Keine Sorge, mein Privatleben kommt schon nicht zu kurz. In letzter Zeit musste ich mich aber auch in die Arbeit stürzen. Das hast du ja mitbekommen. Aber das wird nun vermutlich ruhiger.

  2. Pingback: Blogparade
  3. Vielen Dank für diesen eher tiefgründigen Beitrag. Wieso die Zeit, in der sowieso alles etwas langsamer und gemütlicher angegangen wird, nicht nutzen, um abzuschalten und sich Gedanken über das zu machen, das einen beschäftigt. Ich wünsche dir einen schönen und erholsamen Bloggerurlaub.

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