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Mein Blog – mein Wohnzimmer

Du hast doch keine Ahnung, wie sieht denn dein Scheiß-Blog aus! Jemand will mir also vorschreiben, wie ich zu bloggen habe? Da fehlt mir jede Fantasie. Was machen solche Leute außerhalb ihrer eigenen Selbstüberschätzung? Als Blogger muss man immernoch gegen Windmühlen kämpfen und fühlt sich dabei oft genug ärmlicher als Don Quijote. Wenn ich mich von solchen Dingen leiten lassen würde, wäre hier schon lang Schluss. Ich mache halt einfach mein Ding. Denn das ist mein Blog und mein Wohnzimmer. Ich lasse mir da nicht auf den Teppich pinkeln.

Ich denke, es gibt zu wenige Blogger, die wirklich Haltung haben. Die ihre Meinung transportieren, selbst wenn sich diese ändern würde. Solche Blogs quaken dann lieber die sowieso vorhandenen News wie „<Gerät XYZ> von <Hersteller ABC> geleakt“ nach, die schon unzählige Male in anderen Blogs zu lesen sind. Ein paar Werbebanner darum gepackt, fertig. Damit eckt man nicht an, damit tut man niemandem weh. Aber damit ist man auch so langweilig wie ein Rudel eingeschlafene Füße.

Ich habe es schon so oft erzählt, dass es unfassbar gute Blogs gibt. Denen ist aber jegliche Optimierung egal, weshalb sie auch vom Gros der Internetnutzer nicht wahrgenommen werden. Die anderen, die mit Suchmaschinenoptimierung und den Baukästen für die optimierten Überschriften um die Ecke kommen, die drängeln sich vorbei. Und gerade solche Blogger wollen mir dann erzählen, wie ich meinen Blog zu führen habe? Gerade die, die nichts eigenes auf die Kette bekommen, außer irgendwelchen Kram nach zu plappern, wollen mir weismachen, sie wüssten, wie die Welt funktioniert?

Wenn ich irgendwas am Aussehen dieser Seite hier ändere, ist das bitteschön mein Bier. Ebenso die Inhalte. Ich habe zum Jahreswechsel einen Beschluss gefasst. Einstimmig, da außer mir niemand das Recht hat, mir dazwischen zu quaken. Das kann man nachlesen, wenn man denn will. Und wenn wir nun die Statistiken bemühen, dann ist das auch nicht so schlecht, wie ich mir das denke. Mein Blog wächst organisch. Bis auf einen Ausrutscher durch einen Sonderling an Artikel stiegen die Aufrufe dieses Blogs kontinuierlich immer weiter an, sodass der Dezember 2016 der bisher beste Monat war.

Und es gibt immernoch Leute, die denken, dass ich nicht wüsste, was ich hier im Blog treibe? Ich glaube aber schon, dass ich da eine ganz genaue Vorstellung habe. Am Ende ist es doch so, dass immernoch die Meinung zählt. Und das ist es doch, was Blogger ausmacht. Ich beobachte irgendwas und erzähle dazu meine eigene Sicht. Wie soll es denn sonst gehen? Ach ja: „<Gerät XYZ> von <Hersteller ABC> nun in silbergrau-metallic geleakt“. Ach, lasst mich doch mit dem Schmus in Frieden.

So, wie man mich auch nicht ständig darüber belehren muss, wie ich mit den Kommentaren hier umgehe. Es gibt ja Blogs, in denen der Kommentarbereich geschlossen ist oder durch das Auslesen von Bilderrätseln unbrauchbar geworden ist oder durch externe Kommentarsysteme vielleicht unsicher geworden ist. Ich schalte Kommentare frei, wenn ich das für richtig halte. Ich beantworte Kommentare, wenn ich das für sinnvoll erachte. Und meine Antwort kommt dann, wenn ich Zeit dafür habe. Wieso regt man sich darüber auf?

Keine Sorge, Sie werden hier im Blog keinen Kommentar finden, der drauf hindeutet, der Auslöser für diesen Artikel zu sein. Vielmehr sind es Emails, die ich über mein Kontaktformular mit Fantasie-Namen und Fantasie-Email-Adressen erhalte. Da gibt es ernsthaft Leute, die mich beschimpfen und dann nicht mal genug Arsch in der Hose haben. Leute, pinkelt auf euren eigenen Teppich, ihr könnt mir doch nichts. Lasst das Visier runter, lasst uns offen hier über die Kommentare diskutieren. Oder lasst mich einfach in Ruhe. Denn: Mein Blog – mein Wohnzimmer.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 thoughts to “Mein Blog – mein Wohnzimmer”

  1. sau gut beschrieben!
    Ich blogge noch nicht einmal und werde für Kommi´s und Beiträge
    auf „meiner“ Seite/ Chronik „angemacht, beschimpft oder bedroht“!
    Absolutes „No-Go“!
    Mach bitte weiter mit deinem Blog :-)

  2. Ja, so hat wohl jeder seinen praktischen Artikel, auf den er notfalls als Antwort verlinken kann. ;-)

    Ich bekomme öfter mal wutentbrannte Haßmails, weil ich im Impressum gleich Bescheid sage, was ich alles nicht brauche. Das ist natürlich ärgerlich für Möchtegerndesigner etc.

  3. Hallo zusammen, dann schreibe ich mal eine Antwort an all.

    – Nee, Ulf, ich kann auf so etwas auch verzichten. Und was bedeutet schon Erfolg?
    – Susanne: Klar mach ich weiter. Es geht so schnell, dass man bedroht wird, das darf man doch nicht durchgehen lassen.
    – Kurbelursel: Ja, dein Impressum kenne ich und hat mich bereits schmunzeln lassen. Und richtig: So einen Artikel braucht jeder Blogger.

    Sorry, dass ich das so mache. Aber ich habe zumindest reagiert.

  4. Hallo Henning,

    das könnte fast von mir stammen! Ich bin schon oft an verschiedenen Stellen angemosert worden über meine Artikel und auch wegen meinem dunklen Theme, welches ich inzwischen sogar übernommen habe.

    Gerade meine Artikel über die ganzen Überwachungsmaßnahmen bekommen in manchen Foren Kommentare bei denen ich mich frage, ob die Leute noch nie was von Edward Snowden gehört haben!

    Nun gut, „My home is my castle“ und „TmoWizard’s Castle“ wird wohl noch lange Zeit meine zweite Heimat sein. ;-)

    Viele Grüße nun aus Augsburg

    Mike, TmoWizard

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