Weihnachtsfrieden: Das Jahr sagt leise servus

Weihnachtsfrieden: Das Jahr sagt leise servus

Weihnachtsfrieden: Das Jahr sagt leise servus

Jetzt hält er Einzug: Der Weihnachtsfrieden. Er gilt in Behörden. Und er wurde auch im Krieg eingehalten. Er ist wichtig und darf niemals unterschätzt werden. Ich bin zwar weder ein Soldat noch eine Behörde. Das wäre ja noch schöner. Dennoch habe ich mir gesagt, dass ich mal wieder eine Art Weihnachtsfrieden durchziehen werde. Mir ist es einfach wichtig, mal wieder durchzuschnaufen. So sei es denn.

Woher kommt das mit dem Weihnachtsfrieden?

Wenn wir einmal Wikipedia zu Rate ziehen, um die Frage zu klären, woher der Begriff stammt, sehen wir: Ein spontaner Waffenstillstand an der Westfront im Ersten Weltkrieg wurde so genannt. Unter Androhung von Bestrafung wird seit 700 Jahren der Weihnachtsfrieden in Skandinavien ausgerufen. Im Öffentlichen Dienst werden keine Bescheide verschickt. Und vor 35 Jahren wurde in Österreich das Ende eines Polizeieinsatzes so genannt.

Speziell die Nummer im Ersten Weltkrieg ist großartig. Es gab Geschenke zwischen den Schützengräben. Und die verfeindeten Truppen sangen “Stille Nacht, heilige Nacht”. Außerdem fand ein legendäres Fußballspiel im so genannten “No Man’s Land” – also im Niemandsland – zwischen den Fronten statt. Das darf man gern immer mal erwähnen. Und davon sangen 1991 “The Farm”:

The Farm mit “All together now” zum Weihnachtsfrieden 1914 via YouTube

Weihnachtsfrieden kann also ziemlich viel bedeuten. Es ist daher wichtig, dass diese Zeit eingehalten wird. Zu wertvoll ist sie. Und wenn wir uns so anschauen, was es überhaupt mit dem Begriff Weihnachtsfrieden auf sich hat, wird jeder zustimmen, wenn ich da schreibe: Das ist mehr als Geschenke-Schlacht und Füße hochlegen.

Was bedeutet das für diesen Blog?

Die Waffen schweigen, man ist mal leiser und lässt mal den lieben Gott einen guten Mann sein. Nach der “besinnlichen Adventszeit”, in der es eigentlich nur um den Kaufrausch ging, darf man es wirklich mal ruhiger angehen lassen. Aber nebenher hilft diese Zeit vielleicht auch dabei, dass Menschen mal eine Runde abrüsten. Das kann eigentlich nie eine blöde Idee sein.

Aus diesem Grund lasse ich solche Artikel bleiben. Wem sollen die irgendwas bringen? Ich werde in diesem Jahr nach diesem Artikel gar nichts mehr schreiben. Erst 2020 kehre ich zurück. Das Recht nehme ich mir einfach heraus. In der Zeit, in der ich Weihnachtsfrieden halte, werde ich aber in mich gehen, was ich alles so veranstaltet habe.

Es war ja nicht alles schlecht. Aber ich habe mich viel zu sehr über Dinge aufgeregt, die ich eh nicht ändern kann. Ja, ich bin sehr für eine Kultur des Anstands. Hier muss ich mich aber dann auch selbst einfangen. Denn ich habe oft genug einfach nur drauflos geschimpft. Auch deshalb habe ich mir gesagt, dass ich jetzt erstmal durchpusten muss.

Soziale Netzwerke sind nicht sozial

Ich habe mich oft genug dazu hinreißen lassen, mich auf das Geplärre und Gezanke in den sozialen Netzwerken einzulassen. Ja, es gibt genügend Dinge, die man doof finden kann und auch offen so nennen sollte. Aber viel zu schnell fällt man auf Unsinn herein. Das passierte mir in den sozialen Netzwerken leider viel zu oft. Und das ist am Ende sehr schade.

Deshalb werde ich auch meinen eigenen Weihnachtsfrieden dafür nutzen, meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken in Richtung “Null” zu verlagern. Wie es dann 2020 weitergeht, muss ich erst noch sehen. Vielleicht trenne ich mich von dem einen oder anderen Kanal. Jedenfalls werde ich erstmal ein wenig abstinent sein. Das ist gar nicht so schwer. Glaubt es mir.

Insofern wünsche ich eine ruhige Zeit. Von mir wird jedenfalls niemand genervt werden. Nehmt den Weihnachtsfrieden ernst. Zu wichtig ist sein Erbe. Und wenn alles gut geht, lesen wir uns dann im Jahr 2020 wieder. Mal sehen, was uns dann das neue Jahr alles bringen wird. Aber jetzt ist jedenfalls erstmal Feierabend.

Weihnachtsfrieden: Das Jahr sagt leise servus

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